Eishockey. Ein Sieg und eine Niederlage, die Bilanz der Bietigheim Steelers in der Eishockey-Oberliga Süd liest sich für den aus der DEL durchgereichten Zweifach-Absteiger etwas mager. Immerhin gelang der Sieg gegen Peiting vor heimischem Publikum.
Auch Trainer Alexander Dück blickt kritisch auf die Anfangsphase seiner Steelers im Heimspiel gegen den EC Peiting. Erst am Ende des zweiten Drittels wachte der SCB auf. Vor einer Woche schossen die Bietigheim Steelers noch mit insgesamt 20 Toren an einem Wochenende ab, 8:0 und 12:3. Am Sonntag war davon jedoch nichts zu sehen. Viel zu ungenau, ungefährlich und unkonzentriert agierten die Ellentäler beim Heimspiel, ein Doppelschlag kurz vor der zweiten Drittelpause weckte den SCB endlich auf. „Wir haben Probleme, von Anfang an reinzukommen“, sagt Dück und weiter: „Wir wissen, dass wir Qualität haben, aber die müssen wir auch auf die Tagesordnung bringen und zwar von Anfang an.“
Von Beginn an verfielen die Schwaben in alte Muster zurück, die an die unschöne Vorsaison erinnerten. Die Scheibe ging viel zu häufig verloren, Pässe kamen nicht an, die Laufwege stimmten nicht. Zwar verzeichnen die Statistiker im ersten Drittel 22 Schüsse des SCB, davon waren jedoch maximal zwei wirklich gefährlich und zwingend. Bastian Eckl kam nach einer Viertelstunde im Slot zum Abschluss, der Versuch landete jedoch zu zentral auf Gäste-Goalie Konrad Fiedler. Auch Tim Schüle kam in Überzahl kurz vor der Pause zwei Mal in eine aussichtsreiche Schussposition, jedoch war beide Male ein Schläger im Weg. Ansonsten betrieben die Gastgeber Zielschießen mit Fiedler, der einen Versuch nach dem Nächsten entweder zentral auf die Brustplatte oder direkt in die Fanghand geliefert bekam.
Der EC nutzte in der Zwischenzeit seine Chancen eiskalt. In nur fünf Schüssen sorgten die Gäste für die 0:1-Pausenführung. David Diebolder hatte auf der rechten Angriffsseite freie Bahn und schweißte den Puck ins lange obere Eck an der Stockhand von Goalie David Zabolotny vorbei zur Führung.
Auch im zweiten Drittel gelang wenig. In einer Überzahl wollten die Gastgeber mit dem Kopf durch die Wand, anstatt sauber zu kombinieren. Das wurde von den 1841 Fans in der Ege-Trans-Arena auch erstmals mit Pfiffen quittiert. Jeder Versuch kam auf die rechte Seite von Fiedler – bei den meisten Goalies die gute Wahl, nur ist der gebürtige Dresdner Linkshänder und hat somit rechts den Handschuh und links den Schläger. Einen Schuss nach dem nächsten feuerten die Steelers auf den Schlussmann, jedoch wieder meist eher von der ungefährlichen Sorte. Erst kurz vor der Drittelpause war es Schüle, der seinen Fehler wieder gutmacht. Bei einem tollen Solo glitt Fedor Kolupaylo durch die EC-Defensive und legte auf Schüle an der blauen Linie ab. Der Verteidiger versenkte die Scheibe zum umjubelten 1:1 – wieder an der Fanghand vorbei (38. Minute). Christoph Kiefersauer war der erste, der es mal auf der anderen Seite probierte. Und es klappte prompt. 79 Sekunden nach dem Ausgleich wurde er im Halbfeld von Tyler McNeely bedient. Im zweiten Drittel waren es erneut 22 Schüsse, die die Steelers auf das gegnerische Netz abfeuerten, doch die letzten beiden waren endlich von Erfolg gekrönt.
Dieser Doppelschlag gab den Steelers Aufwind. Nach knapp drei Minuten im neuen Drittel klingelte es gleich wieder. Kolupaylo legte erneut clever zurück und Racuk überraschte Fiedler mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins lange Eck. Auch in den Schlussminuten mit dem Goalie vom Eis brachte der EC die Scheibe nicht sauber genug vor Zabolotnys Kasten, der seinen Job hinten makellos machte. Nach drei Anläufen und vergebenen Schüssen auf das leere Netz machte Kiefersauer fünf Sekunden vor Schluss den Deckel drauf, schnürte den Doppelpack ins verwaiste Tor hinein und stellte den 4:1-Endstand her.
Am Freitag hatten die Steelers hatten die Steelers bei den Passau Black Hawks mit 4:5 (0:1, 2:3 und 2:1) das Nachsehen. Doppelt so viele Schüsse wie bei den Gastgebern führten nicht zum Erfolg. Torschützen für die Gäste aus Bietigheim waren Tim Schüle und Fedor Kolupaylo mit einem Doppelpack in der 14. Minute des zweiten Drittels sowie Jesse Roach und Erik Nemecek im Schlussabschnitt. An diesem Freitag empfangen die Steelers die Heilbronner Falken. nb/red

