Fussball. In der Fußball-Kreisliga A 3 hat sich an der Tabellenspitze durch die gestrigen Nachholspiele nihct viel geändert. Der TSV Nussdorf macht weiter, wie er im alten Jahr aufgehört hat und schlägt die SGM Roßwag/Mühlhausen mit 3:0. Auch Besigheims Stürmer Marc Kaminski hört nicht auf Tore zu schießen und bleibt mit nun 14 Treffern weiterhin ein heißer Anwärter auf die Torjägerkanone.
Nussdorf – Roßwag/Mühlh. 3:0 (1:0)
Der Trainer der SGM Roßwag/Mühlhausen muss nach der 0:3-Niederlage gegen den Tabellenführer TSV Nussdorf konstatieren, dass die Cleverness sein Team am Ende von einem Topteam wie dem von Trainer Sinan Yilmaz unterscheidet. „Wir wussten, dass der Gegner mit einer Dreierkette antritt. Also haben wir so gespielt, dass wir auf den Außen in die Tiefe gehen. Das ist auch wunderbar aufgegangen und hat uns unsere Tore und Chancen beschert“, zeigt sich der Übungsleiter der Nussdorfer zufrieden. Yilmaz durfte bereits nach 26 Minuten jubeln, als Marco Klein und Johannes Wizemann kombinierten und Jan Riedel mit dem linken Fuß aus zwölf Metern ins Eck traf. In der zweiten Hälfte ließen die Nussdorfer die Gäste dann vermehrt kommen und liefen nicht so früh an, hatten die Partie aber weiter im Griff. Dennoch erspielten sich die Roßwager und Mühlhausener Chancen: Erst lief Manuel Dreibach alleine aufs Tor zu, schloss jedoch nicht rechtzeitig ab (55. Minute). Im Gegenzug erzielten die Gastgeber das 2:0 durch Samuel Grözinger. Dann traf Tim Zipperle das leere Tor nicht (75.). Heiko Dieterle hingegen machte es besser und besorgte das 3:0 drei Minuten vor Schluss. „Wir haben es heute clever gemacht und die Bälle der SGM früh unterbunden“, erklärt Yilmaz. Dem stimmt sein Trainerkollege Thomas Renz zu, ergänzt aber: „Es war zwar ein verdienter Sieg. Wir haben die wenigen Chancen, die sich uns boten, nicht genutzt. Das Ergebnis war im Endeffekt aber zu hoch. Ein 1:0 oder 2:0 wäre gerecht gewesen.“
SV Iptingen – SV Illingen 4:2 (1:1)
Bereits nach fünf Minuten gab es den ersten Aufreger in einer Partie, in der es hin und herging. Ein langer Ball war an die Schulter eines Illinger Verteidigers geprallt, sodass dem Schiedsrichter nichts Anderes als der Elfmeterpfiff blieb. Alexander Huber verwandelte zum 1:0 für die Hausherren. Einen ersten verletzungsbedingten Wechsel mussten die Iptinger kurz darauf vornehmen, da sich Adrian Schrodt eine offenbar schwerere Knieverletzung zugezogen hatte. Im Anschluss daran erzielte Sebastian Schüle den Ausgleich (30.). Ein Eckball war durch den 16-Meter-Raum an Freund und Feind vorbeigesegelt, so dass Schüle nur noch den Kopf hinzuhalten brauchte. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste durch Nick Heckele auch direkt nach (52.). Im Gewühl schloss der Offensivmann ab. Torwart Marco Euchenhofer parierte, doch der Abpraller gelangte wiederum zu Schüle – 2:1 aus Sicht der Illinger. „Wir hatten nach der Verletzung den Faden verloren. In der Kabine haben wir uns dann vorgenommen, den Führungstreffer zu erzielen, doch dann mussten wir auch noch einen Rückstand drehen“, erzählt Euchenhofer. Nur vier Minuten später gelang zuerst der Ausgleich durch Bastian Werthwein, ehe Patrick Blume in der 81. Minute nach einem Konter über den linken Flügel eine Flanke verwertete. Das 4:2 durch Marc Nowotny fiel mit dem Schlusspfiff. „Die Illinger tun mir heute zwar leid, weil da auch einige Jungs aus unserer Gegend dabei sind. Aber wir müssen auf uns schauen und freuen uns, den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößert zu haben“, resümiert der Iptinger Keeper. Trainer Achim Lehmann vom SV Illingen hingegen erklärt: „Unter dem Strich war heute nicht viel positiv. Klar haben wir einen Rückstand gedreht, haben uns dann aber wieder zu amateurhaft angestellt.“
Riexingen – TSV Bönnigheim 6:0 (3:0)
Ungefährdet mit 6:0 hat die SGM Riexingen gegen den Tabellenletzten aus Bönnigheim gewonnen. Bereits in der 2. Minute war man durch Nils Gutscher in Führung gegangen. „Es ist immer schwer, gegen Mannschaften zu spielen, die sich nur hinten reinstellen. Dann hat man kaum Räume und es wird zum Geduldspiel. Umso schöner, dass wir so früh getroffen haben. So ein Dosenöffner hilft ungemein“, sagt Roman Kasiar, der Coach der SGM Riexingen. Noch vor der Pause sah er zwei weitere Treffer seines Teams: erst war es Joni Rodrigues Marques (40.), dann eine Minute später Benjamin Langahans, die den 3:0-Pausenstand herstellten. Nach dem Seitenwechsel ging die Partie so weiter, wie sie aufgehört hatte. Nur, dass die Gastgeber nach einer berechtigten Gelb-Roten Karte für Kapitän Tobias Mäule dezimiert waren (57.). Doch auch das hielt die Mannschaft nicht davon ab, mit dem Toreschießen aufzuhören. Marc Tröger besorgte das 4:0, ehe Bastian Schaar doppelt traf (78. und 89.). Kurz vor dem 5:0 hatten die Gäste jedoch auch noch eine Rote Karte gesehen, so dass zumindest auf dem Feld wieder Gleichstand herrschte. „Gratulation an die Truppe. Mir war es wichtig, heute zu null zu spielen und das haben wir geschafft. Besonders hervorheben möchte ich unseren Torwart Kai Volkert, der zwei Mal hervorragend pariert hat“, lobt Kasiar.
