Stuttgart - Der Auftakt war vielversprechend. Sportlich. Aber auch, was die Resonanz anging. Die Frauen des VfB Stuttgart gewannen bei ihrem Bundesliga-Debüt mit 2:1 bei der TSG Hoffenheim, und sie wurden in der großen Arena in Sinsheim, in der 4642 Plätze besetzt waren, von ihren Fans deutlich hörbar unterstützt. Weshalb sich nun vor allem eine Frage stellt: Wie wird es bei der Heimpremiere laufen?
An diesem Samstag (14 Uhr) trifft der Aufsteiger im Gazi-Stadion auf den Hamburger SV, im Vorverkauf wurden rund 2500 Tickets abgesetzt. Nico Schneck hofft, dass sich diese Zahl noch steigern lässt. „Die Kulisse in Sinsheim war schon cool“, sagt der VfB-Trainer, „doch egal, wie viele Leute am Ende kommen, es wird wichtig sein, dass wir die Fans mit unserer Einstellung und Energie für uns gewinnen und uns von der Atmosphäre tragen lassen.“ Denn die Aufgabe ist alles andere als einfach.
Der Hamburger SV startete mit einem 1:1-Remis gegen den SC Freiburg in die Saison, der Punktgewinn war laut Nico Schneck absolut verdient: „Der HSV ist ein physisch sehr starkes Team. Wir werden etwas mehr Ballbesitz als gegen die TSG Hoffenheim haben, umso wichtiger ist die Restverteidigung, um Konter frühzeitig zu unterbinden.“ Dabei wird das Selbstvertrauen, das sich die Stuttgarterinnen bei ihrem Start nach Maß erarbeitet haben, eine wichtige Rolle spielen.
Der Sieg bei einem Kontrahenten, der in der vergangenen Saison die Champions League als Vierter nur knapp verpasst hat, war ja nicht nur die Bestätigung dafür, dass in der Vorbereitung gut gearbeitet worden ist. Der VfB hat neben drei Punkten auch die Erkenntnis gewonnen, in der Bundesliga auf jeden Fall mithalten zu können. „Das müssen wir nun Spiel für Spiel bestätigen“, sagt Trainer Nico Schneck, der auf die Leistung seines Teams „stolz“ war, jedoch noch Luft nach oben sieht: „Keine Mannschaft kommt schon zum Auftakt an ihr Maximum heran, auch bei uns müssen sich der Spielrhythmus und die Wettkampffitness weiter aufbauen.“ Die Überzeugung, die Einsatzbereitschaft und die Defensivstärke, die seine Spielerinnen in Sinsheim zeigten, haben dem VfB-Coach schon mal sehr gut gefallen. „In der Offensive“, sagt Nico Schneck, „können wir allerdings noch effektiver sein.“
Vielleicht klappt das ja schon gegen den Hamburger SV, was den VfB-Frauen in der noch jungen Saison einen äußerst gelungenen Start bescheren würde.
