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Bietigheim unterliegt dem Tabellenführer

Von zahlreichen Ausfällen haben sich die Steelers in den vergangenen Wochen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht beeindrucken lassen. Gegen Kassel kann sich das Dück-Team noch in der Verlängerung durchsetzen, aber die Krefeld Pinguine sind eine Nummer zu groß.

  • Die Akteure der Bietigheim Steelers (grüne Trikots) und der Krefeld Pinguine schenken sich nichts. Der Schiedsrichter hat alle Hände voll zu tun. Foto: Baumann

    Die Akteure der Bietigheim Steelers (grüne Trikots) und der Krefeld Pinguine schenken sich nichts. Der Schiedsrichter hat alle Hände voll zu tun. Foto: Baumann

Eishockey. Dem 5:4-Erfolg bei den Kassel Huskies folgte eine 3:5-Niederlage gegen die Krefeld Pinguine, den Spitzenreiter der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2. Dennoch haben sich die Bietigheim Steelers am Wochenende gut präsentiert.

Gegen die Kassel Huskies müssen die Steelers auf Stammkräfte verzichten

Nach dem überraschenden 5:1-Auswärtssieg in Landshut am Dienstag mussten die Steelers auch bei den Kassel Huskies auf sechs Stammkräfte verzichten. Zwar meldete sich Filip Reisnecker zurück im Kader, doch dafür fehlte den Bietigheimern in Nordhessen Verteidiger Tim Schüle.

Im Tor setzte Steelers-Cheftrainer Alexander Dück diesmal auf Florian Mnich. Die Startformation komplettierten der 20-jährige Justin Scheck, Arne Uplegger, Tyler McNeely, Marek Racuk und Goldhelm Jack Dugan. Schon nach drei Minuten waren die Ellentäler erstmals in Überzahl. Doch es gelang den Bietigheimern nicht, in der Offensive in die Power Play-Formation zu kommen. Auch Kassels erstes Überzahlspiel verpuffte kurz darauf.

Als gegen Benjamin Jirenek eine Strafe ausgesprochen wurde, konnten die Schlittenhunde zum ersten Mal richtig hohen Druck aufbauen. Zunächst entschärfte Steelers-Keeper Mnich noch Schüsse von Keck und Turgeon. Aber dann feuerte Bode Wilde einen Handgelenkschuss von linker Position ab. Die Scheibe knallte über Mnichs Fanghandschuh ins lange Eck zur 1:0-Führung für die Huskies (9. Minute). Kurz vor der Drittelpause gerieten die Bietigheimer erneut in Unterzahl. Wieder setzten sich die Nordhessen fest und ließen die Scheibe gut durch die eigenen Reihen laufen. Durch einen One-Timer erzielte Yannik Valenti das 2:0, nachdem Keeper Mnich die kurze Ecke nicht rechtzeitig abdecken konnte (20.). Doch die Steelers fanden direkt die passende Antwort: 14 Sekunden vor Ende von Durchgang eins bediente Tyler McNeely den im Slot frei stehenden Jack Dugan. Und der netzte zum Anschlusstreffer ein.

Bietigheim gelingt im zweiten Drittel der schnelle Ausgleich

Die Ellentäler erwischen anschließend einen guten Start ins zweite Drittel und waren nun im Angriff viel präsenter. Der Offensivdrang sollte sich auszahlen. Dugan scheiterte nach Zuspiel von McNeely noch an Huskies-Keeper Maurer. Doch dann ließ die Abwehr der Huskies Benjamin Jiranek völlig ungestört von der blauen Linie aus vor das Tor ziehen. Dem 23-jährige Verteidiger gelang es, Keeper Maurer zu überwinden und mit seinem ersten Tor für die Bietigheimer das 2:2 zu markieren (25.).

Die Steelers blieben im Mittelabschnitt die spielbestimmende Mannschaft. Als Kassels lettischer Olympia-Teilnehmer Kaspars Daugavin eine Zeitstrafe kassiert, haute Mike Fischer von der blauen Linie eine Direktabnahme auf das Tor der Huskies. Der im Zentrum frei stehende Alexander Preibisch kam an die Scheibe und fälschte sie unhaltbar für Keeper Maurer zum Führungstreffer ins Tor (36.) ab. Kassel wirkte konsterniert und agierte in der Verteidigung behäbig. Einen Schuss von Pawel Dronia ließ Maurer abprallen. Den Rebound sicherte sich der völlig frei stehende Mike Fischer und schob unbedrängt zum 4:2 ein (39.).

Im Schlussabschnitt versuchten die Nordhessen früh Druck auszuüben. Doch Mnich parierte sämtliche Schüsse und die Steelers kamen durch Dugan und später Eckl zu guten Chancen. Aber dann gelang den Huskies durch Laurin Braun im Gegenzug der Anschlusstreffer (49.). Bietigheim konnte danach eine Überzahl nicht in ein Tor ummünzen. Ein Schuss von Kassels Valenti knallte an die Latte. Dann erzielte Kassels Hunter Garlent fünf Minuten vor Ende den Ausgleich.

