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Niederlage im zweiten Match

Die Bietigheim Steelers verlieren bei den Saale Bulls, obwohl sie die besseren Chancen haben.

  • Klärungsbedarf herrscht bei Trainer Alexander Dück (links) und den Bietigheim Steelers. Trotz bester Möglichkeiten verliert das Team aus dem Ellental bei den Saale Bulls. Foto: Baumann

    Klärungsbedarf herrscht bei Trainer Alexander Dück (links) und den Bietigheim Steelers. Trotz bester Möglichkeiten verliert das Team aus dem Ellental bei den Saale Bulls. Foto: Baumann

Eishockey. Das Eishockey-Team der Bietigheim Steelers hat das zweite Achtelfinalspiel der Playoffs auswärts bei den Saale Bulls mit 1:4 verloren, obwohl es die deutlichen besseren Chancen hatte. Damit steht fest, dass es mindestens ein viertes Spiel geben wird, ehe feststeht, wer ins Viertelfinale einziehen wird.

Im Anschluss an eine Überzahlsituation klingelt es im Kasten der Bietigheimer

Nach der deutlichen Niederlage im ersten Spiel agierten die Saale Bulls von Beginn an deutlich konzentrierter, um nicht noch einmal derart unter die Räder zu kommen wie am Sonntag. Doch obwohl die Gastgeber die Steelers diesmal besser bespielten, hatten die Bietigheimer zunächst mehr Spielanteile. Der Zweite der Oberliga Süd stand sehr kompakt und bot dem Hauptrunden-Neunten aus dem Norden zunächst kaum Räume. Lange gelang es den Gästen jedoch nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Auch ein Überzahlspiel wurde nicht genutzt. Kaum waren die Hallenser wieder vollzählig, nutzten sie eine ihrer wenigen Chancen zum Führungstreffer. Mitten in die Offensivbemühungen der Bietigheimer hinein eroberte der eingewechselte Tomi Wilenius den Puck, setzte sich im Laufduell mit Pawel Dronia durch und überwand Olafr Schmidt zum 1:0 (10. Minute). Es war einer von nur wenigen Schüssen, den die Bulls auf das Bietigheimer Tor abgaben.

Sören Sturm trifft schon wie im Hinspiel gegen seinen Ex-Club

Die Steelers machten weiter viel Druck und wurden kurz vor der Pause belohnt. Ausgerechnet Sören Sturm, der 2022 noch für Halle gespielt hatte, sorgte mit einem Distanzschuss für den Ausgleich (18.). Bereits am Sonntag hatte Sturm zwei Mal gegen seinen Ex-Verein getroffen. In den verbleibenden Minuten des ersten Drittels erhöhten die Gäste nochmal den Druck, verpassten es jedoch, in Führung zu gehen.

Im zweiten Drittel gerieten die Bietigheimer früh in Rückstand. In Unterzahl verloren sie den Puck und mussten das 1:2 durch Timo Gams hinnehmen (22.). Es kam jedoch noch dicker: In der 25. Minute saßen mit Fedor Kolupaylo und Tyler McNeely sogar zwei Steelers-Akteure auf der Strafbank. Halle nutzte die doppelte Überzahl zum 3:1 durch Eppu Karuvaara. In der Folgezeit dauerte es einige Minuten, ehe die Gäste wieder zu ihrem Rhythmus fanden. Danach bestimmten sie jedoch wieder das Spiel.

Nach gut einer halben Stunde Spielzeit drückten die Schwaben auf den Anschlusstreffer. Halle kam kaum einmal aus dem eigenen Drittel heraus, so dominant agierte das Team von Trainer Alexander Dück. Einzig ein Tor wollte den Bietigheimern im zweiten Spielabschnitt nicht gelingen, auch, weil Bulls-Keeper Kai Kristian ein ums andere Mal starke Paraden zeigte. So ging es mit einem 1:3 in die letzte Drittelpause.

Auch im Schlussabschnitt hatten die Schwaben mehr Spielanteile und kamen zu deutlich mehr Chancen als die Hallenser. Allerdings gelang es den Gastgebern auch immer wieder, vor das Tor von Olafr Schmidt zu kommen.

In der Schlussphase nehmen die Gäste Schmidt vom Eis und versuchen alles

Mit zunehmender Spieldauer agierten die Saale Bulls vor allem in der Defensive deutlich stabiler als noch zuvor. Die Bietigheimer kamen nicht mehr zu so vielen klaren Torchancen wie in den ersten beiden Spielabschnitten. Wenn die Steelers doch einmal einen Angriff abschlossen, klärte Kristian für die Bulls. Das Tor der Gastgeber schien wie vernagelt. Auch auf den Rängen veränderte sich die Stimmung. Hatten über weite Strecken die gut 100 mitgereisten Bietigheimer Fans Stimmung gemacht, waren in der Schlussphase vor allem die Anhänger der Hallenser deutlich stimmgewaltiger. Drei Minuten vor Schluss nahmen die Steelers ihren Torhüter vom Feld, um einen zusätzlichen Spieler aufs Eis bringen zu können. Nachdem mehrere Weitschuss-Versuche der Gastgeber erfolglos geblieben waren, sorgte Erek-Dirk Virch eine knappe Minute vor dem Ende für die Entscheidung.

„Wir wollten das Spiel gestalten, auch wenn wir wussten, dass das Spielfeld hier sehr klein ist. Nach dem Ausgleich hatten wir Chancen auf die Führung, doch haben wir diese leichtfertig vergeben“, monierte Alexander Dück nach dem Spiel. „Die Saale Bulls haben über 60 Minuten gekämpft und verdient gewonnen“, bilanziert der Steelers-Coach.

Durch den Heimerfolg schaffen die Saale Bulls den Ausgleich in der Achtelfinalserie. Das Heimrecht des nächsten Spiels liegt aber wieder auf der Seite der Bietigheim Steelers. Am Freitagabend haben die Ellentäler die Chance in der Ege-Trans-Arena wieder in Führung zu gehen. sd

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