Stuttgart - Die Dynamik des Deadline Day hat den VfB Stuttgart voll erfasst. Den ganzen Dienstag über gab es Einschätzungen zu Jamie Leweling, Bilal El Khannouss und Josha Vagnoman, doch am Abend stand ein anderer Spieler im Fokus: Chema Andrés. Den Mittelfeldspieler zieht es auf die britischen Inseln. Brighton Hove & Albion dürfte der neue Arbeitgeber des 21-jährigen Spaniers werden. Der englische Premier-League-Club zahlt angeblich eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro für Chema.
Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der Transfer aber noch nicht bestätigt. Der Medizincheck stand noch aus und letzte Formalitäten mussten noch bis Mitternacht erledigt werden. Denn die Wechselfrist in England lief bis dahin. Offenbar wussten die VfB-Verantwortlichen schon seit ein paar Tagen von dem möglichen Wechsel. Und natürlich ging es dabei ums Geld.
Der VfB hatte vor einem Jahr etwa fünf Millionen Euro für Chema bezahlt, der aus der Nachwuchsakademie von Real Madrid stammt. Die Königlichen verfügen auch über eine Weiterverkaufsbeteiligung für den Juniorennationalspieler. Weshalb bei den Stuttgartern wohl nur 16 Millionen Euro hängen bleiben werden. Allerdings haben sich die Stuttgarter nun ihrerseits eine Weiterverkaufsbeteiligung gesichert.
Sportlich hatte sich Chema auf Anhieb in Deutschland gut zurechtgefunden. Anfangs verdrängte er dabei sogar den damaligen VfB-Kapitän Atakan Karazor – und die Zukunft im zentralen Mittelfeld schien dem ballsicheren Talent zu gehören. Nun bleiben dem VfB auf der Sechserposition neben Angelo Stiller und Grischa Prömel noch Karazor und Nikolas Nartey. Zudem gibt es noch das Eigengewächs Yanik Spalt.
