Stuttgart - Er setzte den robusten und kernigen Körper ein, stieg hoch und war damit nicht mehr zu bremsen. „In dem Stockwerk“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß hinterher, „verteidigen nicht viele.“ Oben angekommen also war Dan-Axel Zagadou, der 1,96 Meter große Innenverteidiger des VfB Stuttgart, im Testspiel gegen Paris FC (2:2) am Samstagmittag in der 54. Minute. Denn da köpfte er nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Teamkollege Chris Führich zur 2:0-Führung ein.
Als die Abwehrkante dann nach einer knappen Stunde ausgewechselt wurde, stand es eben noch 2:0, am Ende stand das Remis – mit Zagadou ging ein bisschen auch die Stabilität und Sicherheit in der VfB-Defensive, obwohl es auch mit dem Abwehrhünen auf dem Platz einige gute Chancen für den französischen Erstligisten gegeben hatte. Was sich aber sagen lässt: Solide war Zagadous Auftritt, der Innenverteidiger scheint an Sicherheit zu gewinnen.
„Er hat einen guten Eindruck gemacht, bei ihm haben wir den nächsten Schritt gesehen“, sagte Hoeneß dazu noch: „Daxo ist gesund durchgekommen, hat sich gut gefühlt und eine ordentliche Leistung gezeigt.“
Die Sache mit der Gesundheit ist bei Zagadou ja ein entscheidender Faktor. Aufgrund von Verletzungen hat der Franzose in der vergangenen Saison lediglich acht Pflichtspieleinsätze vorzuweisen, drei davon in der dritten Liga. In der Spielzeit 2024/2025 waren es nur drei. Dennoch bekam Zagadou, dessen Kontrakt im Sommer auslief, einen neuen Einjahresvertrag – mit stark leistungsbezogenen Bezügen.
Am Samstag gegen Paris lief der Linksfuß in Abwesenheit von Atakan Karazor und Deniz Undav wie schon im ersten Test gegen die TSG Balingen (7:0) als Kapitän auf, was nicht verwunderte: Denn Zagadou hat, Verletzungen hin oder her, beim VfB den Status als Führungsspieler. Weil er im Team hochanerkannt ist und Trainer Hoeneß in ihm eben Führungsqualitäten sieht.
Gut möglich ist es, dass der Abwehrhüne auch im nächsten Test am kommenden Samstag gegen den FC Everton (17 Uhr) auflaufen wird. Denn die beiden Innenverteidigerkollegen Jeff Chabot (nach Eingriff im Knie) und Ramon Hendriks (nach Fersenproblemen) sollen behutsam wieder an die erste Elf herangeführt werden – am Samstag gegen Paris wurden sie jeweils eingewechselt.
