EishockeySportaufmacher 1

Spannung pur in der Playoff-Serie

Zwei Mal Overtime für die Steelers.

  • BAU // 25.03.2026, Deutschland, Bietigheim, Eishockey DEL2,  SC Bietigheim Steelers vs. Ravensburg Towerstars, Spiel 4, Jubel nach dem 1:0 Tor, v.l. Bastian Eckl (Steelers), Torschütze Cole Fonstad (Steelers), Maximilian Söll (Steelers)

Eishockey. In der Playoff-Viertelfinalserie zwischen den Bietigheim Steelers und den Ravensburg Towerstars bleibt es spannend. Einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung in Ravensburg ließen die Eishockey-Cracks aus dem Ellental einen 5:4-Heimsieg folgen – natürlich auch nach Verlängerung.

Zwei schnelle Gegentore ziehen den Bietigheimern zunächst den Stecker

Schon zu Beginn des Heimspiels musste Uplegger auf SCB-Seiten nach fünf Minuten auf die Strafbank für ein sehr kleinliches Halten. In diesem Powerplay klingelte es auch prompt. Thomas Reichel versenkte ins kurze Eck an Olafr Schmidt vorbei (7. Minute). Mitte des ersten Abschnitts dann die gute Chance für die Hausherren, sich wieder in die Partie zu bringen. Insgesamt fast vier Minuten hatten die Grün-Weiß-Blauen in Überzahl Zeit, um den Ausgleich zu erzielen. Dugan, Fonstad und McNeely fehlte allerdings die letzte Konsequenz und das Glück im Abschluss. Auch das Fehlen von Brett Kemp, der nach einem harten Check am Freitag mit einer Oberkörperverletzung fehlte, wurde hier spürbar.

So kam Ravensburg per Shorthander sogar zum 2:0. Nach einer versprungenen Scheibe ging Louis Latta in Richtung des SCB-Netzes und bediente Alex Ahlroth. Den Querpass konnte Uplegger nicht mehr verhindern und so schlug es erneut ein (16.). Den Gastgebern waren die Nerven anzumerken, sie wirkten von den beiden Gegentreffern geschockt. „Wir waren zu weich, wir waren zu weit Weg von den Gegnern und haben nicht die Hits zu Ende gefahren“, kritisiert Coach Dück den Beginn der Partie.

Doch nach 24 Minuten hauchte Alex Dostie dem SCB ein Lebenszeichen ein. Erneut im Powerplay klingelte es dieses Mal im ERV-Kasten. Der Kanadier nagelte das Hartgummi aus dem Lauf in den Knick zum 1:2. Nun erwachten auch die meisten der 4417 Fans in der ausverkauften Ege-Trans-Arena wieder und peitschten ihr Team in den dunklen Trikots nach vorne. Bei Mike Fischers Außennetz-Treffer sahen einige Fans die Scheibe schon im Tor und hatten den Torschrei auf den Lippen (26.). Den gab es endgültig zwei Minuten später als – wie sollte es anders sein – die Steelers im Powerplay das 2:2 erzielten. Playoff-Experte Cole Fonstad traf ins kurze obere Eck seinen Serien-Scorer Nummer 14 (sieben Tore, sieben Assists).

Nun war das Momentum wieder voll aufseiten der Bietigheimer. Jesse Kauhanen zirkelte einen Distanzschuss knapp über den Querbalken. Bastian Eckl verpasste um Haaresbreite den Tip-In. Mit all diesen verpassten Möglichkeiten war es dann kurz vor der zweiten Drittelpause doch wieder Ravensburg, die mit dem besseren Gefühl in die Kabine gingen. Odeen Tufto spielte mit überragender Übersicht einen Pass aus dem Lehrbuch in die freie Zone. Diesen erlief Ahlroth, überchippte Schmidts Stockhand trocken mit dem ersten Kontakt und stellte die Führung wieder her (37.).

Nach dem Siegtreffer verwandelt sich die Ege-Trans-Arena in ein Tollhaus

Nach nicht einmal einer Minute im Schlussabschnitt verpasste Eckl die schnelle Antwort und den erneuten Ausgleich. Nach einem Querpass durch den Slot verzog er aber am kurzen Pfosten. Fonstad machte es in der 45. Minute dann besser. Einen Distanzschuss von Uplegger fälschte der Kanadier unhaltbar vor Sharipov ab. Der SCB drückte nun weiter. Tim Schüles Schuss zwei Zeigerumdrehungen später knallte an beide Pfosten des Gehäuses. Nach Ansicht der Videobilder bestätigte sich aber die erste Entscheidung der Unparteiischen: Kein Tor.

Doch das Spiel hatte die nächste Wendung auf Lager. Mitten hinein in diese Phase tauchte plötzlich Matej Mrazek völlig allein vor Schmidt auf, behielt einen kühlen Kopf und schob zum 4:3 für die Gäste ein. Geschlagen gaben sich die Steelers aber noch lange nicht. Wie verrückt feuerten sie Schüsse in Richtung Sharipov. Dreieinhalb Minuten vor Schluss konnte der einen Distanzschuss von Tim Schüle nur prallen lassen. Direkt vor dem Netz stand Eckl einschussbereit, der im Fallen das Spielgerät über die Linie drückte. So ging auch die fünfte von sechs Partien in die Overtime, in der Fonstad den Hattrick schnürt und dem Wahnsinn die Krone aufsetzt. Mit dem 5:4 erzwingen die Ellentäler damit das alles entscheidende Spiel sieben am Dienstag in Ravensburg.

In Ravensburg verspielen die Steelers eine 2:0-Führung

Auch das Spiel am Freitag hatte die Nerven der Fans strapaziert. Tyler McNeely hatte mit einem Doppelpack vorgelegt, ehe die Ravensburger im zweiten Drittel ausglichen und im dritten Durchgang in Führung gingen. Nach dem Ausgleich von Mike Fischer entschied Ryan Odude in der Overtime das Match zugunsten der Hausherren. nb/dd

Bastian Eckl (von), Torschütze Cole Fonstad und Maximilian Söll (Steelers) bejubeln den Führungstreffer im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars. Am Ende geht das Playoff-Duell einmal mehr in die Verlängerung. Am Dienstag kommt es zum Entscheidungsspiel. Foto: Baumann.

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