OberriexingenFußball

Oberriexingen erobert Tabellenspitze

Hohenhaslach besiegt bisherigen Spitzenreiter Unterriexingen – Großglattbach kassiert innerhalb von neun Minuten vier Treffer

  • Hohenhaslachs Arsim Susuri (von links) fällt Unterriexingens Joni Marques Rodrigues. Am Ende triumphierte der SCH mit 2:1.  Foto: Bürkle

    Hohenhaslachs Arsim Susuri (von links) fällt Unterriexingens Joni Marques Rodrigues. Am Ende triumphierte der SCH mit 2:1. Foto: Bürkle

Es war der Spieltag der Mehrfachtorschützen in der Fussball-Kreisliga B 5. Oberriexingens Kevin Streicher und Häfnerhaslachs David Jovanovic trafen jeweils viermal. Hattricks gelangen Cevin Blattert von Roßwag und Qendrim Emini aus Vaihingen. Emini schaffte sein Kunststück sogar innerhalb von nur sieben Minuten.

Kreisliga B 5

SV Illingen II – FV Roßwag 0:4 (0:1)

Bis das Spiel die 8. Spielminute erreichte, musste Roßwags Trainer Jörg Rieger schon zweimal wechseln. „Daniel Fedra und Zacharias Vlahos mussten wegen muskulärer Probleme raus“, berichtete der Trainer. Dementsprechend schwer fand Roßwag in die Partie. Doch da auch Illingen II nach vorne wenig tat, kam Roßwag nach und nach in das Spiel. Nach 35 Minuten traf Thomas Renz in Folge einer Flanke von Manuel Klempin. Im zweiten Spielabschnitt machte Roßwag mit einem Doppelschlag von Cevin Blattert (62. und 68. Minute) den Sack zu. Beiden Treffern ging jeweils ein Konter voraus. Der vierte Treffer fiel dann in der 85. Spielminute. Erneut traf Blattert. Rieger war ganz angetan von dem Tor: „Wir spielten einen langen Diagonalball von hinten auf die Flügel, von dort wurde die Flanke auf Cevin geschlagen, der den Ball mit der Brust annahm und direkt verwandelte. So etwas siehst du als Trainer natürlich gern.“

SV Illingen II: Färber – Andreas Köppl, Stotz, Hitzler, Lindauer, Oliver Rapp, Wagner (37. Lachenmayer), Kammerlohr, Strauß, Nikolaos Gatsas, Graci (56. Gutscher).
FV Roßwag: Lauser – Boochs, Hiller (1. Daniel Fedra, 66. Mäule), Renz, Vlahos (7. Arnold), Blattert, Magdalinski, Uddin, Klempin, Schlosser, Gutjahr.

Lomersheim II – TSV Oberriexingen 3:4 (3:1)

Obwohl die Oberriexinger laut Trainer Steffen Fischer mehr Spielanteile hatten, lag sein Team zur Halbzeit mit 1:3 hinten. Bis zur 25. Minute stand es 2:0 für Lomersheim, dank zweier individueller Fehler der Oberriexinger Hintermannschaft. Sascha Streicher erzielte dann in der 36. Minute per Kopf den Anschlusstreffer. Vorausgegangen war ein Eckball von Benjamin Langhans. Weitere zwei Minuten später erzielte sein Bruder Kevin Streicher per Eigentor das 1:3. „In der Halbzeit hatten wir dann eine gute Besprechung. Jeder wusste, dass wir besser waren und das nur in Tore ummünzen mussten“, sagte Fischer. Und das tat seine Mannschaft dann auch. In der 51. und 60. Minute setzte Oberriexingen auf ein bekanntes Schema aus Halbzeit eins: Eckball Langhans, Kopfballtor Sascha Streicher. Dass es auch anders geht, zeigte die Elf von Fischer in der 73. Minute. Diesmal bediente Langhans erneut Sascha Streicher, jedoch aus dem Spiel heraus.

