EishockeySportaufmacher 4

Jubel über den direkten Einzug in die Playoffs

Die Bietigheim Steelers krönen eine grandiose Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 und sichern sich mit einem 4:1-Erfolg in Düsseldorf das Direktticket
für die Playoffs. Zuvor hatte das Team aus dem Ellental aber auch gegen den EV Landshut verloren.

  • Der Bietigheimer Brett Kemp (rechts) scheitert aus kurzer Distanz an Jonas Langmann, dem Keeper des EV Landshut. Foto: Baumann

    Der Bietigheimer Brett Kemp (rechts) scheitert aus kurzer Distanz an Jonas Langmann, dem Keeper des EV Landshut. Foto: Baumann

Eishockey. Mit einem 4:1-Erfolg gegen die Düsseldorfer EG haben die Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 das Ticket für die Playoffs gelöst. Zuvor war aber bereits am Freitagabend die Siegesserie gegen den EV Landshut durch ein 3:6 gerissen.

Im Heimspiel gegen Landshut brauchen beide Teams keine Anlaufzeit

Steelers-Trainer Alexander Dück setzte nach den letzten Erfolgen auf die bewährte Formation: Neben den Verteidigern Tim Schüle und Arne Uplegger komplettierten Kapitän Alexander Preibisch, Cole Fonstad und Goldhelm Jack Dugan die erste Reihe. Zum achten Mal in Folge stand Olafr Schmidt im Kasten der Bietigheimer.

Die Partie begann direkt rasant. Es waren nur wenige Sekunden gespielt, da konnte Landshuts Tobias Schwarz nach einem Fehlpass von Tim Schüle alleine aufs Bietigheimer Tor zufahren. Doch Olafr Schmidt fuhr den Fanghandschuh aus und vereitelte die erste Großchance der Niederbayern. Im direkten Gegenzug knallte Marek Racuk das Hartgummi an die Latte. Und ein abgefälschter Schuss von SCB-Verteidiger Pawel Dronia touchierte das Außennetz.

Das Spiel wurde dann zunehmend härter. Beide Teams konnten die Unterzahlspiele unbeschadet überstehen. Aber gerade als die Steelers mehr vom Spiel hatten, brachte Tor Immo den EVL in Überzahl mit einem platzierten Schuss ins rechte Kreuzeck in Führung (11. Minute). Die Antwort der Steelers ließ nicht lange auf sich warten. Ebenfalls in Überzahl gelang Marek Racuk drei Minuten später der Ausgleich. Dann eskalierte es abseits des Treffers zwischen Jack Dugan und Colton Jobke. Beide kassierten nach einem Handgemenge große Strafen und landeten für fünf Minuten auf der Strafbank. Als sich der Trubel etwas gelegt hatte, verloren die Ellentäler die Scheibe in der Vorwärtsbewegung. Der EVL schaltete blitzschnell um und der Ex-Bietigheimer Yannick Wenzel brachte Landshut wieder in Führung (17.). Trotz fast doppelt so vielen Torschüssen (19:10) gingen die Hausherren mit einem 1:2-Rückstand in die erste Drittelpause.

Eine weitere Schlafmützigkeit verhilft den Gästen zum dritten Treffer

Ins Mitteldrittel starteten die Steelers mit Schüssen von Fonstad und Racuk, die aber EVL-Keeper Jonas Langmann parierte. Kurz darauf pennte die Bietigheimer Hintermannschaft komplett und verlor die Scheibe im eigenen Drittel. Erneut nutzten die Gäste das gut aus und bauten nach dem Tor von Koskenkorva ihre Führung auf 3:1 aus (22.). Doch wieder konnten die Steelers verkürzen. Bastian Eckl legte Scheibe geschickt zurück auf Filip Reisnecker. Und der haute das Hartgummi per One-Timer zum Anschlusstreffer ins Netz (27.). Nachdem Mike Fischer brutal abgeräumt worden war, gab es zwei Strafen für den EVL. Im Fünf-gegen-drei brauchten die Ellentäler gerade mal sechs Sekunden für den Ausgleich. Arne Uplegger legte für den einschussbereiten Jack Dugan auf, der mit seinem 23. Saisontreffer das 3:3 erzielt (28.).

