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„Muss überlegen, was perspektivisch das Richtige ist“

Max Füssenhäuser, U-17-Trainer der Stuttgarter Kickers, spricht über den Derbysieg beim VfB und seinen auslaufenden Vertrag.

stuttgart - Die U17 der Stuttgarter Kickers hat das Stadtderby in der DFB-Nachwuchsliga beim VfB überraschend mit 1:0 gewonnen. Trainer Max Füssenhäuser (30) ordnet den Erfolg ein und spricht auch über seine persönlichen Ziele.

Herr Füssenhäuser, tut so ein Derbysieg beim VfB besonders gut?

Absolut, Stadtderbys gegen den VfB sind immer etwas Besonderes, auch weil die Rahmenbedingungen anders sind als bei anderen Vereinen. Hinzu kamen die Tabellenkonstellation Erster gegen Zweiter und die Kulisse mit 650 Zuschauern.

Hatten Sie sich eine Außenseiterchance ausgerechnet?

Wir haben natürlich gehofft, aber nicht damit gerechnet, dass es ein enges Spiel wird. Umso schöner ist es, dass wir am Ende das Stadtderby gewinnen konnten – mit ein bisschen Spielglück, aber auch nicht unverdient.

Daniel Teufel, der Sportliche Leiter des VfB-NLZ, war früher Ihr Trainer . . .

. . . ja, ich war damals mit 19 Jahren sein Spieler beim FV 09 Nürtingen in der Landesliga. Wir haben bis heute immer wieder Kontakt und ein gutes Verhältnis. Daniel ist stets fair und war einer der Ersten, der mir nach unserem Derbysieg gratuliert hat.

Bereits mit 23 Jahren haben Sie Ihre aktive Karriere bei der SKV Rutesheim beendet. Warum?

Ich hatte Hüftprobleme, in einer Saison mehrere Faserrisse und trainierte parallel dazu die U13/U14 bei den Kickers. Von daher war die Entscheidung ein Mix aus gesundheitlichen Problemen und dem vollen Fokus auf die Trainerkarriere. Hinzu kam die Dreifachbelastung durch meine damalige Arbeit bei Porsche Deutschland in Bietigheim.

Jetzt setzen Sie voll auf die Karte Fußball, und Ihr Vertrag bei den Kickers läuft am Saisonende aus. Wie ist der Stand der Dinge?

Wir sind aktuell in guten Gesprächen, wie es über die laufende Saison hinaus weitergehen soll. Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl bei den Kickers, und ich habe dem Verein auch einiges zu verdanken. Gleichzeitig muss ich für mich überlegen, was perspektivisch das Richtige ist, da ich meine Zukunft zu 100 Prozent im Fußball sehe.

Daniel Jungwirth, der Ex-U-17-Trainer des VfB, wechselte vor der Saison als Chefcoach in die Regionalliga und ist dort mit dem SSV Ulm 1846 weiter sieglos. Wie verfolgen Sie seine Entwicklung?

Ich kann die Situation nur aus der Ferne bewerten und ein Urteil steht mir nicht zu. Selbstverständlich ist es als junger Trainer eine große Herausforderung und Umstellung, vom Jugendbereich in den Aktivenbereich zu wechseln. Durch meine regelmäßige Hospitation bei unserer Profimannschaft kann ich jedoch sagen, dass in einer „Herrenkabine“ oftmals wesentlich vielfältigere Faktoren gefragt sind.

Wie sehen Sie die Verzahnung NLZ/Profiteam bei den Kickers?“

Die Besetzung von Lutz Siebrecht als Geschäftsführer Sport war schon ein klares Signal, er legt viel Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs. Vor dieser Saison kamen in Cheftrainer Holger Bachthaler und Trainerentwickler Wolfgang Geiger zudem zwei Fachleute hinzu, dadurch sind wir noch mal viel enger zusammengerückt. Jeden Montag haben wir eine Sitzung, in der wir die Woche besprechen und uns austauschen, welche Spieler für oben infrage kommen, welche Inhalte angepasst werden müssen. Das braucht Zeit, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

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