Die Hohenhaslacher Kirbachschule ist für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausgezeichnet worden. Sie ist die einzige Einrichtung im VKZ-Verbreitungsgebiet, die das Prädikat in diesem Jahr erhalten hat.
(p/red). Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch und Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Bildungsinitiative „MINT Zukunft schaffen“ haben in dieser Woche 52 Einrichtungen im Land als MINT-freundliche Schulen 2014 geehrt. Rektor Eginhard Fernow nahm in Stuttgart die Auszeichnung für die Kirbachschule entgegen, wie die Bildungsinitiative mitteilt. Sie sei ein weiterer Baustein für einen gelingenden Übergang der Schüler in die Arbeitswelt, so der Schulleiter.
Die Förderung der Grundschüler in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik hat die Kirbachschule eigenen Angaben nach schon in den Klassenstufen 3 und 4 etabliert. So gibt es bereits seit einigen Jahren das Fach Naturwissenschaftliches Lernen, in dem sich die Kinder in verschiedenen Werkstätten ausprobieren können. Dazu gehören die technische Bildung, das Thema Ernährung, Körpererfahrung/Bewegung und Experimente. Zum Beispiel werden Produkte aus Holz hergestellt, Metall verarbeitet, Modelle von Fahrzeugen oder Windrädern gebaut und Experimente zu Eigenschaften von Lebensmitteln durchgeführt.
Zudem hat die Kirbachschule unter anderem jahrgangsübergreifende Lernwerkstätten ab Klasse 5 zur MINT-Förderung, kooperiert mit Partnern aus Wirtschaft und Hochschulen sowie dem Sachsenheimer Lichtenstern-Gymnasium für einen jährlichen Techniktag.
Nach Ansicht von Sattelberger sind Schulen „das A und O vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu interessieren, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht“. Die MINT-freundlichen Schulen werden für Schüler, Eltern, Unternehmen und die Öffentlichkeit durch die Auszeichnung sichtbar und von der Wirtschaft besonders gefördert, heißt es in der Mitteilung weiter. Bundesweite Partner der Initiative zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft Schulen aus, die gezielt besagte Schwerpunkte setzen. Die Schulen würden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Auszeichnungsprozess. Die Ehrung steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.
„Die Auszeichnung hat sich als Gütesiegel für hervorragenden Unterricht in den MINT-Fächern etabliert. Dass auch in diesem Jahr wieder viele Schulen aus Baden-Württemberg ausgezeichnet werden, zeigt die große Unterrichtsqualität an unseren Schulen“, sagte der Kultusminister bei der Ehrung in Stuttgart.
Der Geschäftsführer für Bildungspolitik der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Stefan Küpper, sagte: „Die insgesamt 149 „MINT-freundliche Schulen“ nach vier Jahren zeigen eine große Dynamik in der Schullandschaft und ein hohes Engagement für das wichtige Thema. Diese Dynamik und dieses Engagement in der Fläche brauchen wir, wenn wir in der Fachkräftesicherung das Steuer herumreißen wollen.“

