Vaihingen/Ulm (red). Seit knapp 200 Jahren versorgt unsere Lokalzeitung Leser in und um Vaihingen mit Nachrichten aus der Heimat. Nun machen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft: Der Verlag der Vaihinger Kreiszeitung, die Dr. Wimmershof GmbH + Co. KG, ist von der Südwest Presse Neckar-Alb GmbH & Co. KG übernommen worden. Das Unternehmen ist eine Tochter der Neuen Pressegesellschaft (NPG) mit Sitz in Ulm, die unter anderem die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung, die Südwest Presse, aber auch die Märkische Oderzeitung und Lausitzer Rundschau in Brandenburg herausgibt.
Tim Hager ist neuer Geschäftsführer
Der bisherige Geschäftsführer der VKZ, Hartmut Villinger, legt am 5. Mai 2026 sein Amt nieder. Neuer Geschäftsführer wird Tim Hager, Geschäftsführer der Südwest Presse Neckar-Alb.
„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der Neue Pressegesellschaft einen Partner gefunden haben, der die Werte unseres Hauses teilt und die Zukunft des Verlags nachhaltig sichern kann“, sagt Hartmut Villinger über den Verkauf des Verlags. Die Verlegerfamilie Villinger aus Waiblingen hatte 1987 eine Mehrheitsbeteiligung an der VKZ erworben und 2005 alle Anteile am Verlag übernommen.
„Mit der Übernahme der Vaihinger Kreiszeitung setzen wir unseren strategischen Wachstumskurs konsequent fort und erweitern unser Portfolio sinnvoll in einer Region, die hervorragend zu unserem bestehenden Verbreitungsgebiet passt“, erklärt Andreas Simmet, Vorsitzender der Geschäftsführung der NPG. „Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, die lokale Identität und journalistische Stärke des Verlags zu bewahren und weiter auszubauen.“
Die Integration der Vaihinger Kreiszeitung in den neuen Verlag erfolgt nach Angaben der NPG schrittweise und eng in Abstimmung mit den Mitarbeitenden vor Ort. Leserinnen und Leser dürfen sich weiterhin auf eine qualitativ hochwertige Berichterstattung aus ihrer Region auf allen Kanälen – gedruckt wie online – verlassen.
Hauptaugenmerk ist das Lokale
Aktuell hat die VKZ eine verkaufte Auflage von rund 6000 Exemplaren täglich. Sie bezieht bereits seit 1974 den überregionalen Mantelteil von den Stuttgarter Nachrichten, die seit 2025 ebenfalls Teil, der Neuen Pressegesellschaft sind.
Das Hauptaugenmerk liegt schon immer auf der lokalen Berichterstattung aus den Kommunen Vaihingen, Oberriexingen, Sersheim, Eberdingen, Illingen und den Kirbachtalorten (Sachsenheim). „Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, versichert VKZ-Verlagsleiter Volker Blessing. Zum Verlagsprogramm gehört seit vielen Jahren das „Wochenblatt + Sachsenheim Post“, integriert darin ist das „Amtsblatt der Stadt Vaihingen“.
Politisch ist das Verbreitungsgebiet der Vaihinger Kreiszeitung seit Jahrzehnten geteilt: Mit der Kreisreform 1972/73 wurde der frühere Landkreis Vaihingen aufgelöst und ging teils im Enzkreis, teils im Landkreis Ludwigsburg auf. Gewachsene Verbindungen zwischen dem badischen und württembergischen Landesteil sind damit aber nicht abgerissen. So hat der allererste Zeitungstitel „Grenz-Bote, Amts- und Intelligenzblatt für die Oberämter Vaihingen und Maulbronn“ immer noch Gültigkeit, auch wenn er später in „Der Enz-Bote“ und 1968 in „Vaihinger Kreiszeitung“ geändert wurde.
Unter dem Dach des Verlagshauses ist seit 1976 außerdem das VKZ-Reisebüro angesiedelt.

