EishockeySportaufmacher 1

Kantersieg beim Tabellenletzten der DEL 2

Die Bietigheim Steelers feiern einen
ungefährdeten 6:1-Erfolg.

Eishockey. Beim stark ersatzgeschwächten Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2, dem ESV Kaufbeuren, haben die Bietigheim Steelers am Dienstagabend einen souveränen 6:1-Auswärtssieg gefeiert. Nach einem frühen Rückstand dominierten die Ellentäler die Partie und nahmen am Ende ungefährdet drei Punkte aus dem Allgäu mit.

Während bei den Gastgebern, abgesehen von Goalie Cody Porter, alle anderen ausländischen Spieler verletzungsbedingt fehlten, mussten die Steelers auf Olafr Schmidt, Tyler McNeely und den kranken Filip Reisnecker verzichten. Neben Keeper Florian Mnich setzte Steelers-Trainer Dück in der Startformation auf Arne Uplegger, Tim Schüle, Marek Racuk, Brett Kemp und Mike Fischer.

Von einem frühen Rückstand lassen sich die Steelers nicht schocken

Die Ellentäler wurden zunächst nach zwei Minuten eiskalt erwischt. Kaufbeurens Max Hadraschek legte die Scheibe von links kommend zurück auf den frei stehenden Yannik Burghart. Und der fackelte nicht lange und schob den Puck durch die Beine von Keeper Mnich zum 0:1 ein. Doch die Bietigheimer brauchten nicht lange, um den frühen Rückstand zu verdauen. Anschließend setzten die Steelers die Joker unter enormen Druck. Binnen vier Minuten erzielten die Ellentäler drei Tore und übernahmen die Führung. Mit einem Pass von Mike Fischer hebelten die Steelers zunächst das komplette Abwehrzentrum des ESVK aus und Tim Schüle schob ganz frei zum Ausgleich ein (5. Minute).

Nur eineinhalb Minuten später eroberte Jack Dugan den Puck nach einem Fehlpass von Paul Mayer und brachte die Bietigheimer in Führung. Die Zuordnung in der ESVK-Defensive stimmte weiterhin überhaupt nicht. Nach einem Schuss von der blauen Linie ließ Kaufbeurens Keeper den Puck abprallen. Den ersten Nachschuss parierte Cody Porter noch. Doch dann stand Tamas Kanya goldrichtig und netzte zum 3:1 ein. Anschließend kontrollierten die Gäste die Partie und hielten das 3:1 bis zur Drittelpause.

Auch in den zweiten zwanzig Minuten setzten die Gäste ihre Dominanz fort. Nach nur 78 Sekunden war es es erneut der Bietigheimer Goldhelm Jack Dugan, der mit viel Platz auf der rechten Seite alleine auf das ESVK-Tor zusteuerte. Zunächst konnte Porter den Schuss noch abwehren, doch dann rutschte ihm der Puck doch noch unter den Schonern zum 4:1 durch (22.) Kaufbeuren wechselte daraufhin den Goalie. Doch auch Rihards Babulis hatte keinen guten Einstand im Tor der Joker. Denn nur kurz darauf tankte sich Cole Fonstad mit einem irren Antritt durch die Verteidigung des ESV und überwand Babulis auf der Stockhand-Seite zum 5:1 (25.).

In Überzahl und klar führend, wirken die Gäste eine Zeit lang unkonzentriert

Anschließend kam Kaufbeuren zwar vermehrt zu Torschüssen. Doch auch im Überzahlspiel ergaben sich für die Gastgeber keine wirklich zwingenden Chancen. Bietigheim bestimmte weiter die Partie und war in allen Belangen deutlich überlegen.

Im Schlussdrittel waren die Steelers dann sechs Minuten lang in Überzahl, nachdem Benedikt Jiranek den Schläger von Sami Blomquist ins Gesicht geschlagen bekommen hatte. Doch es fehlte an Genauigkeit und die Bietigheimer wirkten angesichts der Dominanz zunehmend unkonzentrierter. Erst als es wieder ins Fünf-gegen-Fünf ging, sorgten die Gäste für die endgültige Entscheidung. Tamas Kanya sah auf dem Weg zum Tor den von der Wechselbank kommend mitgelaufenen Alexander Preibisch. Und der Kapitän bekam das Hartgummi perfekt aufgelegt und setzte mit dem 6:1 (52.) den Schlusspunkt.

„Wir haben uns akribisch vorbereitet“, betonte Steelers-Trainer Alexander Dück nach Spielende. „Trotzdem haben wir sehr unachtsam angefangen. Nach dem Gegentor sind wir wacher geworden und haben das dann ganz gut umgesetzt. Unser Überzahlspiel war später nicht gut genug. Aber wir haben das Spiel über die Zeit gebracht und die drei Punkte mitgenommen.“ ust

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