FußballSportaufmacher 2

Ärgernis mannschaftstaktische Disziplin

Kleinglattbacher kommen nach Ballverlust nicht direkt wieder in Ordnung, bemängelt Trainer Arnold.

  • Normalerweise ist Tim Blessing (oben) als Innenverteidiger des TSV Kleinglattbach derjenige, der andere Spieler abgrätscht. Hier erwischt es ihn. Foto: Leitner

    Normalerweise ist Tim Blessing (oben) als Innenverteidiger des TSV Kleinglattbach derjenige, der andere Spieler abgrätscht. Hier erwischt es ihn. Foto: Leitner

Fußball. Das Fazit von Klaus Arnold zur Wintervorbereitung des TSV Kleinglattbach fällt durchwachsen aus. „Die Trainingsbeteiligung war relativ hoch. Bei den Testspielen waren aber immer wieder andere Spieler verplant oder sind coronabedingt ausgefallen“, berichtet der Übungsleiter des Fußball-A-Ligisten. „Das, was wir uns in den Trainingseinheiten erarbeitet haben, konnten wir nicht mit der Stammelf unter Wettkampfbedingungen testen.“

Und in den beiden Partien gegen den TSV Asperg und den TSV Schwieberdingen II hat sich noch die eine oder andere Baustelle aufgetan. „Die mannschaftstaktische Disziplin, also nach Ballverlust wieder in die Ordnung zu kommen und Defensivaufgaben wahrzunehmen, ließ zu wünschen übrig. Man kann auch sagen: Ich hatte plötzlich ganz viele Offensivspieler“, bemängelt Arnold. Eine Erklärung hat er für sich aber auch schon gefunden. „Ich schiebe es auf die noch fehlende Fitness“, sagt er.

Die wieder aufzubauen stand deshalb in der Vorbereitung im Mittelpunkt. „Ohne Fitness geht wenig“, berichtet Arnold. Der Übungsleiter hat die Kleinglattbacher aber nicht nächtelang durch die Wälder und über die Felder gejagt. „Ich selbst gehe gerne mal eine Runde laufen. Aber die Jungs mögen das nicht so. Deshalb haben wir uns alles mit dem Ball auf dem Platz erarbeitet. Außerdem haben wir keine Zeit für solche Spielchen“, erklärt der Übungsleiter.

Dennoch sieht Arnold dem Pflichtspielauftakt der Kleinglattbacher im Jahr 2022 an diesem Sonntag (14.30 Uhr) gegen den VfL Gemmrigheim entspannt entgegen. „Punktetechnisch sieht es bei uns gut aus. Nach unten zu den Abstiegsplätzen haben wir viel Luft. Und wir haben keine Ambitionen aufzusteigen. Deshalb können wir der Rückrunde entspannt entgegenschauen“, erklärt der TSV-Trainer. Ein bisschen erinnert die Situation an die Spielzeit 2017/2018, als die Saison der Kleinglattbacher erst in der Verlängerung des entscheidenden Relegationsspiels um den Bezirksliga-Aufstieg gegen den TSV Münchingen endete. „Wenn es wieder so kommt, nehmen wir es natürlich gerne mit“, erklärt Arnold.

Ein erster Gradmesser, wie die Rückrunde laufen könnte, könnte schon der VfL Gemmrigheim an diesem Sonntag sein, den der TSV Kleinglattbach um 14.30 Uhr im See empfängt. „Auf dem Papier ist das zwar ein dankbarer Gegner“, erklärt Arnold. „Aber nach der Winter- genauso wie nach der Sommerpause weiß man nie, wo man selbst steht und wo der Gegner steht. Und ich weiß überhaupt nicht, was sich bei den Gemmrigheimern personell getan hat.“

Über eins ist sich der TSV-Trainer aber sicher. Der aktuelle Vorletzte Gemmrigheim „wird alles versuchen, die Klasse noch zu halten“, sagt Arnold. „Es wird also ein Kampf werden.“

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