Sachsenheim

Gemeinsamer Einsatz für den Stadtwein

Stadt Sachsenheim besitzt seit 1996 in Spielberg einen Weinberg – Rund 3800 Kilogramm Trauben gestern geerntet

  • Fleißige Helfer packen an: Gestern war Lesetag im städtischen Weinberg Sachsenheim in Spielberg. Fotos: Arning

    Fleißige Helfer packen an: Gestern war Lesetag im städtischen Weinberg Sachsenheim in Spielberg. Fotos: Arning

  • Auch Spielbergs Ortsvorsteher Pertler hilft.

    Auch Spielbergs Ortsvorsteher Pertler hilft.

  • Die Trauben kommen zur Strombergkellerei.

    Die Trauben kommen zur Strombergkellerei.

  • Horst Fiedler (l.) und German Thüry im Weinberg.

    Horst Fiedler (l.) und German Thüry im Weinberg.

Die Oechsle-Werte sind verheißungsvoll: Gestern haben Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter mit angepackt bei der Lese am Weinberg der Stadt Sachsenheim in Spielberg. Und es scheint ein guter Jahrgang zu sein. Den abgefüllten Rebensaft gibt es später freilich nur bei besonderen Anlässen.

Bürgermeister Horst Fiedler hätte gerne mitgeholfen, doch die Lesetermine der Strombergkellerei werden recht kurzfristig vergeben. Und ein Kongress in Baden-Baden hatte dann halt Vorrang. Dennoch ließ es sich der Sachsenheimer Schultes gestern nicht nehmen, im städtischen Weinberg in Spielberg vorbeizuschauen und den Helfern dort für deren Einsatz zu danken.

Für die einen ist es Abwechslung in der normalen Arbeitszeit, zum Beispiel für Kämmerer German Thüry oder den Rathaus-Hausmeister Eduard Schenk. Andere stellen sich freiwillig zur Verfügung, etwa der Spielberger Ortsvorsteher Volker Pertler und diverse Stadträte – Lars Weydt von der CDU, Lothar Makkens von den Freien Wählern und Peter Schreiber von der SPD. „Es macht ja auch Spaß“ sagt Makkens, der mit seinem roten Anorak aus der Helferschar herausleuchtet. Und die Wetterbedingungen sind ja auch nicht ganz schlecht. Am recht steilen Hang am „Langen Berg“ ist es nach dem Regen in der Nacht nur etwas rutschig.

Seit 1996 besitzt die Stadt den 25 Ar großen Weinberg in Spielberg. Damals wurde er ersteigert. Angelegt hat der Vorbesitzer hier 25 Reihen mit Muskattrollinger-Reben, die von Reiner Wirth aus Hohenhaslach betreut werden. Wirth ist mit dem Ertrag des Jahrgangs 2014 durchaus zufrieden. Und auch die Oechsle-Werte sind verheißungsvoll. „Um die 70 Grad“, weiß er auch ohne Refraktometer. Damit liegt er nicht schlecht. Am Nachmittag werden in der Strombergkellerei Bönnigheim 69 Grad gemessen. Die 15-köpfige Lesegruppe hat insgesamt 3824 Kilogramm geerntet.

Der Rebensaft wird mit einem besonderen Etikett von der Kellerei für die Stadt abgefüllt und nur zu besonderen Gelegenheiten verschenkt oder ausgeschenkt. An wenigen Terminen – zum Beispiel am Weihnachtsmarkt – wird der Wein frei verkauft. Rathaus-Hausmeister Schenk freut sich schon auf die nächste Lieferung von über 2000 Flaschen. „Wir haben im Schloss einen idealen Keller dafür, durchgehend 15 Grad kühl.“

In Spielberg muss er sich aber erst noch mit den Beeren begnügen. Und auch Bürgermeister Fiedler nimmt für die Fahrt nach Baden-Baden eine kleine Ration mit. Was ist sein Lieblingswein? „Muskattrollinger“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln, „aber im Sommer natürlich ab und zu gerne einen schönen Riesling.“

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