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Feuerwehr fängt eine vom Böllerknall verschreckte Hündin ein

Für die Wiernsheimer Wehrleute endet mit dem Silvestereinsatz ein tierisches Jahr.

  • Die kleine Hündin lugt vorsichtig heraus.

    Die kleine Hündin lugt vorsichtig heraus.

  • Die Feuerwehr beim Einfangen der Hündin am Silvestertag. Fotos: Feuerwehr Wiernsheim

    Die Feuerwehr beim Einfangen der Hündin am Silvestertag. Fotos: Feuerwehr Wiernsheim

Wiernsheim (p). Am Vormittag des 31. Dezember ist die Freiwillige Feuerwehr Wiernsheim zu einem silvestertypischen Einsatz gerufen worden. Beim Gassigehen hatte sich eine Hündin vor einem Böller so erschreckt, dass sie sich losriss und in einem Abflussrohr unter der Zufahrt zum Wiernsheimer Bauhof versteckte. Ein Mitarbeiter der Wasserversorgung traf auf die verzweifelte Hundehalterin und verständigte auf dem kurzen Dienstweg die Feuerwehr. Die rückte mit dem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug an und machte sich ein Bild von der Lage. Das Tier hockte in geringer Entfernung von einem der beiden Ausgänge im Rohr, ließ sich aber angesichts der Böllerei auch durch Leckerli nicht ins Freie locken. Also ließ die Feuerwehr eine Druckluftflasche am anderen Ende des Rohrs ein paar Mal zischen, was die Hündin dazu bewog, erneut zu flüchten. Sie lugte zunächst sehr vorsichtig aus dem Rohr und jagte dann in ein benachbartes Gebüsch. Dieses war zum Glück auf zwei Seiten von einem Zaun begrenzt, sodass die Hundehalterin ihren Liebling nach kurzer Suche unbeschadet in die Arme schließen und wieder anleinen konnte, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr. Schon in den Monaten zuvor hatte die Wiernsheimer Feuerwehr ungewöhnlich viele tierische Einsätze im Jahr 2023 hinter sich. Schlangenfunde im Sommer – darunter eine Kornnatter in Wiernsheim und eine vermeintliche Kreuzotter in Iptingen – ein aus dem Nest gefallener Turmfalke, eine im gekippten Fenster eingeklemmte Katze und ein im heißen Auto eingeschlossener Hund hatten mehrmals das Eingreifen der Feuerwehr notwendig gemacht. Nur der letzte Einsatz im Jahr 2023 verlangte der Feuerwehr nicht mehr viel ab. Wegen eines gemeldeten Kellerbrands mitten im Wiernsheim Ortskern löste die Integrierte Leitstelle an Silvester um 15.39 Uhr Großalarm aus. Unter anderem sechs Löschfahrzeuge und zwei Drehleitern wurden in Marsch gesetzt, um der vermeintlichen Feuersbrunst Herr zu werden. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass lediglich ein wenig Abluft von der Heizungsanlage in einem größeren Neubau nach draußen strömte, von schwarzem Rauch aber keine Rede sein konnte – zumindest nicht mehr. Darum war für die eine Hälfte der Kräfte bereits auf der Anfahrt wieder Einsatzabbruch, für die an Ort und Stelle eingetroffenen einige Minuten später.

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