In der Extrazeit kam Kassels Bodnarchuk zu Fall und die Steelers konnten in der Folge durch McNeely und Preibisch alleine auf das Huskies-Tor zufahren. Im Nachfassen sicherte Kapitän Preibisch dann den Ellentälern den Auswärtssieg (62.).

Olafr Schmidt kehrt gegen Krefeld ins Bietigheimer Tor zurück

In der Ege-Trans-Arena trafen am Sonntag die beiden heißesten DEL 2-Teams aufeinander. Die weiter von Verletzungssorgen geplagten Bietigheim Steelers hatten zuletzt der angespannte Personallage getrotzt und fünf Spiele in Folge gewinnen können. Die Siegesserie des souveränen Liga-Spitzenreiters aus Krefeld dauerte sogar stolze zehn Partien an.

Nachdem Filip Reisnecker bereits gegen Kassel schon wieder im Aufgebot der Ellentäler gestanden hatte, meldete sich gegen Krefeld nun Cole Fonstad nach seiner Verletzung zurück. Neben dem 25-jährigen Kanadier vertraute Steelers-Trainer Alexander Dück in der ersten Reihe auf Jack Dugan, Marek Racuk, Arne Uplegger und Sören Sturm. Den Bietigheimer Kasten hütete wieder Olafr Schmidt.

Mit dem ersten Torschuss geht der Spitzenreiter in Führung

In einer munteren Anfangsphase mit wenigen Großchancen waren es die Steelers, die durch Uplegger, Fonstad und Sturm zu ersten Torschüssen kamen. Doch Krefelds Keeper Felix Bick parierte souverän. Bei der ersten richtig gefährlichen Situation vor dem Bietigheimer Kasten zeigten sich die Gäste dann – ganz im Stil eines Topteams – effektiv. Einen Schuss von der blauen Linie von Mick Köhler konnte Schmidt nur prallen lassen. Die frei im Torraum liegende Scheibe netzte Max Zengerle zur frühen Führung für die Gäste ein (8.).

Krefeld machte anschließend mächtig Druck. Zwei gefährliche Schüsse konnte Schmidt noch parieren. Doch dann verlor Tyler McNeely in der Vorwärtsbewegung den Puck auf Höhe der Mittellinie an Daniel Bruch und es wurde blitzschnell umgeschaltet. Zu zweit vor dem Bietigheimer Tor legte Bruch quer auf Jonathan Matsumoto und der erzielte den zweiten Treffer der Gäste (12.). Die Steelers konnten zwar auch immer mal wieder im Vorwärtsdrang gefährlich werden. Die besseren Chancen und die größeren Spielanteile hatten aber eindeutig die Pinguine.

Im Mitteldrittel konnten die Fans der Ellentäler dann früh jubeln. Pawel Dronia zog aus halblinker Position ab. Den Schuss des Deutsch-Polen konnte Gäste-Keeper Bick nur abprallen lassen. Die abgewehrte Scheibe landete direkt vor der Kelle Filip Reisneckers. Der fackelte nicht lange und platzierte das Hartgummi ins rechte Eck (21.). Der Treffer beflügelte die Bietigheimer, die nun voll im Spiel drin waren. Mehrfach kam die Scheibe gefährlich vor das Krefelder Tor. Tyler McNeelys spielte den Puck in den Slot auf den aufs Tor stürmenden Joshua Rust und der erzielte den umjubelten Ausgleich (29.). Dugan hätte kurz darauf sogar den Führungstreffer erzielen können. Sein Schuss ging knapp rechts vorbei.

Die Pinguine agieren im Stile einer Spitzenmannschaft

Doch auch Krefeld zeigte sich gut erholt vom Ausgleichstreffer und überstand das erste Unterzahlspiel unbeschadet. Als die Gäste nach einer Strafzeit gegen Sören Sturm selbst erstmals in Überzahl waren, blieben sie geduldig. Goldhelm Max Newton spielte die Scheibe auf den am kurzen Pfosten positionierten Mathew Santos. Und der leitete das Spielgerät direkt auf den im Slot stehenden Philip Gogulla, der Krefeld Führung wieder herstellte (39.). Vor Ende des Durchgangs verhinderte Schmidt mit einer tollen Parade gegen den alleine auf ihn zufahrenden Matsumoto, dass Krefeld auf 4:2 stellen konnte. Ein Schuss von Fonstad ging anschließend knapp vorbei.

Im Schlussdrittel brachte Reisnecker die Bietigheimer noch einmal auf Schlagdistanz (48.). Mit dem Tor des starken Mattew Santos war das Match jedoch zugunsten der Gäste entschieden. ust

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