Sport

Großer Kampf von Frisch Auf bleibt unbelohnt

Wie schon in Bietigheim lässt sich der THW Kiel von einem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und setzt sich in einem hoch intensiven, emotionalen Spiel bei Frisch Auf Göppingen mit 32:31 durch.

  • Göppingens Erik Persson (re.) gab wie das komplette Frisch-Auf-Team alles – es reichte nicht gegen den THW.IMAGO/Eibner

    Göppingens Erik Persson (re.) gab wie das komplette Frisch-Auf-Team alles – es reichte nicht gegen den THW.IMAGO/Eibner

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat dem deutschen Rekordmeister THW Kiel einen großen Kampf geboten – am Ende aber mit 31:32 (15:13) verloren.

Vor den 5100 Zuschauern in der EWS-Arena lag Frisch Auf eine Viertelstunde vor Schluss mit 22:20 vorne. Dann sah Göppingens Rückraumspieler Victor Klöve nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Die  Grün-Weißen, die ohnehin auf ihren verletzten Abwehrchef und Kapitän Ymir Gislason verzichten mussten, verloren für ein paar Minuten die Ordnung im Innenblock, scheiterten zudem immer wieder am in der 26. Minute für Andreas Wolff eingewechselten Gonzalo Perez de Vargas im Kieler Tor.

Jetzt zeigte der abgezockte THW seine ganze Klasse, nutzte seine Chancen eiskalt, drehte mit einem 7:1-Lauf die Partie und ging mit 27:23 in Führung (52.). Dass das kein Zufall ist, zeigt ein Rückblick auf vergangenen Donnerstag: Da lagen die Kieler beim Neuling SG BBM Bietigheim mit 22:24 zurück und siegten mit 36:28.

Diesmal lief es bei weitem nicht so glatt. Frisch Auf gab nie auf, startete mit viel Emotionen eine Aufholjagd, kam aber nicht mehr näher als auf ein Tor heran. „Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, gegen viele Teams hätte diese Leistung zum Sieg gereicht“, sagte Göppingens Coach Ben Matschke.

Die meisten Treffer für den THW erzielte Emil Madsen (7/3), der vor der Pause zeitweise auf Rechtsaußen aushelfen musste, da Lukas Zerbe nach einem Foul Rot sah (20.). Für Frisch Auf trafen Oskar Neudeck (5) und Rutger ten Velde (5/3) am besten. „Wir haben ein paar Dinger nach der Pause zu viel verworfen, schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat“, sagte Neudeck. Die Fans feierten die Mannschaft dennoch nach der Schlusssirene.

Die Rückendeckung kann sie brauchen. Von den nächsten fünf Pflichtspielen finden vier auswärts statt.

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