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Speedmarathon: Polizeipräsidium Ludwigsburg erwischt knapp 2000 Temposünder

Beim Blitzermarathon hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg gut zu tun; mehr als 1900 Geschwindigkeitsverstöße werden festgestellt. Der unrühmliche Spitzenreiter ist in Gerlingen mit 156 statt erlaubten 80 Stundenkilometer unterwegs.

  • Bitte recht freundlich: Im Landkreis Ludwigsburg wird geblitzt. Archivfoto: Rücker/VKZ

    Bitte recht freundlich: Im Landkreis Ludwigsburg wird geblitzt. Archivfoto: Rücker/VKZ

Ludwigsburg (p). Radarfallen stehen das ganze Jahr über am Straßenrand. Beim europaweiten Aktionstag Speedmarathon und der derzeit laufenden landesweiten Schwerpunktwoche allerdings ist die Polizei verstärkt im Einsatz. Offenbar zu Recht, wie sich in Gerlingen gezeigt hat: Dort war ein Fahrer mit 156 Stundenkilometern fast doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs.

Verstärkte Kontrollen bis 19. April

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg finden noch bis Sonntag (19. April) vermehrt Geschwindigkeitskontrollen statt; so solle eine der Hauptunfallursachen bekämpft werden, teilt die Polizei mit. Bei fast jedem fünften schweren Unfall im Jahr 2025 war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ursächlich (19,7 Prozent).

Lesen Sie hier die Unfallstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und hier die Statistik 2025 des Polizeipräsidiums Pforzheim.

160 Polizisten sind im Einsatz

Beim Speedmarathon am Mittwoch kontrollierten insgesamt 160 Polizeibeamtinnen und -beamte den ganzen Tag über an unterschiedlichen Stellen in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg, einschließlich der zugehörigen Autobahnabschnitte, die Geschwindigkeiten. Dabei wurden sowohl automatisierte Messsysteme eingesetzt, als auch manuelle Lasermessungen mit anschließenden Fahrzeugkontrollen vorgenommen.

Knapp 40 Fahrverbote

Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums wurden mehr als 17 000 Fahrzeuge gemessen und mehr als 1900 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Fast 40 Fahrerinnen und Fahrer waren dabei um mehr als 40 Stundenkilometer zu schnell unterwegs und müssen neben einem Bußgeld von mindestens 320 Euro noch mit einem Monat Fahrverbot rechnen.

Das erwartet den Gerlinger Raser 

Der Spitzenreiter im negativen Sinn wurde am Mittwoch gegen 8.40 Uhr auf der Wildparkstraße (Landesstraße 1180) in Gerlingen gemessen: Statt der erlaubten 80 Stundenkilometer war der 35 Jahre alte Mann nach Abzug der Toleranz mit 156 Sachen unterwegs. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von mindestens 700 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg betont in diesem Zusammenhang, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen kein Selbstzweck seien, sondern der Sicherheit aller dienten. Mit solchen großen und überregionalen Aktionen solle das Bewusstsein dafür geschaffen werden.

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