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Neuer Spielplatz oder Wohnraum für Oberriexingen?

Knapp 20 Männer und Frauen machen bei der Bürgerwerkstatt Vorschläge für das neu erworbene Areal gegenüber der Kelter – Am Dienstag Thema im Gemeinderat

  • Werden die drei Gebäude abgerissen? Die Teilnehmer der Oberriexinger Bürgerwerkstatt haben darüber diskutiert. Fotos: Rostek

    Werden die drei Gebäude abgerissen? Die Teilnehmer der Oberriexinger Bürgerwerkstatt haben darüber diskutiert. Fotos: Rostek

  • Durch das Areal verläuft auch die Stadtmauer (hier zwischen Fenster und Schornstein zu sehen).

    Durch das Areal verläuft auch die Stadtmauer (hier zwischen Fenster und Schornstein zu sehen).

Mit der Gestaltung des neu erworbenen Areals zwischen Obere Gasse und Zwingergasse möchte Oberriexingens Bürgermeister Werner Somlai der Statdkernsanierung das „letzte Sahnehäubchen aufsetzen“. Dazu holte er am Samstag bei einer Bürgerwerkstatt die Bevölkerung mit ins Boot. Fast 15 Jahre hat es gedauert, bis die Stadt Oberriexingen das rund 750 Quadratmeter große Gebiet und die darauf stehenden Gebäude ihr Eigen nennen konnte. „Erst vor drei Monaten haben wir den letzten Keller hier erworben“, berichtet der Rathauschef. Nun also ist die Fläche, durch die ein Teil der Stadtmauer führt, in kommunaler Hand. Nach der Neugestaltung des Rathauses, der Kelter, der Ortsmitte und dem Bau einer Seniorenwohnanlage soll jetzt auch dieses Areal Teil des Sanierungsprogramms Stadtkern II werden, sprich eine Erneuerung erfahren. Was auf dem Gebiet schräg gegenüber der Kelter entstehen soll, ist noch offen. „Von einem Komplettabriss der Häuser und der Scheune bis zu einer kompletten Neubebauung ist viel denkbar. Grünanlagen zum Ausruhen könnten hier zum Beispiel entstehen, Wohnbebauung, Parkplätze oder auch ein Spielplatz“, sagt Claudia Krüger. Die Architektin und Stadtplanerin bei der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH betreut das Oberriexinger Sanierungsprogramm. Um Vorschläge und Anregungen zu sammeln, lud die Stadt am Samstag zur Bürgerwerkstatt ein. „Entschieden ist noch nix“, ermunterte Bürgermeister Somlai die Teilnehmer zu einem lebendigen Ideenaus tausch. Lediglich die Stadtmauer solle erhalten bleiben, so der Rathauschef. Hier gehts zur Homepage der Stadt Oberriexingen. Die knapp 20 Männer und Frauen, darunter auch Stadträte, erarbeiteten schließlich in Kleingruppen Vorschläge für das Areal, auf dem aktuell zwei Häuser sowie eine Scheune stehen. Für Letztere galt bis vor kurzem noch Denkmalschutz. Dieser ist inzwischen aber weggefallen. „Ich habe mit dem Denkmalschutzamt gesprochen und ihnen gezeigt, dass sich der Erhalt nicht rechnet. Schließlich geht es ja nur um eine Inschrift auf einem Balken. Diesen könnte man auch vorsichtig rausnehmen und woanders einbauen“, so Somlai. Nach der Gruppenarbeit stellten die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt drei Vorschläge vor. In Variante 1 werden alle Gebäude abgerissen und eine Grünanlage mit Spielplatz errichtet. „Seit es den Spielplatz Schulzengarten nicht mehr gibt, fehlt hier ein solcher einfach“, sagt etwa die Oberriexingerin Kathrin Hüber. Variante 2 sieht vor, ein Gebäude sowie die Scheune zu modernisieren. In dem Gebäude könnte die Bücherei der evangelischen Kirche unterbracht werden, so ein Vorschlag. Bisher ist die Bücherei im Gemeindehaus, dort wird es aber allmählich zu voll. In Variante 3 werden alle Gebäude außer der Scheune abgerissen und die Anlage begrünt. Viel Zeit bleibt für die Neugestaltung allerdings nicht: Das durch das Land geförderte Sanierungsprogramm läuft nur noch bis Ende 2015. „Wir wollen schauen, dass wir beim Regierungspräsidium und dem Wirtschaftsministerium eine Verlängerung beantragen können“, sagt Bürgermeister Somlai. Zudem müsse die Finanzierbarkeit im Blick behalten werden. Vom Land stehen Fördermittel in Höhe von 400 000 Euro zur Verfügung. Für Neubauten können diese allerdings nicht verwendet werden. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag werden die Ergebnisse vorgestellt. Somlai: „Je nachdem, was dabei herauskommt, kann es sein, dass wir dann schon einen ersten Vorentwurf machen lassen.“
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