Eishockey. Paukenschlag bei den Bietigheim Steelers: Einen Tag vor dem wichtigen sechsten Spiel im Playoff-Halbfinale gegen die Kassel Huskies haben die Ellentäler Coach Alexander Dück mit sofortiger Wirkung freigestellt. Beim Eishockey-Zweitligisten übernimmt der bisherige Co-Trainer Boris Blank.
Entscheidung fällt kurz vor dem letzten Spiel der Playoffs
Diese Mitteilung veröffentlichte der Club am Samstagnachmittag. Vorausgegangen war ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen den Deutsch-Kasachen. „Die Staatsanwaltschaft hat am 30. Januar 2026 gegen einen Trainer einer Eishockey-Mannschaft beim Amtsgericht Besigheim den Erlass eines Strafbefehls beantragt. Dem Trainer wird vorgeworfen, im Oktober 2024 eine Angestellte durch Streicheln am Bein und den Versuch eines Kusses sexuell belästigt zu haben. Weitere Vorwürfe wurden mangels hinreichendem Tatverdacht eingestellt“, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Der SCB hat nun die Reißleine gezogen.
Vorwurf der sexuellen Belästigung
„Die Bietigheim Steelers haben die Vorwürfe der sexuellen Belästigung von Beginn an sehr ernst genommen. Nachdem dem Verein gestern die Informationen zum Strafbefehl bekannt geworden sind, hat die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern entschieden, die sofortige Freistellung auszusprechen“, begründet der Verein auf den Sozialen Medien die Entscheidung.
Der Co-Trainer übernimmt
Anstelle des 45-Jährigen wird nun sein bisheriger Co-Trainer Boris Blank an der Seitenlinie stehen und die letzten Saisonspiele coachen. „Ein sicheres und respektvolles Umfeld hat für die Bietigheim Steelers oberste Priorität – für alle, die Teil dieses Vereins sind“, schreibt der Verein in seinem Post.
Über den weiteren Vorgang im Prozess gegen den Ex-Trainer entscheidet nun das Amtsgericht Besigheim. nb/red

