Fußball. Zwei Gegentore in Gerlingen, drei gegen Flacht, vier in Friolzheim und fünf in Buckenberg – der SV Iptingen hat in seinen Testspielen in der Wintervorbereitung defensiv oft nicht die beste Figur gemacht. Ein Grund zur Besorgnis ist das für Martin Weeber aber nur bedingt. Der Trainer des Fußball-A-Ligisten macht sich zwar darüber Gedanken, weil „wir nicht kompakt genug waren. Die Äußeren sind nicht weit genug eingerückt. Teilweise kamen Pässe von der Abwehr bis zum Stürmer durch“, berichtet Martin Weeber. Auf der anderen Seite sieht er die vielen Treffer gegen sein Team auch ganz entspannt. „Wir haben in der Vorbereitung ständig mit einer anderen Formation gespielt.“
Und zuletzt standen die Iptinger defensiv auch wieder stabiler. Im letzten Test der Wintervorbereitung gegen den FC Viktoria Enzberg, „ein Topteam der Pforzheimer A-Klasse“ (Martin Weeber), gelang ein 1:1-Unentschieden. Zum einen waren mehrere Leistungsträger wieder zurück. Zum anderen hatte das Training angeschlagen. „Wenn die Abstände nicht gestimmt haben, habe ich immer sofort unterbrochen. Außerdem haben wir es am Taktikboard noch mal durchgesprochen“, erzählt der SVI-Übungsleiter. „Wir haben wieder extremer verschoben und sind auch nicht mehr ganz so früh draufgegangen.“
Das ist aber keine Abkehr vom Spielstil, den Martin Weeber den Iptingern in den vergangenen fünfeinhalb Jahren eingeimpft hat. „An unserer Marschroute wollen wir nichts ändern, die liegt uns. Wir wollen weiter mutig Fußball spielen und auch weiterhin aggressiv anlaufen. Die Frage ist nur, wie weit vorne wir das machen. Denn je weiter, desto größer werden die Lücken, wenn dahinter jemand noch nicht richtig verschoben hat. Deshalb sind wir nicht mehr ganz so früh draufgegangen, um das Feld kleiner zu machen.“
Einen Rückschritt könnte es aber wieder an diesem Sonntag (14.30 Uhr) gegen den SV Illingen geben. Beim ersten Pflichtspiel in der Kreisliga A 3 im Jahr 2022 stehen fünf Spieler aus dem Stammkader der ersten Mannschaft der Iptinger nicht zur Verfügung. Matthias Knapp hat sich erneut eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. „Er wird uns mehrere Wochen fehlen. Vielleicht hängt er sogar seine Kickstiefel an den Nagel. Er hat die Schnauze voll, nachdem er sich zum wiederholten Mal die gleiche Verletzung zugezogen hat“, berichtet Martin Weeber. Außerdem sind Steffen Weeber, Christoph Glashauser, Nils Brunhorn und Heiko Knödl Skifahren – ebenso wie Trainer Martin Weeber. „Wir hatten nicht wirklich damit gerechnet, dass das Spiel an diesem Wochenende stattfindet“, erklärt der Übungsleiter.
Martin Weeber hat aber vorgebeugt. Im vereinsinternen abschließenden Testspiel am vergangenen Sonntag hat sich der Trainer schon die Elf, mit der er gegen Illingen anfangen möchte, einspielen lassen. „Auch bei den Abschlussspielen in den Einheiten bin ich vom Sechs-gegen-sechs weggegangen und habe das Feld ein bisschen größer gemacht, damit sich die Jungs finden können“, berichtet Martin Weeber.
Dass er selbst gegen die Illinger nicht dabeisein wird, sieht er dagegen nicht als Nachteil. „Da mache ich mir keine Sorgen. Die Jungs hören auch auf Torsten Dertinger, der mich vertreten wird. Und jeder Spieler weiß, worum es geht“, berichtet Martin Weeber.

