So muss Konfirmandenunterricht aussehen: Rund 450 Zuschauer – darunter zahlreiche Konfirmanden aus dem Kirchenbezirk Vaihingen – hatten am Samstagabend ihren Spaß bei dem Musikspektakel „music & message“. Organisiert hatte die Veranstaltung einmal mehr die evangelische Kirchengemeinde Sersheim in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bezirksjugendwerk Vaihingen.
Mit Musik die jungen Leute zum Glauben bewegen und ihren Glauben verstärken – das ist die Intention der Veranstaltung, die in Sersheim schon eine jahrelange Tradition genießt. Das Konzept geht auf: Vier Rockbands mit christlichem Hintergrund singen Lieder über den Glauben, es wird gebetet, über die Nähe zu Gott gesprochen und natürlich kräftig abgerockt.
„Unsere Zielgruppe sind Konfirmanden und junge Erwachsene im Alter von 13 bis etwa 21 Jahren“, sagt Stefan „Jischi“ Abele vom Leitungsteam der Veranstalter. „Wir wollen den Kids, die der Meinung sind, dass der Glauben nur das Stillsitzen auf harten Bänken in der Kirche ist, zeigen, dass es da auch noch etwas anderes gibt.“ Und mit der Musik ist die Zielgruppe schnell hinter dem Ofen vorzulocken. Allerdings dürfen bei „music & message“ nur christliche Bands auftreten, die zu ihrem Glauben stehen und während ihres Auftritts auch über den Glauben sprechen.
Den Anfang machte die Band Normal ist Anders. Die vier Jungs kommen aus dem Sauerland und haben ein ganz eigenes Musikkonzept, das aus einer Mischung aus Electro Rock, Crossover und Alternativ besteht. Mit ihren deutschen Texten regen sie das Publikum nicht nur zum Tanzen, sondern auch zum Nachdenken an. Die drei jungen Männer von My Glorius bestehen aus zwei Österreichern und einem Briten. Mit ihrem melodischen Indierock heizten sie dem Publikum ordentlich ein. WarumLila hieß die dritte Formation des Abends, die aus Minden stammt und vor allem Rock- und Popmusik spielte. Noch während die Band ihre Zugabe spielte tauchte mit My little Rockstar Dream eine Überraschungsband auf, mit der nicht einmal die Veranstalter gerechnet haben. Sie waren in der Nähe bei einem Konzert und durften in Sersheim drei Lieder vortragen, bevor die Niederländer Draw the Parade auf die Bühne stürmte. Insider kennen die Gruppe, die sich 2012 neu formiert hatte, noch unter dem Namen Make up your Mind.
Für die Message sorgte am Samstagabend der 32-jährige Maik Syring aus Spielberg. Er ist in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche aktiv und sprach zwischen zwei Bandauftritten zum Thema Vision. Wie man im Leben die Vision hat, eine Familie und einen Beruf zu haben, gebe es auch eine geistliche Vision: „Was möchte Jesus mit uns auf der Welt anfangen?“, fragte Syring und brachte viele Beispiele, indem er seinen eigenen Beruf Polizist mit dem Glauben verglich. Was zum Beispiel ein Lageplan für den Polizisten im Einsatz bedeutet, sei für den Christen die Bibel.

