EishockeySportaufmacher 2

Die Bietigheim Steelers haben das vierte Match gegen die Ravensburg Towerstars knapp mit 3:4 verloren. Damit steht die Serie wieder ausgeglichen.

  • In dieser Szene hat Jack Dugan (rechts) die Nase zwar vorne, am Ende müssen sich die Bietigheim Steelers den Ravensburgern aber in der Verlängerung geschlagen geben. Foto: Baumann

    In dieser Szene hat Jack Dugan (rechts) die Nase zwar vorne, am Ende müssen sich die Bietigheim Steelers den Ravensburgern aber in der Verlängerung geschlagen geben. Foto: Baumann

Nächster Overtime-Krimi im Playoff-Viertelfinale

Die Bietigheim Steelers haben Spiel vier der Viertelfinalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 gegen Ravensburg mit 3:4 in der Verlängerung verloren. Damit steht es wieder Unentschieden.

Bietigheim dominiert eine turbulente Anfangsphase bis zum Ausgleich

Gästekeeper Ilya Sharipov hatte gleich vom Eröffnungsbully weg viel zu tun. In der Anfangsphase fanden die Gäste nicht aufs Eis, Kemp ließ nach etwas mehr als drei Minuten das Eins-gegen-Eins gegen den Schlussmann noch liegen. Keine Minute später machte es der bisherige Mann der Serie, Cole Fonstad, besser. Er verwertete geistesgegenwärtig einen abgeblockten Schuss von Pawel Dronia am zweiten Pfosten zur frühen 1:0-Führung. Nur zwei Zeigerumdrehungen später hatte der Kanadier gleich zwei Mal die Chance auf den Doppelschlag. Einmal verfehlte er jedoch das Netz, einmal sogar gleich die Scheibe beim Schussversuch.

Mit dieser Schlagzahl ging es im restlichen ersten Abschnitt weiter. Ravensburg bekam kaum den Schlittschuh aufs Eis und konnte sich nie wirklich im gegnerischen Drittel festsetzen. Wenn doch mal ein Abschluss durch die gut gestaffelte Defensive kam, war Olafr Schmidt im Kasten zur Stelle. Mit dem Powerbreak stellte Gäste-Coach Bo Subr seine Männer dann aber besser ein und mit der ersten richtigen Chance kam der ERV aus dem Nichts zum Ausgleich. Ein Durchbruch von Erik Karlsson über die linke Seite wurde nicht rechtzeitig unterbunden und den Querpass vor das Tor verwertete Robbie Czarnik mit einem kurzen Kontakt (13. Minute).

Die Steelers, die nach dem Monster-Start nun schläfrig wirkten, hatten rund 60 Sekunden vor Schluss Alu-Pech, als Filip Reisnecker sein herrliches Solo nicht vollenden konnte und nur den Pfosten traf. Mit ausgeglichenen Kräfteverhältnissen ging es ins zweite Drittel, wo Pawel Dronia plötzlich auf seine alten Tage zum Center mutierte, denn einen Schlagschuss von der blauen Linie von Jack Dugan fälschte der Deutsch-Pole direkt vor Sharipov im Stile eines Mittelstürmers unhaltbar zum 2:1 ab (26.).

Davon angetrieben waren die Steelers wieder die bessere Mannschaft, Alexander Preibisch verpasste nach 32 Minuten noch selbst im Slot das 3:1, legte dann wenige Momente später aber für Reisnecker auf. Der mitgelaufene Deutsch-Tscheche nagelte das Hartgummi erbarmungslos in die Maschen. Reisnecker hatte nur zwei Minuten später erneut die Chance in einer baugleichen Szene auf das vierte SCB-Tor, scheiterte aber am hechtenden Sharipov.

Ravensburg trifft erneut in einer Drangphase der Steelers

Doch wie schon im ersten Drittel schlugen die Gäste aus dem Nichts zurück. Dieses Mal nutzten die Oberschwaben das Gewusel nach einem Bully vor Schmidt aus. Der Versuch von Karlsson wurde noch entscheidend abgefälscht, sodass der Puck über die Fanghand des Schlussmanns hinweg ins lange Eck flog. Und wo die Steelers noch am Sonntag vier der fünf Tore im Powerplay erzielt hatten, waren es kurz nach der zweiten Drittelpause die Gäste, die mit einem Mann mehr auf dem Eis zuschlugen. Ein Distanzschuss von Nickolas Latta flog durch Freund und Feind hindurch zum 3:3 in die Maschen (44.).

Die Hausherren waren in der Rückwärtsbewegung nun zu langsam und zu nachlässig. So musste Schlussmann Olafr Schmidt gleich mehrfach gegen Czarnik, Karlsson und Co. entschärfen. 13 Minuten vor Schluss wurde McNeely von den Schiedsrichtern mit einer Zwei-plus-Zwei-Minuten-Strafe auf die Strafbank geschickt. Dort hatten die Ellentäler Glück, dass ein Distanzschuss nur an die Latte knallte (51.). Abgesehen von dieser heftigen Delle im Gestänge überlebten sie die Unterzahl aber schadlos.

Vier Minuten vor Schluss war der Kanadier gleich wieder im Fokus, als er abseits der Scheibe den Schläger von Mark Rassell in die Magengrube kassierte. Nach Ansicht der Videobilder war Rassells Arbeitstag allerdings nicht beendet. Der Stürmer der Gäste kam mit einer Zwei-Minuten-Strafe glimpflich davon. Aber auch die bisher so starke SCB-Powerplay-Reihe verpasste hier den Siegtreffer, wodurch es am Ende in die Overtime geht.

Beide Teams haben in der Overtime gute Chancen für den Siegtreffer

Dort knallte nach 90 Sekunden Ravensburgs Thomas Reichel die Scheibe per One-Timer erst an die Latte – Glück für die Ellentäler. Auf der Gegenseite traf Dugan nach zehn Minuten nur den Pfosten. Doch in der 71. Minute dann die Entscheidung. Ein Distanzschuss kam mitten hinein ins Getümmel. Die erste Verlängerung trudelte noch auf der Linie, dort stand allerdings Alec Ahlroth, der den Puck zum 4:3-Siegtor rüberschob und die Serie wieder zum 2:2 ausglich. nb

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