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Enzweihingen deklassiert schwache Erligheimer
In der Fußball-Kreisliga A 3 hat der VfR Sersheim durch einen 4:1-Sieg über der SV Iptingen den zweiten Platz ergattert und ist nun erster Verfolger des TSV Nussdorf. Der SV Horrheim rutscht nach der 2:3-Niederlage gegen die SpVgg Bissingen auf den Avstiegsrelegationsplatz ab und muss aufpassen, dass er nicht weiter in den Tabellenkeller fällt.
SV Illingen – TSV Nussdorf 0:3 (0:1)
Mehr Informationen siehe Spiel des Tages.
VfR Sersheim – SV Iptingen 4:1 (3:0)
Obwohl der VfR Sersheim beim 4:1-Sieg über Iptingen schon nach 45 Minuten mit drei Toren in Führung lag, war Trainer Siegfried Blum nicht sehr begeistert von der Spielweise seiner Mannschaft. „Iptingen war deutlich feldüberlegen und präsenter. Wir haben auf alles nur reagiert. Unser Anspruch ist es, besser zu spielen.“, sagt Blum. Iptingens Trainer Daniel Fuchs nimmt den Schiedsrichter mit in die Verantwortung für den hohen Pausenrückstand. „Gleich in den ersten Minuten wurde uns ein Tor wegen vermeintlichen Handspiels aberkannt. Und dem zweiten Sersheimer Tor durch Daniel Koopmann ging eine Abseitsposition voraus. Ich finde, wir sind zu unrecht so weit hinten gelegen.“ Doch er nimmt auch seine Spieler mit in die Verantwortung. Beim Sersheimer 1:0 durch einen Freistoß von Stefan Schmid in der 28. Minute war seine SVI-Hintermannschaft schlichtweg chancenlos. Und beim 3:0 durch Koopmann kurz vor der Pause hätten seine Spieler hinten einfach nur geschlafen. Auch nach dem Seitenwechsel lief es nicht besser für die Gäste. Die in der Pausenansprache geübte Kritik des Sersheimer Trainers zeigte Früchte im Spiel der Gastgeber. Der VfR übte nun mehr Druck aus. Und Hakan Atalay wurde immer aufälliger. Der Stürmer bereitete dann auch in der 56. Minute den Treffer von Michael Schmid zum 4:0 vor. Weitere Chancen, die nun annähernd im Minutentakt folgten, ließen die Sersheimer jedoch liegen. „Ich bin mit der guten Mannschaftsleistung zufrieden. Wir hätten uns in der zweiten Halbzeit jedoch noch besser belohnen können“, sagt VfR-Trainer Blum. Sein Gegenüber Fuchs ist zwar zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft, ärgert sich allerdings über die vielen liegen gelassenen Torchancen. „Die Niederlage tut weh, weil wir Sersheim im Griff hatten und dann doch so deutlich verloren“, sagt er. Das 1:4 von Sascha Burger fünf Minuten vor Schluss stellte nur noch Ergebniskosmetik dar.
VfR Sersheim: Locher – Fink, Wamsler, Antoni, Schwarz, Kablys, Koopmann (68. Sandro Aprigliano), Stefan Schmid (80. Arslan), Atalay, Michael Schmid (72. Maurizio Aprigliano), Singer.
SV Iptingen: Alexander Ulm – Julian Dertinger, Thorsten Dertinger (58. Braun), Krauth, Glauner, Gille, Benjamin Rapp, Kastner (75. Huss), Knapp, Nowotny, Burger.
TSV Enzweihingen – SKV Erligheim 5:2 (4:0)
Nach dem Spiel gegen Erligheim musste Enzweihingens Trainer Hans-Ulrich Rähmer zunächst an die Aussage von Illingens Trainer Marcello Solombrino in der Fußballvorschau in der Samstagsausgabe der VKZ denken. „Er sagte, wir Enzweihinger würden das Spiel verlieren, da wir nur klein, klein spielen würden“, zitiert Rähmer und führt fort, dass „wir dieses Mal groß, groß gespielt haben“. In der ersten Halbzeit war vom Gast aus Erligheim so gut wie nichts zu sehen. Bilall Gjinovci (15. und 40. Minute), Alperen Ince (22.) und Tomas Karabas (36.) stellten eine deutlich 4:0-Pausenführung her, die der im Spiel auffällige Cihat Aytac sieben Minuten nach dem Seitenwechsel um einen weiteren Treffer erhöhte. Doch nach diesem Tor trat die vom Illinger Trainer bemängelte Schwäche der Gastgeber ein. „Bis zum 5:0 bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Doch dann haben wir angefangen klein klein zu spielen“, ärgert sich Rähmer. „Vor dem Tor haben wir versucht, unmögliche Dinge zu machen. Schönspielerei ist das.“ Die beiden Erligheimer Tore durch Harald Popowicz (75.) und Marco Bärschneider (82.) kurz vor dem Ende sieht der Enzweihinger Trainer deshalb nicht als Ergebniskosmetik an. „Die Erligheimer hätten auch noch das dritte oder vierte Tor machen können. Und dann hätten wir Probleme bekommen. Wenn wir das in dieser Saison weiter so durchziehen, nach einer Führung das Ganze zu locker zu nehmen, dann bekommen wir von den Gegnern den Arsch voll.“ Besonders nervt Rähmer, wie sich so etwas auf das Torverhältnis auswirkt: „Dieses Spiel hätte 8:0 ausgehen können. So hätten wir unser Torverhältnis verbessern können. Denn zum Schluss kann jeder Treffer zählen.“ Die Begegnung endete dann jedoch 5:2 und mit zehn Spielern auf beiden Seiten. Karabas und ein Erligheimer Akteur sahen jeweils kurz vor dem Ende wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.
