Stuttgart - Nach dem 2:1-Sieg gegen den Hamburger SV freuten sich die Fußballerinnen des VfB Stuttgart nicht nur über die gelungene Heimpremiere in der Bundesliga, sondern auch über den zwischenzeitlichen Sprung auf Rang eins in der Tabelle. „Spitzenreiter! Spitzenreiter“, skandierten sie in der Kabine, was auch Nico Schneck zu Ohren kam. „Das ist doch super positiv“, sagt der Trainer, „wir wollen solche Momente feiern, genießen, uns über sie freuen.“ Sie allerdings auch richtig einordnen: „Für uns als Aufsteiger ist jeder Punkt wertvoll.“ Umso wichtiger sei, dass sich ein „Wir-Gefühl entwickelt, denn das wird uns tragen“. Auch bei der nächsten Aufgabe?
Am Sonntag (18.30 Uhr) muss der VfB, der seit dem Ende des zweiten Spieltags hinter dem VfL Wolfsburg, dem FC Bayern und Werder Bremen (alle ebenfalls sechs Punkte) auf Platz vier steht, zum 1. FC Nürnberg, von dessen Qualitäten sich Nico Schneck persönlich überzeugt hat – er saß beim 1:1 des Clubs bei Eintracht Frankfurt auf der Tribüne. „Dinge wie die Kommunikation auf der Bank oder die Körpersprache sind live im Stadion besser aufzunehmen“, erklärt der VfB-Coach, der großen Respekt vor den Nürnbergerinnen hat: „Uns erwartet eine hohe Intensität und viel Aggressivität. Das FCN-Team führt Zweikämpfe im Graubereich, schreckt vor nichts zurück. Das ist ein mutiger, im Umschaltspiel sehr gefährlicher und geradliniger Gegner mit hoher Geschwindigkeit. Der Tabellenplatz ist nicht aussagekräftig.“
Derzeit steht der 1. FC Nürnberg mit einem Zähler auch deshalb auf Rang zehn, weil manches unglücklich lief. Gegen den VfL Wolfsburg lag das Team 2:0 vorne: In den letzten 40 Minuten schossen die Gäste in Überzahl noch acht Tore. In der zweiten Partie in Frankfurt führte der FCN lange mit 1:0, doch die Eintracht glich vier Minuten vor dem Ende aus. Angesichts dieser Auftritte sagt Nico Schneck: „Wir sind gewarnt!“ Das dürfte umgekehrt allerdings auch gelten.
Der VfB-Trainer kann personell aus dem Vollen schöpfen, der perfekte Start gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. „Unser Ziel ist jetzt, Konstanz in unsere Leistung zu bringen“, erklärt Nico Schneck.
