SportVfB

3:3 – VfB-Frauen zeigen tolle Moral

Den zwei Siegen zum Saisonauftakt folgt eine Punkteteilung beim 1. FC Nürnberg – nach Rückstand und mit zwei Billa-Toren.

Nürnberg - Nach dem Schlusspfiff wussten die Fußballerinnen des VfB Stuttgart nicht, ob sie sich freuen oder ärgern sollten, ob Jubel angezeigt war oder doch eher Frust. Einige sanken zu Boden, einige schüttelten den Kopf – ehe der Aufsteiger für das 3:3-Remis beim 1. FC Nürnberg von den mitgereisten Fans gefeiert wurde. Schließlich hatte das Team mit großem Einsatzwillen einen 0:2-Rückstand egalisiert und war auch nach dem 2:3 noch einmal zurückgekommen. Nicole Billa wendete mit ihrem zweiten Treffer in der 90. Minute die Niederlage ab. „Es war auf jeden Fall ein gewonnener Punkt“, sagte Trainer Nico Schneck, „meine Mannschaft hat nach der ersten Hälfte, die nicht gut war, eine unglaubliche Moral bewiesen.“

Die Gäste hatten, gestärkt durch die 2:1-Siege bei der TSG Hoffenheim und gegen den Hamburger SV, flott begonnen, dann aber den 1. FC Nürnberg ins Spiel kommen lassen. Zunächst traf Nastassja Lein nur das Lattenkreuz, anschließend unterlief VfB-Verteidigerin Luzie Zähringer ein Handspiel. Emöke Papai verwandelte den Strafstoß sicher (26.). Auch danach blieb der Club das gefährlichere Team, doch VfB-Torhüterin Laura Giuliani lenkte einen Schuss von Louna Lapassouse an den Außenpfosten (45.). Nach dem Wechsel stand Papai völlig frei am Fünfmeterraum, traf per Kopf zum 2:0 (48.). Die Entscheidung? Von wegen!

Wie schon gegen Hoffenheim und den HSV, als der VfB einen 0:1-Rückstand drehte, zeigte der Aufsteiger seine Widerstandskraft. Nachdem Torhüterin Lordes Romero die VfB-Angreiferin Mira Arouna von den Beinen geholt hatte, verwandelte Nicole Billa den Elfmeter (56.). Kurz drauf köpfte Maximiliane Rall nach einer Ecke von Dafina Redzepi den 2:2-Ausgleich – es war das dritte Auswärtstor der VfB-Kapitänin. Danach hatte der Neuling das Momentum auf seiner Seite, doch Lourdes Romero lenkte einen Fernschuss von Adriana Achcinska an den Außenpfosten. Und es kam noch bitterer.

Nach einem Zweikampf in der Nürnberger Hälfte ging Nicole Billa zu Boden und blieb liegen. „Sie wird klar mit dem Ellenbogen am Kopf getroffen“, schimpfte Nico Schneck. Stattdessen gab es Freistoß für die Gastgeberinnen, die schnell ausführten und die VfB-Abwehr überraschten. Das 2:3 durch Fany Proniez (84.) war die Folge. Geschlagen gab sich der Aufsteiger aber immer noch nicht. Nach einem tollen Pass von Rall glich Billa erneut aus (90.). „Sie hat ein super Spiel gemacht“, lobte der VfB-Coach seine Torjägerin, „wir haben uns vor der Pause den Schneid abkaufen lassen, doch mit der Leistung ab der 49. Minute war ich sehr zufrieden. Für uns zählt jeder Punkt!“

Datenschutz-Einstellungen