TSV Enzweihingen: Brabanski – Seitz, Frommer, Elezaj, Effrosinidis, Michael Nimführ (69. Sabo), Hajdini, Karabas, Ince, Aytac, Gjinovci (59. Umeri).
TSV Bönnigheim – TSV Kleinglattbach 1:1 (1:1)
Der TSV Kleinglattbach musste beim 1:1-Unentschiden in Bönnigheim auf vier Stammspieler verzichten. Neben dem Langzeitverletzten Thomas Prieger fielen aus beruflichen und privaten Gründen auch Tobias Linder, Sebastian Witsch und Marino Tricarico aus. In einem intensiv geführten Spiel stellte sich zunächst Kleinglattbach als die dominantere Mannschaft heraus, musste dennoch nach einer Viertelstunde den 0:1-Rückstand hinnehmen. Ein langer Freistoß von links landete beim am langen Pfosten frei stehenden Tim Müller, der die Bönnigheimer Führung erzielte. Nur zehn Minuten später spielte Marc Hahn den Ball auf den in die Schnittstelle gelaufenen Rosario Belluardo, der zum 1:1-Ausgleich traf. Kurze Zeit später die fast identische Spielsituation: Hahn spielt den Pass dieses Mal auf Dolorjant Imeri. Der wurde jedoch kurz vor dem Abschluss von Schiedsrichter Marco Heintz wegen Abseits zurückgepfiffen. Dies jedoch fälschlicherweise, wie es zumindest die Kleinglattbacher Anhänger beurteilten. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel spannend mit Chancen auf beiden Seiten. Linder-Ersatz Fabrizio di Secli verhinderte immer wieder mit starken Paraden die Bönnigheimer Führung. Auf Kleinglattbacher Seite vergab Fatih Esen die wohl beste Chance der Gäste in der zweiten Hälfte. Ein Schuss von Imeri in der 80. Minute parierte zunächst der Bönnigheimer Torwart Andreas Schmid. Beim Nachschuss von Esen rettete dann ein Abwehrspieler auf der Linie. Auf der gegenüberliegenden Seite rettete in der Nachspielzeit Daniel Linder nach einem Freistoß ebenfalls auf der Linie. „Mit der Punkteteilung können beide Mannschaften gut leben“, sagt Kleinglattbachs Pressewart Karlheinz Boch. „Beide Teams hatten mit ihren Chancen die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, was natürlich für jeden bitter gewesen wäre. Dennoch haben wir nach zwei Niederlagen auf fremden Plätzen den ersten Auswärtspunkt geholt und müssen gegen Erligheim in der nächsten Woche nachlegen.“
TSV Kleinglattbach: Di Secli – Engelhardt, Belluardo, Geiger, Esen, Philipp Gutjahr, Krause (46. Johannes Gutjahr), Daniel Linder, Imeri, Hahn, Rother (87. Liebhardt).
SpVgg Bissingen – SV Horrheim 3:2 (1:1)
Horrheims Trainer Claus Piayda war nach der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Bissingen sichtlich enttäuscht. „Das Spiel war sehr umkämpft. Individuelle Fehler haben das Spiel entschieden, was eigentlich unnötig ist.“ Bissingen ging nach nur sechs Minuten durch Dario di Lucrezia in Führung, welche die Gäste nach einem Konter und einem Treffer von Sascha Berger nur eine Minute später egalisierten. Das Spiel verlief in der Folge auf „Messers Schneide“, wie es Piayda formuliert. In der zweiten Hälfte erspielte sich Bissingen zwar einen leichten Chancenüberschuss, den Toren von Dominik Schampera (76.) und Marcel Großmann (90.) gingen aber jeweils schwere Stellungsfehler vorraus. „Wir zeigen viel zu wenig Agressivität. Und immer wieder entscheiden unsere eigenen Fehler eine Partie. Jede Woche macht ein anderer einen Fehler“, sagt Piayda. „Wir hätten gut mit einem Punkt leben können. Gegen einen schlagbaren Gegner wäre da mehr drin gewesen. Doch wenn wir unsere individuellen Fehler nicht schnell abstellen, rutschen wir noch weiter hinten in den Tabellenkeller hinein. Der Anschlusstreffer von Mario Werthwein in der dritten Minute der Nachspielzeit kam zu spät, um die Horrheimer Niederlage noch abzuwenden.
SV Horrheim: Viktor Götz – Welleba (90. Werthwein), Zoller, Maier, Kiefer, Abel, Andre Faigle, Haydl (14. Striegel), Isafi, Dakaj (67. Piayda), Berger.

