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Ein klares Votum für Jürgen Scholz

Bei der Bürgermeisterwahl in Sersheim entfallen 90,11 Prozent der Stimmen auf den Amtsinhaber – Wahlbeteiligung bei 32,47 Prozent

  • Punkt 18 Uhr begann im Rathaus das Auszählen der Stimmen, das dort nur zwölf Minuten dauerte.

    Punkt 18 Uhr begann im Rathaus das Auszählen der Stimmen, das dort nur zwölf Minuten dauerte.

  • Der Gemeindewahlausschuss gab das Ergebnis nach der Auszählung der Stimmen bekannt.

    Der Gemeindewahlausschuss gab das Ergebnis nach der Auszählung der Stimmen bekannt.

  • Stimmabgabe im Wahllokal Bürgersaal.

    Stimmabgabe im Wahllokal Bürgersaal.

  • Sieghard Geske (links), Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, gratuliert Jürgen Scholz und Ehefrau Margit.  Fotos: Rostek/Elsässer

    Sieghard Geske (links), Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, gratuliert Jürgen Scholz und Ehefrau Margit. Fotos: Rostek/Elsässer

Am Ende ballte Jürgen Scholz kurz die Faust und umarmte seine Frau Margit. Bei der Sersheimer Bürgermeisterwahl wurde der Schultes mit 90,11 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Herausforderer Ulrich Raisch kam auf 6,79 Prozent, die Wahlbeteiligung lag bei 32,47 Prozent.

Es war kurz vor 19 Uhr, als Sieghard Geske, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Gemeindewahlaussschusses, das Ergebnis bekannt gab. Dieses nahm Jürgen Scholz, der nun in seine vierte Amtszeit in Sersheim gehen kann, mit Zufriedenheit zur Kenntnis: „Dass es mehr als 90 Prozent geworden sind, ist ein tolles Ergebnis“, freute er sich. Freude herrschte derweil auch bei Dauerkandidat Ulrich Raisch aus Stuttgart. Die 90 Stimmen, die für ihn abgegeben wurden, bezeichnete er als persönlichen Erfolg. „Das ist für mich das zweitbeste Wahlergebnis in meiner Bürgermeisterwahl-Karriere.“

Von den 4182 Wahlberechtigten gingen 1358 an die Urne. Insgesamt wurden 1325 gültige und 33 ungültige Stimmen abgegeben. Auf den Amtshinhaber entfielen 1194 Stimmen, auf den Herausforderer 90. Bei den sonstigen genannten Namen wollte einer Hape Kerkeling als Bürgermeister haben, einer wählte Scholz’ Ehefrau Margit.

Der neue und alte Rathauschef zeigte sich nicht nur mit seinem Wahlergebnis zufrieden. „Vor allem freue ich mich riesig über die Wahlbeteiligung. Auf meiner Facebookseite habe ich 20 plus als Zielvorgabe geschrieben“, sagte Scholz im Gespräch mit der VKZ. Ob er Mitbewerber Ulrich Raisch als ernstzunehmenden Konkurrenten gesehen hat, beantwortete er nicht direkt. „Ich respektiere seinen Einsatz, aber seine Motivation erschließt sich mir nach wie vor nicht“, sagte Scholz weiter. Für den 53-Jährigen geht damit sein „persönliches Superwahljahr“ zu Ende. Nach der Wahl zum Präsidenten des Württembergischen Leichathletikverbandes (WLV) und der Kreistagswahl war die Bürgermeisterwahl das i-Tüpfelchen.

Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch, der die Bekanntgabe des Ergebnisses vor Ort verfolgte, gratulierte Scholz. „Er kann rundum zufrieden sein. Das ist eine tolle Bestätigung seiner Arbeit.“ Zu den ersten Gratulanten zählten auch CDU-Bundestagsabgeordneter Steffen Bilger mit Gattin Isabell, Bürgermeister Werner Somlai aus Oberriexingen sowie sein Eberdinger Amtskollege Peter Schäfer. Dieser klopfte Scholz auf die Schulter und sagte: „Weiter so, behalt’ die Freude!“

Für Scholz, der – wie seine Frau Margit verriet – lieber mit Cola als mit Sekt auf Erfolge anstößt, geht es nun in die vierte Amtszeit als Bürgermeister von Sersheim. Die Frage, ob er danach nochmal kandidieren wird, leitete er gestern an seine Frau weiter. Ihre Antwort war kurz und eindeutig. „Nein, nein, nein“, sagte sie. „Ich denke, es ist dann genug. Er macht noch so viel nebenher. Es würde ihm also nicht langweilig werden.“

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