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Woltemade will den Neustart

Um den Ex-VfB-Stürmer feilschte einst noch der FC Bayern. Nun muss er Bundestrainer Klopp erst überzeugen.

Turin - Eine Sonnenbrille reichte nicht als „Verkleidung“. Nick Woltemade winkte beim Verlassen des Flughafens einigen Fans zu und stieg ins wartende Clubauto von Juventus Turin. Nach einer enttäuschenden Saison in England will „Big Nick“ in Italien seiner Karriere neuen Schwung verleihen.

Erst ein Jahr ist es her, dass der Hype um Woltemade sogar einen öffentlichen Streit zwischen Lothar Matthäus und Uli Hoeneß auslöste. Gestritten wurde über den Preis des damaligen Stürmers des VfB Stuttgart. Newcastle United überwies schließlich wohl 75 bis 85 Millionen Euro.

Woltemade selbst, der ursprünglich zum FC Bayern wollte, wurde in England jedoch nicht glücklich. Nach einem starken Start mit vier Toren in den ersten fünf Ligaspielen geriet seine Saison ins Stocken. Trainer Eddie Howe setzte ihn häufiger auf die Bank oder im Mittelfeld ein. Insgesamt kam Woltemade in 51 Spielen auf 16 Torbeteiligungen, Newcastle wurde Zwölfter.

Auch in der Nationalmannschaft verlor der 24-Jährige seinen Platz. Nach einer wichtigen Rolle in der WM-Qualifikation musste er sich bei der Endrunde in Nordamerika mit der Reservistenrolle begnügen. Hoffnung macht ihm zuletzt Newcastles neuer Trainer Matthias Jaissle, der Woltemade den Rücken stärkte. Dennoch blieb zunächst nur die Jokerrolle. Beim 2:0 gegen Tottenham Hotspur wurde er eingewechselt und bereitete kurz darauf per Kopf den Endstand vor. Nun soll ein Leihgeschäft zu Juventus, angeblich für ein Jahr, den Neustart ermöglichen und Woltemade auch für Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp wieder interessanter machen. Drei bis vier Millionen Euro will Juve investieren. In Turin erwartet man von Woltemade vor allem eines: Tore.

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