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Die Beerdigung des Königs geht vor

Im Gästebereich wird es Lücken geben – und auch für VfB-Fans besteht noch die Möglichkeit zum Kauf von Tickets.

Stuttgart - Es ist ein besonderes Spiel für Viking Stavanger. Wenn der amtierende norwegische Fußballmeister am Mittwoch (18.45 Uhr) in der Champions League beim VfB Stuttgart gastiert, kehrt er nach 34 Jahren wieder auf die wichtigste europäische Fußballbühne zurück. 1992 scheiterte man in der ersten Runde der Königsklasse denkbar knapp am FC Barcelona (0:1, 0:0), nun folgt ein neuer Anlauf.

Wie viele Fans das Team nach Deutschland begleiten? Stavanger rechnet mit 500 bis 1500 Anhängern, wie der VfB auf Nachfrage mitteilt. Die genaue Zahl lässt sich noch nicht beziffern, da der Verkauf nach wie vor läuft und die ganze Angelegenheit sehr kurzfristig ist: Lediglich elf Tage liegen zwischen Terminierung und Spiel.

Fest steht aber schon jetzt: Das volle zustehende Kontingent wird Viking nicht ausschöpfen. Dieses liegt bei internationalen Spielen bei fünf Prozent der Gesamtkapazität, was in der Stuttgarter Arena 3000 Plätze bedeutet. Stavanger hat deshalb auf die Sitzplätze im Oberrang verzichtet, die beim VfB für Heimfans in den Verkauf gegangen sind. Auch der Unterrang dürfte nicht ganz voll werden und Lücken aufweisen – hier war aber zur Wahrung der Fantrennung kein Verkauf der freien Plätze an VfB-Fans möglich. Damit wird es Lücken im Gästebereich geben und wohl auch keine Vollauslastung der Arena mit 60.000 Zuschauern.

Dass Stavanger nicht alle zustehenden Tickets abruft, dürfte neben der Kurzfristigkeit noch an einem zweiten Grund liegen: Am Mittwoch, dem Tag des Spiels beim VfB, wird König Harald V. beigesetzt – ein wichtiges Ereignis für das Land, das viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und auch den Fußball in den Hintergrund rücken lässt.

Übrigens: Auch wenn die freien Plätze im Gästeblock nicht in den Verkauf gehen, besteht für VfB-Fans noch die Möglichkeit zum Last-Minute-Kauf von Tickets – allerdings nur für Mitglieder und nur im hochpreisigen Bereich. Dabei dürfte es sich um Rückläufer des Uefa-Kontingents handeln oder aber um Tickets, die andere Mitglieder zum Weiterverkauf eingestellt haben.

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