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Neue Regeln zur neuen Fußballsaison

Auf dem Staffeltag der Kreisliga A 3 und der Kreisligen B 6 bis B 9 werden die beiden Staffelleiter Fritz Siegle und Mathias Fengler wieder
gewählt. Eine neue Regel soll künftig Spielabbrüche vermeiden.

  • Schiedsrichter haben ab der nächsten Saison ein neues Regelinstrument, um erhitzte Gemüter zu beruhigen. Foto: Archiv/Küppers

    Schiedsrichter haben ab der nächsten Saison ein neues Regelinstrument, um erhitzte Gemüter zu beruhigen. Foto: Archiv/Küppers

Fussball. Bei vielen Fußballvereinen der Region läuft die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit bereits auf Hochtouren. Auch der Württembergische Fußball-Verband (WFV) und der Bezirk Enz/Murr stecken in der Organisationsphase. Wie in jedem Jahr gehört zu dieser der Staffeltag, der in Hohenhaslach ausgerichtet wurde.

Der stellvertrende Bezirksleiter Michael Heck begrüßte die Vertreter der Vereine aus der Kreisliga A 3 und den Kreisligen B 6 bis B 9. Sowohl Fritz Siegle, Staffelleiter der Kreisliga A 3 und B 6 als auch Mathias Fengler, der die Kreisligen B 7 und B 8 betreut hat, lieferten ihren Saisonbericht ab. Beide Staffelleiter wiesen darauf hin, dass die hohe Anzahl an Spielverlegungen in der Rückrunde in allen Ligen auffällig gewesen sei und mahnten die Vereine, Partien nicht zu schnell und leichtfertig zu verlegen. Auch auf die Problematik, dass Schiedsrichter auf manchen Sportplätzen verbal bedroht und beleidigt wurden, gingen die Verantworlichen ein. „Es ist exorbitant schlecht, dass Schiedsrichter so heftig unter der Gürtellinie angegangen werden“, kommentierte Fengler. Fengler und Siegle wurden von den Vereinsvertretern für die neue Saison wieder gewählt.

Sowohl im Regelwerk als auch im Spielmodus steht die Spielzeit 2023/2024 vor einigen Veränderungen und Neuerungen. Der stellvertretende Schiedsrichterobmann Tobias Lauber stellte die neuen Regeln vor. Künftig sind bis zu fünf Auswechslungen pro Mannschaft erlaubt. Die Ordner, die jeder Verein am Spieltag stellt, müssen sich 15 Minuten vor dem Anpfiff beim Unparteiischen vorstellen.

Die wohl größte Änderung stellt die Regel „Stopp – aktive Gewaltprävention“ dar. Der Schiedsrichter hat ab der nächsten Saison die Möglichkeit, eine Partie zu unterbrechen, wenn es auf oder neben dem Platz zu hitzig wird. Mit einem langen Pfiff und dem Handzeichen für eine Auszeit signalisiert der Referee dies. Beide Mannschaften müssen sich dann in die Nähe ihrer Strafräume begeben, während der Schiedsrichter die beiden Trainer und Kapitäne im Mittelkreis zum Gespräch bittet, seine Entscheidung erklärt und weitere Maßnahmen bespricht. Maximal fünf Minuten soll diese Auszeit dauern, bevor das Spiel fortgesetzt wird. Im Idealfall beruhigen sich in diesem Zeitraum die Gemüter wieder. Zwei Mal pro Spiel kann der Unparteiische eine Auszeit verordnen. Fruchtet die Maßnahme auch nach dem zweiten Versuch nicht, wird das Spiel abgebrochen. Durch die Auszeiten sollen Spielabbrüche jedoch vermieden werden, betonte Lauber. Eine vorübergehende Neuerung ist auch die Aussetzung der Relegation in der nächsten Saison. Dieser Umstand ist der Verbandsstrukturreform geschuldet. Die 16 Fußballbezirke werden auf künftig 12 eingedampft. Für den Bezirk Enz/Murr ändert sich vorerst nichts. Es werden jedoch nur die Meister der jeweiligen Ligen aufsteigen. In der Saison 2024/2025 soll die Relegation dann wieder regulär ausgetragen werden.

Weil der FV Löchgau II überraschend aus der Bezirksliga abstieg, wird die Kreisliga A 3 in der nächsten Runde vier direkte Absteiger haben, statt wie bisher drei.

Laut Heck hatten sich nach der Staffeleinteilung einige Vereine über die Zusammensetzung beschwert. Der stellvertretende Bezirksleiter hatte die Mannschaften im Verlauf der letzten Saison dazu aufgefordert Verbesserungsvorschläge zu machen. Die Aufforderung blieb unbeantwortet. Der Fußballbezirk sei aber weiterhin für neue Konzepte offen, sagte Heck.

Diskussionspotenzial bot auch die Festlegung eines neuen Ausweichspieltages. In der Vergangenheit wurden Nachholpartien jeweils mittwochs ausgetragen. Einige Vereine zeigten sich mit dieser Ansetzung unzufrieden. Heck fragte daher ein Meinungsbild ab, welcher Tag besser geeignet sei. Ein Konsens wurde aber nicht gefunden.

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