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Der Tabellenführer ist zu stark

Erste Niederlage für die Frauen des VfB Stuttgart: Der Aufsteiger verliert 0:2 gegen den VfL Wolfsburg – und zeigt dennoch eine couragierte Leistung. „Das Spiel“, sagt Manager Sascha Glass, „sollte uns Mut machen.“

Stuttgart - Jetzt hat es auch die Fußballerinnen des VfB Stuttgart erstmals erwischt: Gegen Tabellenführer VfL Wolfsburg kassierte der Aufsteiger im vierten Spiel seine erste Niederlage. Ein Rückschlag? War es trotzdem nicht. „Es ist eher ärgerlich, denn es war keine klare Sache“, sagte Manager Sascha Glass nach dem 0:2, „wir hatten auch gegen diesen starken Gegner fünf, sechs klare Chancen. Das sollte uns Mut machen.“

Dabei hatte die Partie denkbar schlecht begonnen für den VfB: In der fünften Minute ließ sich Kapitänin Maximiliane Rall an der Mittellinie den Ball abjagen, Innenverteidigerin Luzie Zähringer ging den folgenden Zweikampf gegen Kessya Bussy etwas zu zaghaft an, die Wolfsburgerin war auf und davon. Ihren Pass in die Mitte verwertete Ella Peddemors – es war schon das vierte Saisontor der niederländischen Mittelfeldspielerin. Auch danach blieben die Gäste schneller, wacher und gefährlicher, doch Lara Prasnikar und Peddemors vergaben beste Möglichkeiten. „Wir haben die erste halbe Stunde etwas verschlafen“, sagte VfB-Trainer Nico Schneck, „da waren wir zu mutlos.“ Und trotzdem hätte die Partie kippen können.

40 Minuten lang hatte der VfB große Mühe gehabt, sich viele Fehler im Spielaufbau geleistet, vorne zu wenige Bälle festgemacht, kaum Aktionen in der gegnerischen Hälfte hinbekommen. Doch danach folgte vor den 3820 Fans eine beeindruckend starke Phase. Kurz vor der Pause vergaben erst Nicole Billa (40.) und Greta Stegemann (41.) aus guter Position, dann scheiterte Nicole Billa mit einem Schuss von der Strafraumkante an der Latte (42.). Und schließlich ging ein Schuss von Chantal Hagel knapp drüber (45.). „Wir sind denkbar ungünstig gestartet, da war uns Wolfsburg klar überlegen“, sagte Maximiliane Rall, „danach haben wir leider unsere Möglichkeiten nicht genutzt.“ Ähnlich lief die zweite Hälfte.

Der VfB hatte durch einen Kopfball von Maximiliane Rall (57.) und Greta Stegemann (59.), deren Schuss am Außennetz landete, zwei Gelegenheiten – und besiegte sich danach durch den zweiten individuellen Fehler selbst. Greta Stegemann verlor bei einem Dribbling im eigenen Strafraum den Ball, die eingewechselte Cora Zicai machte das 0:2.

In der Schlussphase drückte der VfB noch einmal, doch die Wolfsburger Torhüterin Stina Johannes rettete glänzend gegen Verena Wieder (89.) und bei einem Kopfball von Julia Mickenhagen (90.). „Körperlich war der VfL sehr präsent, und trotzdem hatten wir unsere Chancen“, sagte VfB-Regisseurin Dafina Redzepi, „diese Niederlage haut uns nicht um. Wir kommen wieder!“ Vielleicht ja schon am Montag, 21. September. Dann geht es zu Werder Bremen.

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