FußballSportaufmacher 4

Das Beste zum Schluss

In den Nachholpartien aus der Hinrunde der Kreisliga B 6 kommt es am Sonntag gleich zu zwei Topspielen. Während Ensingen und Horrheim 2022 schon dran waren, ist die Partie gegen Enzweihingen für die Großglattbacher Kicker das erste Punktspiel seit November.

  • Für den TSV Hochdorf (rechts Berkan Ören) geht die Hinrunde der Kreisliga B 6 am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SV Illingen II zu Ende. Foto: Leitner

    Für den TSV Hochdorf (rechts Berkan Ören) geht die Hinrunde der Kreisliga B 6 am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SV Illingen II zu Ende. Foto: Leitner

  • Als bislang einziger Verein hat der VfB Vaihingen (rechts Daniel Beck) den SV Horrheim geschlagen. Am Sonntag geht’s nach Gündelbach. Foto: Küppers

    Als bislang einziger Verein hat der VfB Vaihingen (rechts Daniel Beck) den SV Horrheim geschlagen. Am Sonntag geht’s nach Gündelbach. Foto: Küppers

Fußball. Am Sonntag steigen auch die Vereine in den Spielbetrieb der Fußball-Kreisliga B 6 wieder ein, die in den vergangenen Wochen noch Winterpause hatten. Der TSV Hochdorf empfängt zum Kellerduell den SV Illingen II, der zuletzt gegen Gündelbach die ersten Punkte geholt hat. Der Fünfte VfB Vaihingen muss zum FC Gündelbach. Und der TSV Großglattbach hat in einem von zwei Topspielen der Liga den Zweiten TSV Enzweihingen zu Gast. Das absolute Spitzenspiel dagegen steigt in Ensingen, wo der TSV als Dritter den Tabellenführer SV Horrheim zu Gast hat. Diese beiden Teams haben am vergangenen Sonntag schon gespielt.

TSV Großglattbach

„Top vier“ hat der TSV Großglattbach vor der Runde als Saisonziel ausgegeben. Nach der Winterpause steigt die Mannschaft von Daniel Fuchs auch tatsächlich als Vierter in den zweiten Teil der Saison ein. „Von der tabellarischen Situation her haben wir am Sonntag ein Spitzenspiel“, sagt Fuchs vor der Partie gegen den Zweiten TSV Enzweihingen. „Aber der Platz gehört auch dazu. Vielleicht wird das Spiel nicht ganz so der sportliche Leckerbissen, sondern mehr Kampf.“ Die Platzsituation in Großglattbach – beide Spielfelder sind Naturrasen – war dem milden, aber feuchten Winter angemessen. „Und dann gibt es da ja nicht nur uns, sondern auch noch die Jugend“, sagt Fuchs. Um die Lage zu entzerren, schnürten die Großglattbacher Kicker mal die Kickstiefel, mal aber auch die Turnschuhe, wenn es zu Krafteinheiten in die benachbarte Vereinshalle ging. „Außerdem waren wir auch in der Soccer-Halle“, berichtet der Übungsleiter. Mit der Abwechslung sollten die Plätze geschont werden.

„Die Vorbereitung ist gut gelaufen, und auch die Beteiligung war gut“, freut sich Fuchs. „Die Jungs sind jetzt alle fit.“ Lediglich in den Testspielen, drei Stück an der Zahl, habe sich das nicht immer auch in den Resultaten widergespiegelt. „Die Tests waren gut“, unterstreicht Fuchs. „Aber die Ergebnisse haben meistens nicht so gepasst. Aber wir haben auch sehr viel gewechselt. Die Spiele waren ordentlich, wir sind im Soll.“ Neue Mannschaftskameraden, die durch eine ganze Reihe an Vorbereitungsspielen ins Team zu integrieren gewesen wären, gab es in Großglattbach ohnehin nicht.

