Fußball

Emotionen sind zu oft ein Hindernis

Weil die Hohenhaslacher ihr Temperament nicht zügeln, haben sie schon fünf Punkte liegen gelassen

  • Stefan Hellwig (rechts) kehrt nach seiner Sperre wieder in den Kader des SC Hohenhaslach gegen den TSV Unterriexingen zurück.  Foto: Archiv/Bürkle

    Stefan Hellwig (rechts) kehrt nach seiner Sperre wieder in den Kader des SC Hohenhaslach gegen den TSV Unterriexingen zurück. Foto: Archiv/Bürkle

Zu Saisonbeginn hat Ralf Hochberger bei den Spielern des SC Hohenhaslach noch einige Defizite im taktischen Bereich gesehen. Doch nach vier Partien in der Fußball-Kreisliga B 5 steht der SCH mit sieben Zählern auf dem fünften Rang. Die Spieler müssen schnell gelernt haben. „Sie haben allerdings viel und schnell gelernt. Aber es besteht noch Nachholbedarf. Sie müssen ihre Emotionen in den Griff bekommen. Hätten sie die in Schnelligkeit und Kraft umgemünzt, hätten wir fünf Punkte mehr“, erklärt der Hohenhaslacher Trainer. Vor allem in Großsachsenheim und in Häfnerhaslach hätten die Hohenhaslacher mehr mitnehmen können. „In Großsachsenheim haben einige Spieler angenommen, sie wären gefoult worden, sind stehen geblieben und haben sich dann mit dem Schiedsrichter angelegt, als der nicht gepfiffen hat“, berichtet Hochberger. „Und in Häfnerhaslach war Arsim Susuri etwas zu naiv. Er hat kurz vor Schluss im gegnerischen Strafraum quergelegt, statt selbst abzuschließen.“

Generell bemängelt der Übungsleiter etwas die Unbeherrschtheit einiger seiner Spieler. „Unsere Emotionen im Griff zu behalten, daran müssen wir arbeiten“, sagt er, nimmt aber gleich auch wieder einige seiner Spieler in Schutz: „Wir haben einige Kosovo-Albaner im Kader. Die werden von unseren Landsleuten nicht gerade fein angegangen.“

Dennoch sind die Hohenhaslacher auf dem besten Weg. Am Mittwochabend haben sie gegen den Bezirksligisten FV Löchgau II im Bezirkspokal ihr „Meisterstück“ (Hochberger) abgelegt. „Wir haben gegen Löchgau II im Pokal 70 Minuten lang mitgehalten. Erst dann haben uns die Löchgauer müde gespielt“, erklärt der SCH-Trainer. Und trotz der 1:4 (1:1)-Niederlage gaben sich die Hohenhaslacher gleich nach dem Spiel wieder kampfeslustig. Gegen den Spitzenreiter TSV Unterriexingen, der bisher in allen Saisonspielen die volle Punktzahl mitgenommen hat, beschäftigen sich die Hohenhaslacher nicht mit einer Niederlage. „Nachdem der erste Frust über die Niederlage verraucht war, haben alle gleich wieder nach vorne geschaut und gesagt: ,Wenn wir so wie gegen Löchgau II auch gegen Unterriexingen spielen und vielleicht sogar noch einmal eine Schippe draufpacken, dann holen wir einen Punkt“, erzählt Hochberger.

Was ihn so zuversichtlich macht? „Weil wir gut sind. Und weil die Jungs es unbedingt wollen. Außerdem haben sie am Mittwoch gesehen, dass sie es können“, erklärt Hochberger. Und für den SCH-Trainer ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. „Wir haben noch Potenzial nach oben“, sagt er. „Sadek Malik und Fabio Conato sollen beide richtig gut sein, haben aber noch nicht trainiert. Sie steigen aber in der nächsten Woche ein.“

Für das Spiel gegen Unterriexingen an diesem Sonntag (15 Uhr) kann Hochberger zumindest wieder auf Stefan Hellwig (nach seiner Sperre) sowie auf Benjamin Hellwig und Sascha Diehl (beide nach Verletzungen) zurückgreifen. Und Stürmer Diehl hat einiges vor. „Sascha hat mir versprochen, dass er gegen Unterriexingen zeigen wird, dass er schon Landesliga gespielt hat“, berichtet Hochberger.

Wenn es nach dem SCH-Übungsleiter geht, dann reiht sich der Punktgewinn des SC Hohenhaslach gegen den TSV Unterriexingen in einer Phalanx von Unentschieden an diesem Wochenende ein. Hochberger tippt noch auf drei weitere Punkteteilungen in den insgesamt sieben Partien der B 5. Keinen Sieger wird es seiner Meinung nach in den Begegnungen SV Illingen II gegen FV Roßwag, TSV Großglattbach gegen VfB Vaihingen und FC Gündelbach gegen TSV Großsachsenheim geben. Nur für das Spiel Großglattbach gegen Vaihingen kann er sein Gefühl auch begründen. Hochberger: „Die Großglattbacher sind auf ihrem unebenen und gewöhnungsbedürftigen Platz stark.“

Die Punkte werden dagegen seiner Meinung nach der TSV Oberriexingen beim TSV Phönix Lomersheim II (Hochberger: „Die Oberriexinger haben ein gutes Mittelfeld und mit Benjamin Langhans einen richtig guten Mittelstürmer.“) und der TSV Häfnerhaslach beim TSV Ensingen entführen. Als einziger wird der SV Sternenfels gegen den FV Markgröningen seine Punkte zu Hause behalten. Hochberger: „Die Markgröninger sind zu schwach.“

Die Partien in Illingen und in Lomersheim beginnen um 13.15 Uhr. Die restlichen Spiele werden um 15 Uhr angepfiffen.

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