500 Kilogramm Äpfel, 300 Liter Saft: Bei der Apfelsaftaktion unter der Schirmherrschaft des Grünen Gockels Nussdorf und der Lokalen Agenda Eberdingen durften gestern rund 20 Kinder der Nussdorfer Grundschule mit anpacken und in der Nussforfer Kelter den Saft aus selbstgesammeltem Obst pressen. Auf was sie dabei achten mussten, erklärten Mitglieder des Bläserkreises Nussdorf, der die Aktion zum fünften Mal durchführte.
„Für die Kinder ist es jedes Jahr interessant“, sagt Kurt Rapp vom Bläserkreis. Doch um Saft zu pressen, heißt es erst einmal Obst auftreiben. Dazu haben die Schüler bereits vor dem Aktionstag Äpfel aufgelesen. Fleißige Papas haben die Obstsäcke zur Kelter gebracht.
Dort heißt es dann erst mal waschen. In einem Becken schwimmen die Äpfel im Wasser. Fällt einer daneben, schnappen sich die Kinder den Ausbüchser und geben ihn wieder in den Behälter. Nach dem Waschen wird das Obst zu Brei gemahlen und auf Filtertücher verteilt. Manches Mal fällt dabei etwas Maische runter. Das Geräusch gefällt nicht jedem. Es hört sich in etwa so an, wie wenn eine Kuh ein größeres Geschäft macht. „Platsch“, ist dann zu hören, gefolgt von einem „Iiiiii“-Ruf einiger Kinder. Die Begeisterung ist aber schnell wieder zurück. Dann geht’s ans Pressen. Dazu werden mehrere Platten mit den gefüllten Filtertüchern aufeinandergedrückt und schon spritzt frischer Apfelsaft heraus. Sehr zur Freude der Kinder, denn diese halten Plastikbecher an die Presse, um die ersten Tropfen zu ergattern. An der Abfüllmaschine können die Schüler schließlich den Saft auf Fünf-Liter-Kartons verteilen.
Die nächsten Termine sind Freitag (17. Oktober) und Samstag (18. Oktober) ab jeweils 7 Uhr. Insbesondere freitags sind noch Plätze frei. Weitere Infos für Besitzer von Äpfeln gibt es bei Manfred Reiter, Telefon 0 70 42 / 1 55 90 oder Mobil 0 1 72 /7 41 07 62. Mit dem Erlös der Saftaktion wird ein Kinderheim mit behinderten Kindern in Zimbabwe unterstützt.