Auch die Gegentore vier und fünf schenkt Bietigheim dem EV Landshut

Landshut gewann aber wieder Oberwasser und landete durch Gooch und Park zwei Aluminiumtreffer. In der Verteidigung setzte der EVL weiter auf eine Härte, die oft am Rand der Unsportlichkeit war. Erneut profitierten die Gäste von einem Scheibenverlust der Steelers und Immo netzte zum 4:3 für Landshut ein (35.).

Erst im Schlussdrittel verlor das Spiel an Härte und der Spielfluss nahm wieder zu. Zunächst drückten die Gastgeber auf den Ausgleich. Aber erneut war es ein Scheibenverlust der Steelers, der dem EVL einen Treffer beschert. David Stieler schlenzte die Scheibe um Olafr Schmidt herum zum 5:3 über die Linie (48.).

Anschließend nahm Landshut Härte und Tempo aus dem Spiel. Den Ellentälern gelang es nicht mehr, sich richtig vorne festzusetzen. Mehrfach rutschte das Spielgerät über die blaue Linie raus. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende zogen die Steelers Goalie Schmidt und versuchten sich im Sechs-gegen-fünf. Doch ohne eine richtige Druckphase aufbauen zu können, mussten die Steelers auch noch den sechsten Gegentreffer hinnehmen. Trevor Gooch traf ins verwaiste Bietigheimer Tor zum 3:6-Endstand.

Gegen Düsseldorf gleicht Bietigheim im Mitteldrittel schon früh aus

Die Steelers erwischten einen guten Start in die Partie. Nach Zuspiel von Alex Dostie hatte Cole Fonstad die Chance, die Gäste früh in Führung zu bringen (4.). Doch DEG-Keeper Niklas Lunemann machte das lange Eck gerade noch rechtzeitig zu. Tim Schüle erwischte seinen Gegenspieler Erik Brown dann unglücklich mit dem Schläger im Gesicht, was eine Zwei-plus-Zwei-Minuten-Strafe nach sich zog. Trotz enormer Druckphasen überstanden die Ellentäler die vier Minuten in Unterzahl. Doch Düsseldorf nahm den Schwung mit und wurde nun aktiver. Einen Pass über die Bande von SCB-Verteidiger Sören Sturm antizipierte Erik Bradford. Der Kanadier spielte nach Puckeroberung einen perfekt getimten Rückhand-Pass in den Slot auf Nick Baptiste, der per One-Timer zur 1:0-Führung einnetzte (19.).

Nur 36 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da schlugen die Steelers zurück. Mike Fischer und Arne Uplegger setzten sich auf der linken Seite gut durch. Uplegger spielte die Scheibe dann auf den völlig frei stehenden Alex Dostie. Und dem Rückkehrer gelang es, DEG-Keeper Lunemann auf der Fanghandseite zu überwinden und den Ausgleich zu erzielen (21.).

Bietigheim konnte zwar das anschließende Power Play nicht nutzen, blieb aber das dominierende Team. Brett Kemp fand den am langen Pfosten lauernden Jack Dugan, der die Gäste zur Führung schoss (28.). Düsseldorfs Verteidigung wirkte weiterhin desorientiert. Nur eineinhalb Minuten später konnte kein DEG-Verteidiger Bastian Eckl von der Scheibe trennen. Der Bietigheimer Stürmer setzte sich vor dem Tor fest und stocherte die Scheibe über die Linie zum 3:1 (29.). Die Ellentäler dominierten das Mitteldrittel.

Olafr Schmidt rettet in der Schlussphase mehrfach die Führung

Zu Beginn des Schlussdrittels drängten die Düsseldorfer zwar auf den schnellen Anschlusstreffer. Doch entweder waren die Abschlüsse der Hausherren zu wenig präzise oder aber sie scheiterten an SCB-Goalie Olafr Schmidt. Auch aus Überzahl-Situationen konnte Düsseldorf weiterhin keinen Profit schlagen. Am anderen Ende des Spielfelds scheiterte Brett Kemp vor dem jungen DEG-Keeper Lunemann. Die Steelers hatten die Partie unter Kontrolle und kamen durch Cole Fonstad zum 4:1. ust

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