Eberdingen (p). Die Kreisstraße 1688 ist Mittwochfrüh stellenweise so glatt gewesen, dass der 34 Jahre alte Fahrer des Sattelzugs sein Gefährt nicht mehr auf der Straße halten konnte, teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Kurz nach 8 Uhr schlitterte der gesamte Sattelzug nach links, sodass die Sattelzugmaschine in eine leichten Absenkung am Straßenrand rutschte und die komplette Fahrbahn im Anschluss blockiert war.
Eine dem Sattelzug entgegenkommende 61 Jahre alte Skoda-Fahrerin musste ausweichen. Beim Befahren der Senke wurde der Unterboden des Skoda leicht beschädigt. Der Schaden wird auf etwa 2000 Euro geschätzt.
Erst streuen, dann abschleppen
Die Fahrerkabine des Sattelzugs dürfte bei der „Rutschpartie“ verzogen worden sein, meldet die Polizei. In diesem Fall belaufe sich der Schaden dann auf rund 10 000 Euro. Die Kreisstraße war nach dem Unfall gesperrt. Um den Sattelzug abschleppen zu können, musste die K 1688 gestreut werden. Gegen 10.30 Uhr waren dann alle Arbeiten beendet und die Straße konnte wieder frei gegeben werden.
Vor Unfall zweimal gestreut
Auf Nachfrage beim Landratsamt Ludwigsburg berichtet Pressesprecher Dr. Andreas Fritz, dass die Straßenmeisterei die Strecke vor dem Unfall zweimal gestreut habe: um 5.37 Uhr (Hinweg des Streufahrzeugs) und um 6.32 Uhr (Rückweg des Streufahrzeugs). Das Fahrzeug benötige eine gewisse Zeit für den gesamten Umlauf, welcher das Salz laden, das Streuen der Strecke und das erneute Salz laden umfasst, sodass es das nächste Mal um kurz nach 9 Uhr wieder an dieser Stelle vorbeigekommen ist. „Es ist richtig, dass schon in der Nacht gestreut wird – und so war es auch heute Nacht. Dieser Abschnitt K 1688 liegt am Ende des regulären Umlaufs, der um circa 3.30 Uhr beginnt“, sagt Fritz. Trotz mehrfachen Streuens könne die Straße zwischen den Umläufen des Streufahrzeugs wieder glatt werden, weil das Salz durch den Berufsverkehr abgefahren werde.

