Mühlacker (p). Die Stadt Mühlacker hat in den vergangenen Tagen vermehrt Meldungen über den Befall von Eichenprozessionsspinnern sowie über damit einhergehende Beschwerden bei Einwohnerinnen und Einwohnern erhalten. Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, gebe es Anzeichen, dass die Ausbreitung der Raupe in diesem Jahr in ganz Deutschland sehr hoch sei. Ähnliche Meldungen hatte es zuletzt aus Sachsenheim und Sersheim gegeben.
Die 170 städtischen Eichen, die im Baumkataster Mühlacker erfasst sind, werden laut Stadtverwaltung einmal jährlich auf Befall kontrolliert. Werde ein Nest entdeckt oder bei der Stadtverwaltung gemeldet, werde dieses schnellstmöglich entfernt. Eine effektive Bekämpfung des Befalls innerhalb des städtischen Forstes sei dagegen nur schwer möglich.
Haare verursachen Beschwerden
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sammeln sich tagsüber in Nestern, sogenannten Gespinsten, die oft am Stamm oder der Unterseite von Ästen hängen. Ab dem dritten Larvenstadium im Zeitraum Mai oder Juni entwickeln die Raupen Brennhaare, die bei Kontakt Hautreizungen und Atembeschwerden hervorrufen können. Diese Härchen können sich durch Wind auch im Umfeld der Nester ausbreiten.
Erhöhte Aufmerksamkeit im Wald
Spaziergängerinnen und -gänger in Waldgebieten sollten daher erhöhte Aufmerksamkeit zeigen und Hautbereiche, wie an Armen, Beinen, Hals und Nacken, nach Möglichkeit bedecken. Sollten Gespinste in den Bäumen entdeckt werden, sollte das Gebiet gemieden werden. In keinem Fall dürften Raupen oder Nester berührt werden, eine Entfernung sei unbedingt Fachleuten zu überlassen.
Sollte es zu einem Kontakt gekommen sein, werde ein schnellstmöglicher Kleiderwechsel sowie eine Waschung des gesamten Körpers empfohlen, um eine weitere Kontamination mit den Härchen zu vermeiden.

