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BVB zwischen Transferstress und Pokalpflicht

An diesem Dienstag schließt das Transferfenster – und der Fußball-Bundesligist muss schnell Ersatz für Giannis Konstantelias finden.

Dortmund - Viel Zeit, um den Verletzungsschock von Giannis Konstantelias zu verdauen, hatten die Verantwortlichen von Borussia Dortmund nicht. Trainer Niko Kovac musste seine Mannschaft auf die Pflichtaufgabe an diesem Dienstag im DFB-Pokal beim Hamburger Fünftligisten HEBC (20.45 Uhr/RTL) einstellen, die Kaderplaner um Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportchef Ole Book gleichzeitig mit Hochdruck nach einem Ersatz für den mit einem Kreuzbandriss lange ausfallenden Griechen suchen. Deadline: dieser Dienstagabend.

„Wir haben einige Eisen im Feuer, und jetzt muss man gucken, welches am besten geschmiedet werden kann“, sagte Kovac am Montagmittag. Ricken und Book würden deshalb auch nicht mit nach Hamburg reisen, sondern „weiterhin fleißig arbeiten, weil es ist verdammt wenig Zeit. Da muss ja alles passen.“

Nur zwei Tage blieben nach der endgültigen Diagnose am Sonntagabend, um den Markt bis zum Transferschluss um 20 Uhr zu sondieren. In den Medien wurde fleißig spekuliert, als externe Kandidaten wurden Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim), Ethan Nwaneri (FC Arsenal) sowie die vertragslosen Reiss Nelson und Jadon Sancho ins Spiel gebracht. Sogar mit Ex-VfB-Profi Nick Woltemade (Newcastle United), den Book einst per Leihe aus Bremen nach Elversberg geholt hatte, soll sich der BVB beschäftigt haben.

„Wie immer, ich kommentiere keine Namen, und es macht auch keinen Sinn“, sagte Kovac explizit angesprochen auf Ex-BVB-Juwel Sancho. Er sei „mit der Mannschaft, die wir im Moment haben, sehr zufrieden“ – auch eine interne Lösung sei möglich: „Es gibt mehrere Spieler, die diese Position bekleiden können. Aber trotzdem sind wir nicht blauäugig und schauen, ob wir noch etwas dazuaddieren können.“

Er selbst konzentriere sich auf das Sportliche, drei Tage nach dem 2:0-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV werde er im Volksparkstadion „dem ein oder anderen die Chance geben“. Im Tor wird Alexander Meyer anstelle von Gregor Kobel beginnen, sagte Kovac.

Wie lange Konstantelias ausfallen wird, konnte Kovac nicht sagen. Der Grieche habe „gefasst“ auf seine bittere Diagnose reagiert. „Er ist enttäuscht, Südländer, sehr emotional natürlich. Aber er kommt stärker wieder. Davon ist er überzeugt, davon sind wir überzeugt“, sagte Kovac.

Mitgelitten hatte am Samstag auch Club-Ikone Mats Hummels. „Wir haben gedacht: ‚Das kann nicht sein‘“, sagte der Weltmeister. Und dennoch: Die Mannschaft sei auch ohne Konstantelias noch „gespickt mit Weltklasse-Talenten“ – etwa Konstantinos Karetsas und Joane Gadou. „Das ist eine furchtbar spannende Mannschaft – und genau das, was den BVB immer ausgemacht hat“, sagte Hummels.

Und vielleicht zaubern Ricken und Book ja noch einen weiteren solchen Spieler aus dem Hut. Viel Zeit bleibt nicht.

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