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Historische Ehrung für eine vielfältig engagierte Illingerin

Bürgermeister Harald Eiberger überreicht Elfriede Sturm die Landesehrennadel

  • Wegbegleiterin Gertrud Hopf steckt Elfriede Sturm die Landesehrennadel an. Daneben: Bürgermeister Harald Eiberger.  Foto: Stahlfeld

    Wegbegleiterin Gertrud Hopf steckt Elfriede Sturm die Landesehrennadel an. Daneben: Bürgermeister Harald Eiberger. Foto: Stahlfeld

Mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ist am Dienstagabend die Illingerin Elfriede Sturm ausgezeichnet worden. Für Bürgermeister Harald Eiberger war dies angesichts des vielfältigen ehrenamtlichen Engagements der Geehrten eine historische Ehrung.

„In Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt verleihe ich Frau Elfriede Sturm, Illingen, die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg“, ist auf der von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterschriebenen Verleihungsurkunde zu lesen, die Eiberger während der Mitgliederversammlung des Fördervereins Seniorenzentrum St. Clara überreichte. Gertrud Hopf als Wegbegleiterin heftete der Geehrten die Verdienstmedaille an.

Die Ehrung in den Reihen der Vereinsmitglieder, zu denen sich Vertreter weiterer Vereinen gesellten, war kein Zufall. Elfriede Sturm hatte von 1992 bis 2005 den Vorsitz des Fördervereins Betreutes Wohnen inne, seit 2006 ist sie zweite Vorsitzende im Förderverein Seniorenzentrum St. Clara.

„Sie waren beim Förderverein Betreutes Wohnen der Zeit voraus und sind es auch heute noch beim Seniorenzentrum St. Clara“, betonte der Bürgermeister und erinnerte sich noch genau an die Zeit, als es darum ging, diesen Förderverein für das Seniorenheim zu gründen. Das Thema sei ihm ein paar Tage im Magen gelegen, gestand der Schultes: „Nicht weil ich die Idee nicht für gut und wichtig hielt, aber in der heutigen Zeit Menschen zu finden, die sich einbringen, das ist nicht leicht.“

Mit Elfriede Sturm, geborene Gantner, konnte aber nicht nur der Förderverein eine tatkräftige Unterstützerin finden. Seit 1961 engagiert sich die gebürtige Illingerin außerdem im katholischen Kirchenchor, seit 1967 beim Sportverein Illingen, dort sogar als Gründungsmitglied der Handballabteilung, seit 1997 als Ausschussmitglied im Krankenpflegeverein und seit 1998 im Obst- und Gartenbauverein.

„Es ist meines Wissens das erste Mal in der 1248-jährigen Gemeindegeschichte, dass eine Illingerin im sozialen Bereich geehrt wird. Die Hürden, die das Land hier setzt, sind hoch“, machte Eiberger in der Eugen-Munz-Stube deutlich, dass es sich um eine besondere Ehrung handelt. Elfriede Sturm habe mit ihrem Engagement im klassischen Ehrenamt nachdrücklich zum positiven Ruf und guten sozialen Klima in der Gemeinde beigetragen. „Ohne ihr tatkräftiges Wirken wäre vieles so nicht zustande gekommen,“ betonte der Bürgermeister, der zudem etliche Geschenke für die Geehrte und deren Ehemann Johann Sturm mitgebracht hatte.

Über die Arbeit im Förderverein war zuvor bei der Hauptversammlung gesprochen worden. So zählt der Verein derzeit 93 Mitglieder und ein Ehrenmitglied. Vorsitzende Angela Adam berichtete unter anderem über den Bürgerbus, der seit Ende September bei Bedarf Hilfebedürftige und Senioren zum Beispiel zum Gottesdienst oder auf den Friedhof fährt (wir berichteten). Wie Hausleiterin Ursula Günster betonte, ist das Seniorenheim in Illingen derzeit voll belegt. Ziel müsse es sein, den Menschen so lange wie möglich ein Leben zuhause zu ermöglichen, sagte Einrichtungsleiter Markus Schellinger und verwies auf die 2013 eröffnete Tagepflege und die Sozialstation.

Nach Angaben von Angela Adam gab es in letzter Zeit Anrufe bei Bürgern, in denen ein Mann angeblich im Auftrag des Fördervereins um Spenden bat. Die Vorsitzende stellte klar, dass der Verein keine entsprechenden Aufträge vergeben hat und mit der Sache nichts zu tun hat. Die Polizei sei bereits informiert.

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