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U-16-Faustballer verlieren bei der DM nur das Viertelfinale

Mannschaft des TV Vaihingen wird Fünfter bei den nationalen Titelkämpfen in Nürnberg – NLV Vaihingen zeigt gegen den TVV sein bestes Spiel

  • Luca Modenese Foto: Bürkle

    Luca Modenese Foto: Bürkle

Einen Platz unter den besten acht Mannschaften Deutschlands hatte Trainer Marco Lochmahr als realistisch eingeschätzt. Der TV Vaihingen ist als Fünfter von den deutschen Meisterschaften der U-16-Faustballer zurückgekehrt. Und die Niederlage im Viertelfinale gegen den NLV Vaihingen ist kein Grund, besonders traurig zu sein, sagt der Trainer: „Wir haben mit einer sehr guten Leistung gegen eine hervorragend spielende Mannschaft verloren.“

Vor und nach dem Viertelfinale hat der TV Vaihingen all seine Spiele gewonnen. „Weil wir in der Vorrunde in einer Siebenergruppe waren, hatten wir viele Spiele“, sagt Lochmahr. „Weil wir mit Luca Modenese nur einen Angreifer hatten, war es schwierig, wenn wir mit den Kräften haushalten wollten.“ Die einzige Chance, auf dem Weg in die Platzierungsspiele eine Partie weniger spielen zu müssen, war der Gruppensieg. Denn die Gruppenersten waren direkt für die Viertelfinalspiele gesetzt, während die Zweiten und Dritten der Vorrundengruppen am Sonntagmorgen in die Qualifikationsspiele mussten.

Sechs Vorrundenspiele hatte der TVV am Samstag zu bestreiten. Sechsmal ging er nach zwei Sätzen als Sieger vom Platz. „Als erstes haben wir am Samstag gegen den TSV Calw gespielt“, berichtet Lochmahr. „Die Calwer waren als Nachrücker für Hamm ins Feld gerutscht. Gegen Calw haben wir ein richtig gutes Spiel gegen den schwersten Gruppengegner gezeigt.“ Nur zwölf Gegenpunkte in zwei Sätzen ließen hier schon auf die souveräne Leistung der Vaihinger Mannschaft schließen.

Gruppenspiele gegen Lola, Oppau und Langen fallen sehr deutlich aus

Unerwartet schwer tat sich der TVV mit seinem zweiten Gruppengegner, dem Leichlinger TV. „Wir haben kämpfen müssen“, sagt Lochmahr. „Die Vaihinger Leistung in diesem Spiel war nicht so toll, und Leichlingen hat einen starken Angreifer.“ Doch unterm Strich kamen die Leichlinger in zwei Sätzen gerade mal auf elf Punkte. Noch deutlicher fielen die Gruppenspiele gegen den TSV Lola, den TB Oppau und den TV Langen aus. „Die Mannschaften waren ziemlich schwach“, relativiert Lochmahr, der gemeinsam mit Tobias Rommel für die Vaihinger Mannschaft verantwortlich ist. Großen Respekt hatte er vor der TS Thiersheim, doch die hatte „gegen uns ein eher schlechtes Spiel erwischt“, berichtet der TVV-Trainer. So kam die Vaihinger Mannschaft ungeschlagen durch die Vorrunde und zog direkt ins Viertelfinale ein. Ob sich die Spieler da nicht zu sicher fühlen? Lochmahr: „Es hat Vor- und Nachteile, ungeschlagen weiterzukommen. Für uns war es gut, dass wir das Qualifikationsspiel vermeiden konnten, weil wir sowieso schon viele Spiele hatten.“

Bevor der TV Vaihingen im Viertelfinale auf den NLV Vaihingen traf, hatte Lochmahr Gelegenheit, den Gegner zu studieren. „Mit 26 teilnehmenden Mannschaften ist das Feld bei dieser riesigen DM eher unübersichtlich“, bedauerte er schon vor den Titelkämpfen. Doch am Sonntagmorgen stand fest: entweder der NLV oder der TV Wünschmichelbach wird Viertelfinalgegner des TVV. „Das war ein sehr knappes Qualifikationsspiel auf hohem Niveau“, sagt Lochmahr. „Aber am Sonntag waren sowieso fast alle Spiele sehr eng. Fast alle sind 2:1 ausgegangen, kaum eins mit 2:0.“ Mit 13:11 setzte sich der NLV im Entscheidungsdurchgang gegen Wünschmichelbach durch. Und auch wenn Lochmahr in dem Qualifikationsspiel von der Qualität schon beeindruckt war, setzten die Stuttgarter im Vergleich mit dem TVV nochmal eins obendrauf. „Ich habe den NLV noch nie so gut spielen sehen, bei keiner württembergischen Meisterschaft und nirgends sonst“, gibt der TVV-Trainer zu. „Ich glaube, wir hatten auch noch nie gegen die Mannschaft verloren.“ Doch gleich im ersten Satz hatte der TV Vaihingen mit 9:11 das Nachsehen. Die Defensive war stark, doch Zuspiel und Angriff waren nicht optimal. „Es hat etwas die Durchschlagskraft gefehlt“, analysiert Lochmahr. „Wir haben zu wenig Druck gemacht, so dass die Gegner ihr Spiel immer wieder gut aufbauen konnten.“ Den zweiten Satz gewann der TV Vaihingen mit 11:8. Doch im entscheidenden dritten Durchgang behielt der NLV mit 11:8 die Oberhand. „Es hat keiner schlecht gespielt“, sagt Lochmahr. „Aber der NLV war halt super.“ So gesehen müsse kein TVV-Spieler enttäuscht sein – zumindest nicht lange.

Kellinghusen und Brettorf dominieren die Meisterschaft

Im Spiel gegen die Berliner Turnerschaft qualifizierte sich der TV Vaihingen mit einem 2:1-Sieg für das Spiel um Platz fünf. Dieses gewann er gegen den TSV Grafenau. „Die Grafenauer haben den zweiten Satz mit 13:11 gewonnen“, sagt Lochmahr. „Aber dann hat der Angreifer den letzten Satz mit vier Fehlern begonnen.“ Er ging mit 11:2 an Vaihingen. „Und Sieger Kellinghusen und der Zweite Brettorf waren mit Abstand die besten Mannschaften.“

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