Eishockey. Beim 4:1 gegen die Icefighters Leipzig fällt die endgültige Entscheidung erst sehr spät. Die Bietigheim Steelers führen in der Viertelfinal-Serie nun mit 2:1. Vier Siege sind nötig, um ins Playoff-Halbfinale der Eishockey-Oberliga einzuziehen.
Beim Aufeinandertreffen der beiden defensivstärksten Teams der beiden Oberliga-Staffeln war kein Torfestival zu erwarten. Dabei machten die Bietigheimer mächtig Druck. Über weite Strecken des ersten Drittels bestürmten sie das Leipziger Tor und gaben zahlreiche Schüsse ab. Die Abwehr der Icefighters machte jedoch alle Chancen zunichte. Allein Leipzigs Keeper Konstantin Kessler zeigte im ersten Durchgang ein halbes Dutzend starker Paraden. Mitunter stand jedoch auch der Pfosten im Weg. Nur selten gelang es den Gästen, sich aus der Umklammerung der Steelers zu befreien. Dann aber kamen sie durchaus gefährlich vor das Tor von Olafr Schmidt. Trotz 14:5 Torschüssen endete das erste Drittel torlos.
Im zweiten Drittel starteten die Leipziger deutlich offensiver. Mutig spielten sie sich wiederholt gute Gelegenheiten heraus. Die Steelers blieben mit ihren Angriffen gefährlich, waren jedoch nicht mehr so drückend überlegen wie noch im ersten Durchgang. Phasenweise spielte sich das Geschehen nun hauptsächlich vor dem Tor von Olafr Schmidt ab. Der Führungstreffer der Gäste durch Jan-Luca Schumacher in der 27. Minute war daher zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. In den Minuten danach waren die Sachsen dem 2:0 nahe, doch verhinderte Schmidt einen weiteren Gegentreffer. Alexander Preibisch sorgte Mitte des Drittels für den Ausgleich zum 1:1 (31. Minute). Nun erlebten die Zuschauer ein packendes Spiel, bei dem es hin und her ging. Beide Mannschaften spielten sich beste Gelegenheiten heraus. In der Schlussphase des Mitteldrittels nutzte Bietigheim eine doppelte Überzahlsituation, als Tyler McNeely die Gastgeber mit 2:1 in Führung brachte (39.).
Auch im letzten Drittel zeigten sich beide Mannschaften sehr engagiert, doch gestalteten die Steelers das Spiel wieder deutlich dominanter als noch im zweiten Spielabschnitt. Icefighters-Keeper Kessler musste wiederholt all sein Können aufbieten, um sein Team im Spiel zu halten. In der 49. Minute war er dann jedoch machtlos, als Marek Racuk aus kurzer Distanz zum 3:1 vollendete. Leipzig warf nochmals alles nach vorne, doch mit zunehmender Spieldauer rückte der Bietigheimer Sieg immer näher. Auch, dass die Gäste ihren Torhüter vom Feld nahmen, um mit einem zusätzlichen Akteur zu agieren, brachte keine Wende. Im Gegenteil: Kurz vor Schluss traf Bastian Eckl ins leere Tor (59.). „Wir waren sehr fokussiert und haben viele Kleinigkeiten besser gemacht als zuletzt“, lobte Headcoach Alexander Dück sein Team. „Jeder ist für jeden in die Bresche gesprungen. Dann ist es immer schwer, uns zu schlagen.“
Die Bietigheimer wollen nun den Schwung vom Dienstag mitnehmen. Das vierte Spiel findet nun am Freitag in Leipzig statt, ehe die Bietigheimer am Sonntag erneut ein Heimspiel haben. Falls nach dem fünften Spiel noch immer keine Mannschaft ihren vierten Sieg in der Best-of-seven-Serie eingefahren hat, gibt es in der nächsten Woche noch zwei mögliche Spieltermine am Dienstag und am Freitag. sd