Bevor es jetzt im vorletzten Spiel der Hinrunde gegen Enzweihingen geht, sieht Fuchs seine Mannschaft gut aufgestellt. Allerdings hat er auch einen Ausfall zu vermelden. „Nicolas Pyrtek hat sich beim Skifahren das Kreuzband angerissen“, sagt Fuchs. „Er wird die komplette Rückrunde ausfallen und uns sehr fehlen. Er war ein Aktivposten, ziemlich zentral auf der sechs oder der zehn, dem ich nach einer längeren Pause für die Rückrunde viel zugetraut hatte.“ Bis auf diesen herben Verlust fürs Team ist Fuchs aber zufrieden. „Wir sind da, wo wir sein müssen“, sagt er über den Stand am Ende der Vorbereitung. „Jetzt wird sich nur noch zeigen, ob auch der Sportplatz mitmacht.“ Und genau da hat Fuchs so seine Befürchtungen, was die für Sonntag geplante Partie angeht. „Aus meiner Sicht ist der Platz nicht unbedingt für ein Spiel so toll geeignet“, sagt er. „Aber sportlich sind wir bereit und können von meiner Seite aus gerne wieder loslegen. Und weil jetzt wieder die 3G-Regeln gelten, können wir endlich auch wieder mehr Zuschauer erwarten.“

VfB Vaihingen

„Wir haben in der Hinrunde bisher nur gegen zwei der Topteams verloren, aber wir haben auch den SV Horrheim geschlagen“, erinnert sich VfB-Trainer Pasquale Arena an gelungene Monate nach dem großen Umbruch im Vaihinger Team. Gerade der Sieg im Heimspiel gegen Horrheim bleibt in guter Erinnerung. „Horrheim spielt am Sonntag in Ensingen“, sagt Arena, der darauf hofft, dass sich die Spitzenmannschaften gegenseitig die Punkte wegnehmen, während der VfB mit einem Dreier gegen den FC Gündelbach aufholt.

Vor allem die letzten zwei Wochen der Vorbereitung machen den Übungsleiter des VfB Vaihingen zuversichtlich. „Da waren immer 20 Mann im Training, das war sehr gut“, berichtet er. „Da haben wir aber auch wieder in Vaihingen trainiert. Davor waren wir in Aurich auf dem oberen Platz, weil der in Vaihingen zu matschig war.“ Mal bat Arena zum Training auf dem Platz, mal gab es Kräftigungsübungen in der Sporthalle. Ergänzt wurde das Winterprogramm durch Dauerläufe. „Da war es zäh“, fasst der Trainer zusammen. „Aber inzwischen ist es gut. Und auch die Testspiele waren gut. Wir haben gegen einen A-Ligisten und zwei gute B-Ligisten gespielt und kein Spiel verloren, aber auch keins gewonnen.“ Doch die Einstellung der Vaihinger Kicker sei die richtige gewesen, befindet ihr Übungsleiter: „Sie sind an ihre Grenzen gegangen. Und sie setzen inzwischen meine Vorgaben um, nachdem es am Anfang ein bisschen gedauert hat.“ Arena hat den VfB erst im vergangenen Sommer als Trainer übernommen, nachdem auch die Mannschaft durch den Zustrom aus Riet ihr Gesicht völlig verändert hatte.

Während mehrere Spieler dem VfB über den Winter den Rücken gekehrt haben (VKZ hat berichtet), freut sich Arena auch über Zuwachs. „Andrea Capparelli ist ein gefühlter Neuzugang“, sagt er. „Er hatte in der Hinrunde nur ein Spiel, weil er immer wieder verletzt war. Aber er tut uns sehr gut für die Offensive, war jetzt in der Vorbereitung voll dabei und ist richtig fit geworden.“ Außerdem stieß Salvatore Stella wieder zu seinem früheren Verein, war bislang allerdings mehr bei der Arbeit als im Training. „Auch er ist ein guter Neuzugang“, sagt Arena.