Kaman Bönnigheim – Sersheim 0:4 (0:3)
Einen souveränen Auswärtssieg durfte der VfR Sersheim beim SV Kaman Bönnigheim feiern. Die Mannschaft des aufgrund einer Covid-19-Infektion ausgefallenen Cheftrainers Eric Schmidtke ging bereits in der 9. Minute in Führung. Hakan Atalay hatte nach einem Pass durchs Mittelfeld auf die Außenposition und einer darauffolgenden Flanke zum 1:0 eingenickt. Ein langer Chipball hinter die Abwehrkette der Bönnigheimer bescherte dem VfR dann den zweiten Treffer. Diesmal war es Marcel Haas, der alleine vor Torwart Harun Kilinc die Ruhe behielt und den Ball im rechten Eck unterbrachte (34.). Noch vor dem Pausenpfiff machten die Gäste dann alles klar. Weil der Gegner hinten ungeordnet war, gelangte der Ball zu Achim Früh, der diesen volley aus der Luft verarbeitete und satt unter die Latte setzte (45.). „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen und unsere Chancen eiskalt ausgenutzt“, erklärt Lukas Blessing, der Co-Trainer der Sersheimer. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann einen Gang runtergeschaltet. Auch, weil wir zwei Mal verletzungsbedingt und zwei Mal vorsichtshalber gewechselt haben. Die Mannschaft ist noch nicht bei 100 Prozent“, sagt Blessing. Doch drei Minuten vor Abpfiff steckte Michael Schmid noch einmal einen Ball durch, so dass wiederum Früh zum 4:0-Endstand einschob.
Besigheim – Kleinglattbach 2:1 (1:0)
Wieder einmal hat Marc Kaminski seine SpVgg Besigheim zum Sieg geschossen. Zwei Mal traf der Mittelstürmer innerhalb kürzester Zeit hintereinander und besiegelte so die vierte Saisonniederlage des TSV Kleinglattbach. „Dabei hatten wir ihn heute gut im Griff“, sagt TSV-Coach Klaus Arnold. „Er hatte ein paar wenige Torchancen, ansonsten war er aber gut abgemeldet“ – nicht jedoch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als die Kleinglattbacher nach einer geklärten Ecke nicht in den Zweikampf kamen und ein Sonntagsschuss aus 20 Metern von Kaminski im Tor einschlug. Auch nach dem Seitenwechsel war es wiederum der Besigheimer, der nach einem langen Ball auf die Außenposition einlief und einschob. Die Kleinglattbacher hatten nach einer chancenarmen ersten Hälfte im zweiten Durchgang deutlich mehr Aktionen in der Offensive zu bieten, nutzen jedoch erst die allerletzte. Mit dem Schlusspfiff traf Jan Lukas Kumme zum 1:2-Anschlusstreffer. „Die Gegentore sind heute unser kleinstes Problem“, ließ Arnold nach der Partie verlauten. „Die Anzahl der Verletzten hat sich weiter erhöht. Und das, obwohl wir bereits extrem dezimiert nach Besigheim gereist waren.“ Vier Mal hatte der Übungsleiter wechseln müssen: Alex Schray, Thomas Haupt, Johannes Gutjahr und Simon Haupt mussten verletzt vom Feld. Auch Kumme hätte nach seinem Anschlusstor eigentlich rausmüssen. „Er hat nach dem Schlusspfiff unter Schmerzen den Platz verlassen. Das sah nicht gut aus“, berichtet Arnold. Positiv ist für ihn, dass die zur Verfügung gestandenen Spieler heute eine gute Leistung abgeliefert haben: „Die haben das super gemacht. Auf die Jungs kann man sich verlassen“, sagt der Kleinglattbacher Trainer.

