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Klopps Besuch in der Heimatstadt

Zu Beginn der Woche war der Bundestrainer beim VfB Stuttgart zu Gast. Bei seinem Besuch ging es auch um einzelne Spieler.

Stuttgart - Viel hat der Cheftrainer des VfB Stuttgart in seinen mehr als drei Jahren im Neckarpark bereits erlebt, doch das hier war neu. Für Sebastian Hoeneß gab es am Montag eine Premiere der besonderen Art. Erstmals traf der 44-Jährige den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp persönlich. Denn der stattete dem VfB auf seiner Rundreise zu allen potenziellen Nationalspielern einen Besuch ab. Also schaute der in Stuttgart geborene Klopp auch in seiner Heimatstadt vorbei. Das hat auch bei Hoeneß Eindruck hinterlassen.

„Es war super angenehm. Wir haben über alles Mögliche gesprochen – natürlich hauptsächlich über Fußball, aber auch über andere Themen“, erzählte Hoeneß über sein erstes Treffen mit dem neuen Bundestrainer. Klopp habe sich viel Zeit bei seinem Besuch genommen – und nicht nur für den Trainer.

Denn der 59-Jährige hatte ja vor allem vorbeigeschaut, um näher an seine möglichen Kandidaten für das Nationalteam heranzurücken. An der Seite von Hoeneß hatte Klopp zunächst Teile der Trainingseinheit der Stuttgarter verfolgt. „Danach sind wir über eine Stunde zusammengesessen“, erzählte Hoeneß.

Für Klopp kommen gleich mehrere VfB-Spieler für seine erste Kadernominierung am 17. September infrage. Dann startet er seine Mission beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einem Länderspiel-Viererpack mit den Nations-League-Spielen in den Niederlanden (24. 9.), gegen Griechenland (27. 9.), gegen Serbien (1. 10.) und in Griechenland ( 4. 10.).

Hoffnung, bei diesem Viererpack dabei zu sein, darf sich beim VfB eine ganze Reihe an Spielern machen: Dazu zählen die drei WM-Fahrer Deniz Undav, Jamie Leweling und Angelo Stiller. Außerdem gehören die A-Nationalspieler Maximilian Mittelstädt und Chris Führich, die vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Spiele in den USA, Kanada und Mexiko nicht nominiert wurden, weiterhin zum engeren Kandidatenkreis. Neu auf dem Radar dürfte Klopp zwei U-21-Nationalspieler des VfB haben: Finn Jeltsch und Dzenan Pejcinovic, die als Kandidaten für eine Nominierung gelten. Pejcinovic, der im Sommer für rund 25 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zum VfB gewechselt war, hatte im DFB-Pokal beim 4:0 bei Hansa Rostock mit einem Dreierpack direkt auf sich aufmerksam gemacht. Jeltsch führte bereits die U 21 als Kapitän an.

„Wir haben natürlich über einzelne Spieler und ihre Perspektiven gesprochen“, berichtete Hoeneß. Klopp habe sich auch den einen oder anderen Profi direkt geschnappt, um im Einzelgespräch mit ihnen zu reden. Dass sich Klopp mit vielen seiner Akteure beschäftigt, ist für Hoeneß ein wichtiges Zeichen: „Natürlich freuen wir uns, wenn er direkt vor Ort ist und das Interesse zeigt, mit uns zusammenzuarbeiten. Das ist etwas sehr, sehr Positives.“

Stuttgart ist aber nicht die einzige Station für Klopp, der gerade eine Art Rundtour zu allen Bundesligisten macht. So hatte der Bundestrainer bereits das 1:5 des VfB im Bundesliga-Auftaktspiel beim FC Bayern live verfolgt. Am Sonntagvormittag war er beim Training des FC Bayern zu Besuch, am Nachmittag schaute er sich den 3:1-Sieg des FC Augsburg gegen den FC Schalke 04 an. Außerdem war in dieser Woche noch sein Ex-Verein Mainz 05 an der Reihe – und an diesem Freitag ist Klopp schon wieder in Stuttgart: Er schaut sich das Bundesligaspiel des VfB gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr) live im Stadion an.

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