Enzkreis (p). Wie das Polizeipräsidium Pforzheim mitteilt, unterhielt der Mann nach derzeitigem Ermittlungsstand zunächst über einen Messenger Kontakt zu einer Frau, die ihm intime Videos und Fotos gegen Bezahlung übersandte. Im Anschluss wurde der 25-Jährige aufgefordert, selbst ein intimes Foto zu übersenden. Daraufhin wurde er allerdings mit eben diesem Bild erpresst; unbekannte Täter forderten Geld. Sollte sich der Mann weigern, würde das Foto veröffentlicht. Letztlich nahm der junge Mann Zahlungen in Höhe von rund 1800 Euro vor.
Im vergangenen Jahr hat die Polizei zwei Fälle aus Pforzheim gemeldet, bei denen Männern mit Nacktfotos beziehungsweise intimen Bildern erpresst wurden.
Das rät die Polizei
Wie sollte man reagieren, wenn man mit intimen Inhalten erpresst wird? Das sagt die Polizei: Es sollte kein Geld überwiesen werden. Denn nach der Zahlung hören Täterinnen und Täter meist nicht auf, stattdessen erpressen sie ihre Opfer weiter. Zudem sollte direkt Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Die Betroffenen sollten den Kontakt zu den Täterinnen und Tätern abbrechen und auch nicht auf weitere Kontaktaufnahmen reagieren. Wichtig sei zudem, Beweise zu sammeln: Chatverläufe und Nachrichten sollten per Screenshot gesichert werden. Weitere Tipps gibt es auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de und dem Schlagwort „Sextortion“.