TSV Oberriexingen: Faigle – Pfeiffer (45. Andreas Kunz), Kevin Streicher, Simon Roll, Fröschle (45. Christian Weber), Janzen, Kowalski, Gyenes, Baumann, Sascha Streicher, Langhans.

TSV Großglattbach – VfB Vaihingen 1:4 (0:0)

Trotz einer Großchanche auf jeder Seite blieb die erste Halbzeit ohne Treffer. Dies änderte sich nach dem Seitenwechsel, als Großglattbach besser aus der Kabine kam. In der 49. Minute erzielte Tom Hecht die 1:0-Führung. Die Heimmanschaft hätte in der Folge noch nachlegen können. Doch Dirk Schäfer nutzte zwei Großchancen nicht. Was dann kam, erinnerte an die Partie Deutschland gegen Brasilien im WM-Halbfinale. Binnen neun Minuten erzielte Vaihingen vier Tore. Das erste erzielte Uwe Müller in der 63. Minute aus 20 Metern. Die drei weiteren Treffer erzielte Qendrim Emini zwischen der 65. und 72. Minute. „Das war ein totaler Blackout von uns. Wir sind nach vorne gerannt, um nachzulegen, und verteidigten deshalb nicht mehr gut“, sagte Großglattbachs Trainer Ralph Augenstein.

TSV Großglattbach: Augenstein – Kugler, Gläser, Dirk Schäfer, Krauth, Neu, Gayer (60. Baisch), Adamo (74. Kohler), Thomas Kurfiß, Geiger, Hecht (84. Deptula).
VfB Vaihingen: Richter – Müller, Klaric, Stella, Wolf, Vogel, Adam, Maggio, Emini, Cakmak, Carta (58. Max).

TSV Ensingen – TSV Häfnerhaslach 2:5 (0:2)

Ensingens Trainer Mino Corbo war enttäuscht von seiner Mannschaft: „Es kann ja mal sein, dass drei bis vier Spieler einen schlechten Tag haben. Heute hatten aber alle elf einen schlechten Tag.“ Dieser zeigte sich vor allem in den großen Abständen zu den Gegenspielern in der Defensive. Dadurch schob Häfnerhaslachs David Jovanovic in der 20. und 33. Minute jeweils nach Flanken ungestört vor dem Ensinger Tor den Ball ein. In der zweiten Halbzeit legte Jovanovic seinen dritten Treffer nach (55.). In der 64. Spielminute wurde Jovanovic im Ensinger Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Thorsten Dinkel. Doch die vielen Tore verleiteten Häfnerhaslach, weiter auf Angriff zu spielen. Dadurch entstanden Räume in der Defensive, die Ensingen wieder ins Spiel brachten. Florian Matthias (67.) und Michael Schmid (78.) trafen durch schnell vorgetragene Angriffe. Ensingen erspielte sich in den Schlussminuten noch zwei gute Torchancen, den letzten Treffer erzielte aber erneut Jovanovic nach einem Konter.

TSV Ensingen: Seizinger – Florian Matthias, Lambert (46. Dönmez), Kullmann, Eiberger, Urbani, Fischer, Frey, Mahler, Schmid, Schmidt (44. De Paz Chavez, 50. Corbo).
TSV Häfnerhaslach: Sladkowski – Bangert, Jovanovic, Marcel Hirsch (84. Marco Hirsch), Caldas, Dinkel, Viaes, Dupper, Kheim, Ott (57. Toetz), Makrai.


