War das für eine Energieleistung von Frisch Auf Göppingen: Ohne die verletzten Ymir Gislason, Ole Pregler und Marcel Schiller besiegte der Bundesligist in einem an Spannung nicht zu überbietenden Handballkrimi die Rhein-Neckar Löwen mit 29:28 (15:14).
Die 4446 Zuschauer in der EWS-Arena feierten das junge Team von Trainer Ben Matschke nach dem baden-württembergischen Derby mit Ovationen und sangen ausgelassen: „Die Nummer eins im Land sind wir.“
Es war ein extrem umkämpftes, rassiges, aber auch faires Spiel, in dem die Löwen vor allem aufgrund des überragenden Niederländers Dani Baijens (sieben Tore) beim 22:21 (43.) erstmals in Führung gingen. Sie erhöhten auf 23:21, doch Frisch Auf drehte mit unbändigem Kampfgeist, aber auch mit einer gewissen Reife die Partie. Nach einer der zwölf Paraden des starken Keepers Julian Buchele beim 29:27 20 Sekunden vor Schluss war die hoch emotionale Partie entschieden, da Frisch Auf nochmal in Ballbesitz kam.
Die meisten Tore für Göppingen erzielten Rutger ten Velde (7/4), Elias Newel (6) und Oskar Neudeck (5). „Der Zusammenhalt in unserem Team ist top, wir sind von Verletzungen gebeutelt, aber rücken extrem zusammen“, freue sich Buchele. „Heute war ich der größte Fan meiner Mannschaft. Sie hat mit dieser grandiosen Unterstützung der Fans alles auf dem Feld gelassen, was möglich war“, ergänzte Trainer Ben Matschke.
Die nächsten drei Pflichtspiele muss Frisch Auf auswärts bestreiten: Am 23. September (19 Uhr) im DHB-Pokal beim Zweitligisten HSC 2000 Coburg, am 27. September (15 Uhr) bei der TSV Hannover-Burgdorf und am 3. Oktober (19 Uhr) bei der SG Flensburg-Handewitt.
Aufstellungen
Frisch Auf Göppingen: Buchele (12/2 Paraden), Saeveraas (2 Paraden); Neudeck 5 Tore, ten Velde 7/4, Klöve 3, Beneke, Goßner, Brodbeck, Persson 2, Schiller, Jurmala, Sunnefeldt, Lastro 2, Newel 6, Hanne 4.
Rhein-Neckar Löwen: Jensen (0 Paraden), Späth (13 Paraden); Timmermeister, Nothdurft 3 Tore, Lassen 3, Mierzwa, Steenaerts 4, Steinhauser 4/2, Seesing, Thrastarson 3, Mahe 1/1, Ciudad-Benitez, Jaganjac, Baijens 7, Aspenbäck 1, Kohlbacher 2.