Gleichwohl sieht er auf sich und das ganze Trainerteam noch große Aufgaben zukommen. „Der Umbruch ist heute auch noch nicht vorbei“, sagt Arena. „Aber wenn wir da weitermachen, wo wir vor der Winterpause aufgehört haben, dann zeigen wir einen guten Kampfgeist und werden noch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Und egal wie der Gegner heißt, wir gehen jedes Spiel voll an und hoffen, dass alle da sind.“ Für dieses Wochenende gab es – zumindest Stand gestern Nachmittag – keine Ausfälle in den Reihen des VfB.

TSV Hochdorf

Beim TSV Hochdorf ist Trainer Günay Akkus mit der Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison recht zufrieden. „Es ist gut gelaufen“, sagt er. „Manche Einheiten waren nicht so gut besucht, aber wer da war, hat gut mitgemacht. Im Schnitt haben wir mit zwölf oder 13 Mann trainiert.“ Lediglich ein Mal konnte das Training wegen schlechter Platzverhältnisse nicht stattfinden. „Zwei Mal sind wir auch in den Soccer-Park nach Kornwestheim gefahren“, berichtet der TSV-Trainer und sagt beim Blick auf die gesamte Vorbereitung: „Wir sind gut durchgekommen mit dem Programm. Aber man kann nie zu fit sein, da ginge immer noch mehr.“

Die Hochdorfer Fußballer haben konsequent zwei Monate Pause gemacht und im Dezember und Januar gar keine gemeinsamen Aktionen gestartet. „Ein paar der Jungs haben in der Zeit für sich ein bisschen gemacht und sind laufen gegangen“, sagt Akkus. „Und seit Februar haben wir drei Mal pro Woche trainiert, immer dienstags, donnerstags und sonntags.“ Was in diesem Winter eindeutig zu kurz gekommen ist, sind beim TSV Hochdorf die Testspiele. „Gegen Heimerdingen konnten wir nicht antreten, weil zu viele Leute bei der Arbeit oder in der Prüfungsvorbereitung waren“, bedauert Akkus. „Und als wir gegen den SV Riet spielen wollten, war unser Platz zu matschig. Den wollten wir schonen, denn die Saison ist wichtiger als ein Vorbereitungsspiel.“

In den ersten Begegnungen nach dem Wiedereinstieg kommt es für den TSV Hochdorf gleich knüppeldick. An diesem Sonntag empfängt er mit dem SV Ilingen II die Mannschaft, die vor einer Woche gegen Gündelbach ihren ersten Saisonsieg gefeiert hat. „Die Illinger darf man nicht unterschätzen, und jetzt kommen sie erst recht mit breiter Brust.“ In den vier Wochen danach trifft Hochdorf auf den Fünften VfB Vaihingen, den Zweiten TSV Enzweihingen, den Sechsten TSV Phönix Lomersheim II und Spitzenreiter SV Horrheim. Danach weiß die Truppe von Akkus und seinem Co-Trainer Önder Karaduman, wo sie steht.

Angesichts der bevorstehenden Aufgaben ist Akkus froh, dass Kapitän Michele Luca Garofano ins Team zurückgekehrt ist. „Es hatte sich gleich am ersten Spieltag in Vaihingen verletzt“, berichtet der Übungsleiter. „Dann ist er ein paar Wochen später gegen Hohenhaslach/Freudental II wieder dabei gewesen. Nach fünf Minuten habe ich ihn auswechseln müssen, weil er weggerutscht war und sich an der Schulter verletzt hatte.“ Während Garofano wieder fit ist, muss der TSV aktuell auf seine beiden Winterzugänge Antigon Muja und Bernas Haydar verzichten, und außerdem abwarten, bis Manuel Musco seine Rot-Sperre abgesessen hat. „Aber wir sind gut aufgestellt“, ist sich Akkus sicher. „Und die Jungs sind alle heiß.“

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