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Kioskbetreiber nimmt Abschied vom Sachsenheimer Freibad

Seit 2013 betreibt Michael Senghaas den Kiosk im Schloss-Freibad. Mit Ablauf dieser Saison hört er aus persönlichen Gründen auf. Zum letzten Mal geöffnet ist beim Helferfest am 8. September. Der Trägerverein sucht nun einen Nachfolger.

  • Nach der zwölften Saison ist Schluss. Michael und Melanie Senghaas und ihre Mitarbeiterin Alexandra Kobar (rechts) werden beim Helferfest zum letzten Mal ihre Gäste verköstigen.  Foto: Kalb

    Nach der zwölften Saison ist Schluss. Michael und Melanie Senghaas und ihre Mitarbeiterin Alexandra Kobar (rechts) werden beim Helferfest zum letzten Mal ihre Gäste verköstigen. Foto: Kalb

Sachsenheim. Michael Senghaas betreibt seit 2013 den Freibad-Kiosk im Sachsenheimer Schloss-Freibad. Dieses Jahr ist das für ihn die zwölfte und auch letzte Saison. Am 8. September wird er bei dem Helferfest seine Gäste in Großsachsenheim zum letzten Mal verköstigen.

Senghaas (54) ist gelernter Bierbrauer und Braumeister. Seine beruflichen Stationen führten ihn nach seiner Ausbildung über die Rommelmühle, das Germania-Vereinsheim schließlich zum Braustüble, dem ehemaligen Vesperstüble, in Kleinsachsenheim. Im Braustüble hatte er eine Brauerei installiert, später vergrößert und dort das eigene Michelbräu-Bier gebraut. Das Bier wurde auch über einen Großsachsenheimer Getränkemarkt und Supermarkt verkauft. 2013 übernahm er als Pächter des Trägervereins Schlossfreibad zudem den Freibadkiosk. Nun ist mit alledem Schluss. Es sei einfach an der Zeit gewesen, etwas Neues zu wagen, sagt Senghaas. Es sind schlichtweg persönliche Gründe, die ihn zu diesem Schritt veranlasst haben. Mehrere Faktoren kamen zusammen, so Senghaas weiter. Einer davon ist, dass das Gebäude in Kleinsachsenheim, in dem das Braustüble war, verkauft werden soll.

„Da hängt viel Herzblut dran.“

Kioskbetreiber Michael Senghaas

Das Braustüble weiter zu betreiben, sei schon alleine wegen der hohen Auflagen der Behörden schwierig gewesen. Ein weiterer Faktor sei der Umstand, dass er inzwischen eine feste Anstellung bei Alwa als Schichtführer angenommen hat. Die Doppelbelastung zwischen der Festanstellung und dem Kiosk war schließlich zu groß. Direkt nach der Schicht noch die Arbeit im Kiosk, „das geht in diesem Umfang einfach nicht mehr“, bedauert Michael Senghaas. Leicht falle ihm dieser Schritt nach zwölf Jahren nicht. „Da hängt viel Herzblut dran“, betont er, man habe sich in all den Jahren einen guten Ruf erarbeitet. Seine Kinder seien sozusagen im Freibad mit aufgewachsen.

Die Familie sei schließlich auch ein weiterer Grund für den beruflichen Wechsel. Michael Senghaas verweist darauf, dass seit vielen Jahren nur Osterferien gemeinsam mit der Familie möglich waren. Während der Sommerferien stand er immer zusammen mit seiner Frau Melanie und Alexandra Kobar, die Senghaas respektvoll Kioskleiterin nennt, hinterm Tresen und hat dafür gesorgt, dass im Freibad niemand hungrig oder durstig bleibt. Auch Alexandra Kobar wird sich beruflich verändern und nach Saisonende eine Vollzeitstelle antreten. Aushilfskräfte haben in Stoßzeiten zusätzlich im Kiosk ausgeholfen. Die Arbeit im Kiosk müsse man mögen, so Michael Senghaas. Da könnten schon mal an die 40 Grad im Kiosk herrschen, wenn draußen die Sonne, wie in den vergangenen Tagen scheine und die Fritteuse und weitere Gerätschaften zusätzlich „heizen“. Er und sein Team haben die Arbeit sehr gerne und mit großer Freude gemacht. Es sei ihm immer wichtig gewesen, seinen Gästen Speisen und Getränke zu fairen Preisen und guter Qualität anzubieten. „Unsere Burger werden im Internet als sehr gut bewertet“, berichtet Michael Senghaas erfreut.

Der Kiosk läuft gut, der Umsatz habe sich in den vergangenen zwölf Jahren von Jahr zu Jahr immer besser entwickelt. Die Ausnahme seien lediglich die Jahre der Corona-Pandemie gewesen, sagt Senghaas, der nur lobende Worte für das Miteinander mit dem Trägerverein des Sachsenheimer Schloss-Freibades findet. Als Highlight nennt der Pächter das Open-Air-Kino, das der Trägerverein seit vielen Jahren veranstaltet und das von den Besuchern sehr gut angenommen wird.

Der Trägerverein sei wie eine große Familie. Im Laufe der Jahre habe er viele Gäste und Vereinsmitglieder ins Herz geschlossen. Auch was die technische Ausstattung des Kiosks angeht, habe sich der Verein immer gekümmert.

Am 8. September ist nach dem Helferfest Schluss, sagt Michael Senghaas, und man merkt deutlich, dass ihm dieser Schritt nicht leicht fällt.

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