SportVfB

Großes Zuschauerinteresse am VfB

Der Sender Sky äußert sich zu den häufigen Topspiel-Ansetzungen der Stuttgarter in den kommenden Wochen.

Stuttgart - Ereignisreich war es fast immer, wenn der VfB Stuttgart in den vergangenen Jahren auf Borussia Dortmund traf. Viele Tore, häufige Führungswechsel und gleich zweimal ein 3:3 – da liegt es nahe, dass die Partie der beiden ambitionierten Clubs am Samstag zur Topspiel-Zeit um 18.30 Uhr angepfiffen wird. Der übertragende Sender Sky hat sich für dieses Einzelspiel entschieden, wobei derzeit ein generelles Faible für den VfB auszumachen ist. Im November folgen gleich drei weitere Stuttgarter Bundesliga-Partien am Samstagabend: gegen Werder Bremen, beim FC Schalke 04 und gegen Eintracht Frankfurt.

2009 wurde diese Anstoßzeit zur besseren Vermarktung eingeführt, oft ist es die Partie mit der größten Aufmerksamkeit und den höchsten Einschaltquoten eines Spieltags. Sky hat hier das Auswahlrecht, kann aber nicht völlig frei entscheiden. Zum einen braucht es grünes Licht von Behörden mit Blick auf mögliche Parallelveranstaltungen und Sicherheitskonzepte, zum anderen scheiden Spiele mit Beteiligung einer am Donnerstag international spielenden Mannschaft zur Wahrung der Drei-Tages-Pause aus. Und dann ist da noch das vorgeschriebene Limit von zehn Spielen pro Mannschaft und Saison am Samstagabend, was der FC Bayern und Borussia Dortmund regelmäßig erreichen.

Der VfB ist nun mit bereits vier feststehenden Samstagabend-Spielen auf einem guten Weg in Richtung dieser oberen Grenze – und liegt nicht ohne Grund weit vorne in der Gunst des Senders, der regelmäßig auf Vereine mit einer großen Strahlkraft setzt. Aus redaktioneller Sicht stehe primär die Attraktivität der Paarungen im Vordergrund, teilt Sky auf Nachfrage mit. Relevant sei dabei nicht nur der sportliche Erfolg einer Mannschaft: „Neben den tabellarischen Spitzenspielen zählen insbesondere Begegnungen mit Beteiligung der großen Traditionsvereine mit vielen Fans, wie es der VfB Stuttgart ist, zu den Höhepunkten jeder Bundesliga-Saison.“ Mit den Übertragungen dieser Aufeinandertreffen erreiche man regelmäßig hohe Reichweiten, so der Bezahlsender. Ein Beispiel: Das jüngste Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern (0:0) verfolgten laut Medienmagazin DWDL 1,28 Millionen Zuschauer, Public Viewing und Streaming noch nicht eingeschlossen.

Dass der Rekordmeister aus München in puncto Interesse konstant den Spitzenplatz einnimmt, überrascht nicht wirklich. Allerdings landet auch der VfB regelmäßig im vorderen Drittel der Sky-Quoten. In den vergangenen vier Spielzeiten lagen die Stuttgarter auf den Plätzen sieben (2025/26), vier (2024/25), drei (2023/24) und sieben (2022/23). Dass hierbei Ansetzungen am Samstagabend die Zuschauerzahl tendenziell eher nach oben treiben, liegt auch an der Singularität des Spiels: Anders als zur klassischen Anstoßzeit um 15.30 Uhr finden keine zeitgleichen Bundesliga-Partien statt, was regelmäßig auch neutrale Fans vor die Bildschirme lockt. Und hier sprechen die Zahlen durchaus für eine Attraktivität des VfB Stuttgart über die Landesgrenzen hinaus.

Das wirkt sich auch finanziell aus, allerdings in einem geringen Rahmen. Bei der Verteilung der wichtigen Fernsehgelder bemisst sich die Säule „Interesse“ an der nationalen TV-Reichweite eines Clubs und der Zahl der Vereinsmitglieder, was aber insgesamt nur drei Prozent der Gesamtsumme von 1,12 Milliarden Euro pro Saison ausmacht – also 33,6 Millionen für alle Bundesligisten. Hier winkt dem VfB nun ein etwas größerer Anteil.

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