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FVR geht zu fahrlässig mit Chancen um

Roßwag ist noch nicht abgebrüht genug – Formkurve zeigt trotz Pleite in Großglattbach nach oben

  • Fußballballett mit Alexander Gutjahr (links) und Thomas Kurfiß. Foto: Bürkle

    Fußballballett mit Alexander Gutjahr (links) und Thomas Kurfiß. Foto: Bürkle

Die Formkurve ist beim FV Roßwag in der Fußball-Kreisliga B 5 nach durchwachsenem Beginn mit der 3:6-Niederlage gegen den TSV Unterriexingen stetig nach oben gegangen. Am vergangenen Wochenende gab es aber wieder einen Einbruch. Gegen den TSV Großglattbach, der als Saisonziel den Kampf gegen den Klassenerhalt ausgegeben hat, während die Roßwager aufsteigen wollen, verlor der FVR mit 1:2. „Ich hoffe, dass dieses Spiel nur ein Ausrutscher war“, sagt Roßwags Trainer Jörg Rieger. „Es war für den einen oder anderen wohl zu viel Druck zu wissen, dass wir mit einem Sieg gegen Großglattbach ganz vorne mit dabei wären. Einge haben wie gelähmt gespielt. Ihnen haben die Nerven versagt. Es ist mir unerklärlich, was da ablief.“

Bei der Suche nach den Gründen ist der Übungsleiter auch unter der Woche nicht wirklich fündig geworden. Rieger: „Es gab keinen Grund, nicht mit breiter Brust rauszugehen, sondern über Sachen nachzudenken. Und das Team spielt auch schon seit einem längeren Zeitraum zusammen. Nachdem einige den Verein im letzten Winter verlassen hatten, hat man bereits einen Schnitt gemacht.“ Doch das große Problem der Roßwager: Sie gehen zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Da hilft es auch nicht, dass sich Neuzugang Benjamin Schmidt gleich das Kreuzband gerissen hat. „Außerdem fehlt uns Marius Zimmermann, der beruflich in England ist. Er hatte zuletzt eine tolle Form. Und auch, dass Uli Weißeise mit einem Bänderriss noch ausfällt, ist nicht hilfreich“, berichtet Rieger. Die Spieler aus der zweiten Reihe seien zum Teil noch nicht so weit, „um die Löcher zu stopfen, die durch die Ausfälle gerissen wurden. Und wenn dann wie in Großglattbach die Köpfe nicht mitspielen, dann funktioniert das Mannschaftsgefüge nicht mehr“, erklärt der FVR-Trainer.

Dementsprechend groß ist für einen Aufstiegsaspiranten bereits nach sieben Spieltagen der Rückstand auf die Tabellenspitze. „Was andere machen, ist zweitrangig. Wir schauen auf uns. Und da mussten wir feststellen, dass es in der Kreisliga B 5 auf andere Sachen ankommt als in der A 3. In der B-Klasse wird noch mehr um jeden Meter gekämpft. Das haben meine Spieler noch nicht ganz begriffen“, erklärt Rieger. Eine weitere Unterrichtsstunden werden die Roßwager aber gleich an diesem Sonntag (15 Uhr) beim SV Sternenfels erhalten. „Das ist eine kampfstarke Mannschaft. Die Sternenfelser sind schnell am Mann. Da muss man den Kampf erst einmal annnehmen und darüber ins Spiel kommen. Dann hoffe ich, dass wir daran anknüpfen, was wir in Vaihingen und in Illingen gut gemacht haben – unser schnelles Spiel“, sagt der FVR-Übungsleiter.

Und dann können die Roßwager vielleicht den Abstand zur Tabellenspitze etwas verringern. Denn der Zweite TSV Oberriexingen empfängt den Ersten TSV Häfnerhaslach. „Darauf bin ich sehr gespannt. Es ist aber auch schwierig, den Ausgang vorherzusagen. Beide Mannschaften haben eine klasse Offensive. Bei den Oberriexingern kommt es immer darauf an, wie Michel Kowalski, Danny Decker und Benjamin Langhans drauf sind. Außerdem kommt es mir so vor, als hätten sich die Häfnerhaslacher in einen Rausch gespielt. Deshalb tippe ich auf einen Auswärtssieg“, erklärt Rieger. Auch der Tabellendritte TSV Unterriexingen hole nach Einschätzung des FVR-Trainers drei Punkte auswärts – beim FC Gündelbach. Einen weiteren Auswärtssieg erwartet er vom VfB Vaihingen beim TSV Ensingen. Rieger: „Die Vaihinger scheinen sich endlich gefangen zu haben.“

Punkteteilungen gibt es seiner Meinung nach in Großglattbach und in Illingen. „Die Großglattbacher werden gegen die SF Großsachsenheim den Schwung von dem Sieg gegen uns mitnehmen. Die Großsachsenheimer sind dagegen eine kompakte Mannschaft. Das gibt ein Unentschieden“, erklärt Rieger. „Und die Illinger sind nicht so schlecht. Sie haben eine gute Offensive. Deshalb werden sie auch gegen den SC Hohenhaslach einen Punkt holen, auch wenn der SCH zuletzt eine gute Serie hingelegt hat.“ Den einzigen Heimsieg des Spieltags erwartet der FVR-Trainer bei der Partie TSV Phönix Lomersheim II gegen den FV Markgröningen.

Die beiden Spiele der zweiten Mannschaften werden an diesem Sonntag bereits um 13.15 Uhr angepfiffen. Die anderen Spiele beginnen um 15 Uhr.

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