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Ensingen schenkt dem VfB drei Tore

TSV-Torwart Arndt mit drei Gastgeschenken – Dennoch gibt Vaihingen 3:2-Sieg fast noch aus der Hand

  • Ensingens Dominik Urbani (links) stört Timur Cakmak und spitzelt dem VfB-Stürmer den Ball vom Fuß. Foto: Nachreiner

    Ensingens Dominik Urbani (links) stört Timur Cakmak und spitzelt dem VfB-Stürmer den Ball vom Fuß. Foto: Nachreiner

Der VfB Vaihingen kann sich bei Ensingens Torwart für den 3:2 (2:0)-Sieg beim TSV Ensingen bedanken. „Nicholas Arndt hat sich alle drei Tore selbst reingelegt“, erklärt Mino Corbo. Dennoch wären die Gäste beinahe nur mit einem Punkt nach Hause gefahren. „Am Ende hatten wir Glück, dass die Ensinger nicht noch eine Bude gemacht haben“, sagt Gerd Hausmann.

Dreimal sah Nicholas Arndt im Tor des TSV Ensingen ganz alt aus. In der 12. Minute konnte er einen Freistoß von Sven Adam nicht festhalten. Timur Cakmak schaltete am schnellsten und staubte zum 1:0 ab. In der 37. Minute köpfte Christoph Bildmann eine Flanke von Adam am eigenen Fünfmeterraum zu seinem Torwart zurück. Als letzterer dem Ball einen Schritt entgegengehen wollte, rutschte er weg. Wieder bedankte sich Cakmak – 2:0. Und in der Nachspielzeit zog der Vaihingen Stürmer aus 20 Metern ab. Der Ball war nicht sonderlich scharf geschossen. Dennoch rutschte er Arndt durch die Arme und die Beine zum 3:1 ins Tor (90.+4 Minute). „Wir haben drei Tore verschenkt. Unser Torwart hat sie sich selbst reingemacht“, haderte Ensingens Spielertrainer Mino Corbo, nahm ihn aber gleich darauf wieder in Schutz: „Er ist erst ein A-Jugendlicher. Ihm mache ich keinen Vorwurf. Er hat schon einige Spiele für uns gemacht. Und in der Regel hat er gut gehalten. Heute hatte er einen schlechten Tag. Und bis auf die drei Schüsse war er auch beschäftigungslos. Aber so ist halt Fußball.“

Trotz der Gastgeschenke hätte der TSV Ensingen im Vaihinger Stadtderby der Fußball-Kreisliga B 5 gegen den VfB Vaihingen beinahe noch einen Punkt geholt. „Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere spielerische Linie verlassen. Wir haben viel zu viele lange Bälle geschlagen“, bemängelte VfB-Trainer Gerd Hausmann. „Wir waren nach dem Seitenwechsel nicht mehr so präsent – auch nicht in den Zweikämpfen. Und am Ende hatten wir Glück, dass die Ensinger nicht noch eine Bude gemacht haben.“ Und sein Gegenüber Corbo ergänzte: „Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Es hat heute alles gepasst. Wir wollten die Punkte mehr. Wenn wir vor dem Tor noch etwas mehr zusammengespielt hätten, hätten wir vielleicht noch ein, zwei Tore mehr machen können.“

Die erste Hälfte gehörte aber den Vaihingern. Durch ihre individuelle Klasse hatten sie die Ensinger im Griff und ließen Ball und Mann laufen. Doch am Strafraum der Gastgeber waren sie meist mit ihrem Latein am Ende. Richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Arndt kaum, außer als dem Torwart die beiden Fehler unterliefen. Auf der anderen Seite setzten aber auch die Ensinger immer wieder Nadelstiche. Wenn sie schnell spielten, wankte die Vaihinger Hintermannschaft. So traf Corbo aus spitzem Winkel nur das Außennetz (21.). Und zwei Minuten später brachte er nach einer Hereingabe von der Torauslinie von Dominik Urbani den Ball nicht mehr auf das Tor von Jan Wennagel (23.).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für die Ensinger. Urbani kam in der 51. Minute auf der linken Bahn durch, zielte aber knapp am kurzen Pfosten vorbei. Drei Minuten später schob auch Michael Schmidt das Spielgerät vorbei, nachdem er eine Flanke vor der Torauslinie gerettet hatte (54.). Acht Minuten darauf hätte dann Qendrim Emini fast schon für die Vorentscheidung sorgen können. Nach einer Hereingabe von Cakmak schob der Vaihinger Stürmer den Ball am langen Pfosten entgegen der Laufrichtung von Torwart Arndt knapp am Pfosten vorbei.

Doch die Ensinger kamen immer besser ins Spiel und ließen der Vaihinger Offensive kaum noch Räume. „Die Ensinger waren sehr präsent in den Zweikämpfen“, zollte Hausmann dem Gegner Respekt. Und mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Corbo schöpften sie noch einmal neue Hoffmann. Zunächste hatte Bildmann einen Freistoß des Spielertrainers am langen Pfosten volley genommen. Doch Wennagel klärte zur Ecke. Die klärten die Vaihinger nicht weit genug. Und die erneute Hereingabe schob Corbo über die Linie (74.). In der Folge hatten die Ensinger eine Chance nach der anderen. Doch Bildmann (77.), dessen Schuss Wennagel erst im Nachfassen hat, Urbani (81.) und Eiberger (90.+2) scheiterten am Vaihinger Torwart oder an sich selbst. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit zappelte der Ball erneut im Vaihinger Netz. Corbo hatte den Ball ins Tor geköpft. Doch zuvor hatte Arndt ein drittes Gastgeschenk verteilt, so dass der Treffer von Corbo nur der erneute Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand war.

TSV Ensingen: Arndt – Eiberger, Bildmann, Fischer, Lambert, Schmidt (74. Dönmez), Schmid, Frey (30. De Paz Chavez), Urbani, Corbo, Mahler.
VfB Vaihingen: Wennagel – Müller (78. Ilhan), Klaric, Wolf, Maggio (86. Stella), Ölmez, Adam, Max, Vogel (55. Carta), Emini, Cakmak.
Tore: 0:1 Timur Cakmak (12.), 0:2 Timur Cakmak (37.), 1:2 Mino Corbo (74.), 1:3 Timur Cakmak (90.+4), 2:3 Mino Corbo (90.+6).
Spieler des Tages: Timur Camak (VfB Vaihingen).
Zuschauer: 200.
Schiedsrichter: Gerald Jurk.

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