FC Gündelbach – SF Großsachsenheim 3:2 (0:1)

Ein Ballverlust im Gündelbacher Mittelfeld in der 15. Minute führte zur Großsachsenheimer Halbzeitführung. Der Grund, weshalb Gündelbach zur Pause hinten lag, war nicht etwa eine schlechte Leistung, sondern die eigene Chancenverwertung. So verfehlte beispielsweise Andreas Bahmer frei vor dem Torhüter das Tor. In der zweiten Halbzeit machte es Bahmer dann aber besser. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte er den Ausgleich (50.). Gündelbach nutzte nun auch seine Feldüberlegenheit und ging weitere 20 Minuten später in Führung. Waldemar Grinko schnappte sich den Ball beim Großsachsenheimer Spielaufbau, stürmte nach vorne, und bediente Granit Isafi. Trotz einer Gelb-Roten Karte für das Auswärtsteam in der 75. Minute, kassierte Gündelbach in der 83. Minute den erneuten Ausgleich. Doch quasi mit dem Schlusspfiff kam die Erlösung: Abschlag Thorsten Krumm, Bahmer setzte sich gegen einige Gegenspieler durch und legte auf Rafael Krupop quer, der das 3:2 erzielte. „Letztenendes war der Sieg zwar glücklich, aber auch verdient“, sagte Trainer Krupop.

FC Gündelbach: Krumm – Krupop, Halil Isafi, Kargl, Kußmaul, Brett, Hoffmann, Bahmer, Aisenbrey, Waldemar Grinko, Granit Isafi.

SC Hohenhaslach – TSV Unterriexingen 2:1 (1:0)

Hohenhaslachs Trainer Rolf Hochberger trainierte in der Vorsaison für vier Monate Unterriexingen. Sein Wissen über den Gegner war letztlich drei Punkte wert: „Wir wollten nicht, dass sich Unterriexingen spielerisch entfalten konnte, und haben sie deshalb früh gestört“, sagte Hochberger. Im Angriff sorgte dann Sascha Diehl in Arjen-Robben-Manier -von rechts nach innen ziehen und mit links abschließen- für das 1:0 (33.). Mitte der zweiten Halbzeit verlor Hohenhaslach dann kurz den Faden, ließ Unterriexingen zu viel Platz und kassierte in der 73. Minute den Ausgleich. Doch das 1:1 glich einem Weckruf für Hohenhaslach, das nur vier Minuten später wieder in Führung ging. Burak Sentürk erzielte den Treffer. In den letzten zehn Minute zollte Hochbergers Team dem laufintensiven Spiel Tribut, und konnte sich bei Torwart Roberto Belluardo bedanken, der zwei Großchancen vereitelte.

SC Hohenhaslach: Belluardo – Astrit Susuri, Zorn, Bluhm, Elias, Qazim Susuri, Diehl, Benjamin Hellwig, Gögel (65. Timo Dierolf), Stefan Hellwig (75. Conato), Arsim Susuri (80. Sentürk).

Kreisliga B 6

TSV Kleinsachsenheim – TSV Nussdorf II 1:1 (0:1)

Die Schiedsrichterentscheidungen konnte Nussdorfs Trainer Manuel Hopf bei drei Platzverweisen nicht nachvollziehen. „Ralph Schieler musste in der 50. Minute den Platz verlassen, nachdem ein Gegenspieler auf ihn zulief und nach einem Rempler umfiel. Und auch bei den beiden Kleinsachsenheimer Roten Karten war mir nicht klar, was sich da abspielte. Vermutlich war es Meckern oder eine Beleidigung“, sagt Hopf. Bis zur 90. Minute lagen die Gäste durch ein Tor von Timo Bopp in Führung. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit folgte die nächste fragwürdige Entscheidung des Unparteiischen. Eine Kleinsachsenheimer Flanke landete am angelegten Arm von Christoph Rapp. Der Referee entschied auf Strafstoß, den Daniel Carmona zum 1:1 verwandelte. „Ich habe anschließend mit dem Kleinsachsenheimer Trainer gesprochen. Und auch er sagte, dass der Elfmeter eine zu harte Entscheidung war. Es ist bitter, wie die Punkteteilung zustande kam“, ärgert sich Hopf.

TSV Nussdorf II: Börn Rapp – Späth (82. Keuerleber), Manuel Rapp (67. Christoph Rapp), Hopf, Pfisterer, Erik Feucht, Schieler, Samuel Grözinger (46. Fabian Feucht), Tobias Stuible, Timo Bopp, Tim Stuible.

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