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Steelers starten mit Niederlage ins Playoff-Finale

In den Endspielen der Eishockey-Oberliga unterliegt Bietigheim den Hannover Scorpions auswärts erst in der Verlängerung mit 2:3.

Eishockey. Nur zwei von 49 Schüssen der Bietigheim Steelers finden den Weg am Schlussmann der Hannover Scorpions vorbei. Am Ende des ersten Spiels im Playoff-Finale der Eishockey-Oberliga steht eine 2:3-Niederlage für das Team aus dem Ellental. Die Entscheidung fällt erst in der Verlängerung

Was für eine Atmosphäre am Gründonnerstag. Eine ausverkaufte ARS-Arena in Hannover, 2700 Zuschauer singen vor dem Eröffnungsbully des ersten Playoff-Finalspiels die deutsche Nationalhymne. Gänsehaut-Stimmung. Noch einmal Gänsehaut gibts in der Verlängerung. Denn kurz bevor das Siegtor fällt, ist es mucksmäuschenstill in der Eishalle. Ein medizinischer Notfall im Steelers-Block hat beide Fanlager zum Verstummen gebracht, mit lautem Applaus werden aber die Sanitäter und der zu behandelnde Fan verabschiedet (65. Minute).

Die Bietigheimer werden schon vom Start weg kalt erwischt. Bereits vor der Partie hatte Coach Alexander Dück angemerkt, dass nach der elftägigen Spielpause der Rhythmus schnell wieder zurückkommen müsse. „Je länger man nicht spielt, desto schwieriger wird es“, prognostizierte der Steelers-Trainer. Und schon nach 70 Sekunden jubeln die Hannoveraner Fans: Dylan Wruck wird bei einem Vorstoß nur von Jesse Roach begleitet, hat kurz vor Schmidt dann noch das Auge für Pascal Aquin, der ebenfalls nur Geleitschutz erhält und den Puck über die Linie drückt. Das Tor fällt so früh, dass ein Großteil der Steelers-Fans es nicht einmal mitbekommt. Denn beide Fanbusse kommen nach Stau erst zehn Minuten nach Spielbeginn an.

Die Scorpions bauen nach fünf Spielminuten ihre Führung aus. Justin Kirsch bekommt im linken Rückraum viel zu viel Zeit und Platz und kann die Scheibe mit viel Kraft und noch mehr Präzision zum 2:0 unterbringen. Doch mit laufender Spielzeit wird der SCB auch in der Offensive stärker. Christoph Kiefersauer netzt kurz vor der ersten Unterbrechung den Anschlusstreffer ein, Mick Hochreither und Tyler McNeely haben zuvor über die rechte Seite die Hannoveraner Defensive zerpflückt. Vesel, Kiefersauer und McNeely verpassen allesamt das 2:2 auf das offene Netz. Insgesamt zehn Minuten Überzahl bleiben aus Sicht der Schwaben ungenutzt. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ist der Bann gebrochen, Jan Vesel erzielt den hochverdienten Ausgleich. Doch in der Verlängerung müssen sich die Steelers geschlagen geben. Knackstedt versenkt zum 3:2. nb

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