Pforzheim (p). Im Rahmen einer mehrtägigen Fortbildung der Polizeihochschule zum Thema „Drogenerkennung im Straßenverkehr“ hat das Polizeipräsidium Pforzheim am Dienstag zwischen 10.30 und 17.30 Uhr eine Kontrollstelle auf dem Pendlerparkplatz in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Nord eingerichtet. Ziel des Einsatzes sei es gewesen, die theoretischen Inhalte des Seminars unter professioneller Anleitung in die Praxis umzusetzen.
Rund 70 Beamte verschiedener Polizeipräsidien kontrollierten hierbei fast 100 Personen und mehr als 50 Fahrzeuge. Der Fokus lag auf der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer. Wegen konkreter Verdachtsmomente hinsichtlich Drogenbeeinflussung ordneten die Beamten in 17 Fällen eine Blutentnahme an. Diese wurden direkt vor Ort von einem Arzt vorgenommen.
Die Beamten leiteten in der Folge insgesamt 13 Verfahren wegen des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss sowie vier Strafanzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr infolge von Rauschmitteln ein. Zudem wurden sechs allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Auch der Konsum von Alkohol führte zu Konsequenzen, als ein Fahrer mit einem Wert von etwa 0,8 Promille gestoppt wurde. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.
Über die Rauschmittelthematik hinaus stellten die Einsatzkräfte weitere Verstöße wie beispielsweise Mängel bei der Ladungssicherung fest. In einem Fall war die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erloschen. Besonders dreist agierte ein kontrollierter Fahrer: Er versuchte, durch den Einsatz von synthetischem Urin zu täuschen, was jedoch rechtzeitig erkannt wurde.

